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2025-112

Adenomyose wurde im Endometriosezentrum nicht erkannt

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Fallbeschreibung:

Adenomyose nicht erkannt: Wenn Bauchspiegelung nicht hilft

Ich war wegen des Verdachts einer Endometriose in einem Endometriosezentrum im Krankenhaus. Dort wurde mir zu einer Bauchspiegelung geraten und zuvor auch gesagt, dass es keine Garantie gäbe, dass die OP gegen die Schmerzen hilft. Nach der OP wurde gesagt, dass erfolgreich 3 Endometrioseherde des Bauchfells entfernt wurden und ich jetzt endometriosefrei wäre.

Die Schmerzen wurden allerdings gar nicht besser und auch die Blutungen blieben sehr stark. Als ich später für eine Zweitmeinung nochmal in einem anderen Endometriosezentrum war, wurde dort schon anhand einer Ultraschalluntersuchung eine Adenomyose erkannt und als Grund dafür angeführt, dass mir die Bauchspiegelung nicht geholfen hat.

Hier wurde ich darüber aufgeklärt, dass nur die hormonelle Behandlung gegen die Beschwerden hilft (oder eine Gebärmutterentfernung, für die ich zu jung bin), was sich als zutreffend erwiesen hat, da ich mittlerweile durch die Hormonspirale Mirena beschwerdefrei bin.

Gut gelaufen:

Es wurden 3 Endometrioseherde erfolgreich entfernt

Schlecht gelaufen:

Die Adenomyose in der Gebärmutter wurde nicht erkannt, obwohl es sich um ein Endometriosezentrum handelte. Hätte ich davon gewusst, hätte ich keine Bauchspiegelung gemacht, da diese nicht gegen Adenomyose und somit nicht ausreichend gegen die Beschwerden helfen kann

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende Schmerzen und starke Blutungen trotz einer Operation, die eigentlich Linderung bringen sollte – das ist eine belastende Erfahrung, die viele Fragen aufwirft. Endometriose (eine Erkrankung, bei der Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter wächst) und Adenomyose (eine verwandte Erkrankung, bei der dieses Gewebe in die Gebärmutterwand einwächst) können gleichzeitig auftreten und sind manchmal schwer voneinander zu unterscheiden – selbst in spezialisierten Einrichtungen.

Beide Erkrankungen verursachen ähnliche Beschwerden, erfordern aber unterschiedliche Behandlungsansätze: Während Endometrioseherde operativ entfernt werden können, spricht Adenomyose in der Regel nicht auf eine Bauchspiegelung an. Bleibt eine Adenomyose unentdeckt, kann das dazu führen, dass Beschwerden trotz eines erfolgreichen Eingriffs fortbestehen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer vor oder nach einem gynäkologischen Eingriff unsicher ist oder anhaltende Beschwerden erlebt, kann verschiedene Möglichkeiten in Betracht ziehen.

  • Eine Zweitmeinung einholen: Vor einer Operation ist es möglich, eine zweite Fachperson – idealerweise ebenfalls in einem Endometriosezentrum – um eine unabhängige Einschätzung zu bitten. Das ist ein etabliertes Recht und kein Zeichen von Misstrauen gegenüber der behandelnden Praxis.
  • Gezielt nach verwandten Erkrankungen fragen: Im Aufklärungsgespräch vor einem Eingriff kann es helfen, konkret nachzufragen – zum Beispiel: „Könnte neben einer Endometriose auch eine Adenomyose vorliegen, und wie würde sich das auf die Behandlung auswirken?“
  • Ultraschallbefund ansprechen: Eine Adenomyose lässt sich in vielen Fällen bereits durch einen transvaginalen Ultraschall (eine Ultraschalluntersuchung über die Vagina) erkennen. Es ist möglich, vor dem Eingriff zu fragen, ob dieser Befund gezielt mitbeurteilt wird.
  • Beschwerden nach der Operation dokumentieren: Wenn Symptome nach einem Eingriff fortbestehen oder sich verändern, kann eine schriftliche Aufzeichnung – mit Datum, Art und Stärke der Beschwerden – dabei helfen, das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt zu strukturieren und weiterzuleiten.

Worauf Sie achten können

  • Vor einer geplanten Operation ist es möglich zu fragen, welche anderen Ursachen für die Beschwerden in Betracht gezogen wurden – und ob diese ausgeschlossen wurden.
  • Ein vollständiges Aufklärungsgespräch kann auch alternative Behandlungswege umfassen, etwa hormonelle Therapien, bevor ein operativer Eingriff erfolgt.
  • Wenn Beschwerden nach einer Operation unverändert bleiben, ist eine erneute ärztliche Beurteilung – auch in einer anderen Einrichtung – eine sinnvolle Möglichkeit.
  • Das Einholen einer Zweitmeinung ist in Deutschland ausdrücklich möglich und wird von den gesetzlichen Krankenkassen in vielen Fällen unterstützt.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Fragen zu Ihren Rechten als Patientin oder Patient haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Beratung an. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erlebnisse anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere von ähnlichen Situationen erfahren und vorbereitet sind.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 19-29 Jahre
Art der Einrichtung:Operationssaal, sonstiger Bereich, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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