2024-752
Menschen mit Sprachbarriere sind im Gesundheitswesen massiv benachteiligt
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Es ist eine Katastrophe und ein riesiger Missstand im Gesundheitssystem, dass Menschen, die die deutsche Sprache nicht beherrschen massiv benachteiligt sind.
Sie werden aufgefordert mit Dolmetscher zur Behandlung und den Vorgesprächen zur OP zu kommen. Wo sollen die Leute den die Dolmetscher her nehmen? Laufen die auf der Straße herum? Gibt es irgendwo einen Pool für medizinische Dolmetscher, wo ich mir jemanden herausangeln kann?
Ganz ehrlich, es kann nicht sein, dass Menschen, alte Menschen nach Hause geschickt werden und mit ihren Leiden und Schmerzen alleine gelassen werden, nur weil sie keinen Dolmetscher haben.
Wer in einer medizinischen Notlage keine ausreichenden Deutschkenntnisse hat, steht vor einer enormen Herausforderung – ohne eigenes Verschulden. In Situationen wie der hier geschilderten kann es dazu kommen, dass Menschen ohne Behandlung nach Hause geschickt werden, weil die Verständigung scheitert – obwohl sie dringend Hilfe benötigen.
In einer solchen Lage gibt es für Betroffene keinen realistischen Spielraum, selbst einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen: Die Verantwortung für eine funktionierende Kommunikation liegt nicht allein bei den Patient:innen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) berät kostenlos und auf Wunsch auch in mehreren Sprachen – sie ist erreichbar unter 0800 011 77 22 oder unter www.patientenberatung.de. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, Erfahrungen wie diese anonym zu teilen und damit zu einem sichereren Gesundheitssystem für alle beizutragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Eine Frau berichtet, wie ihr Wunsch nach Sterilisation wiederholt abgelehnt und bagatellisiert wurde. Ein CIRS-Fall über Patientenrechte und Selbstbestimmung.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall über Datenschutzverletzung in der Therapie, Stigmatisierung und verweigerte Weiterbehandlung – mit gravierenden Folgen für Beruf und Privatleben.
Fall lesen →Nach einem Auffahrunfall wurde ein Patient beim Durchgangsarzt nicht als BG-Fall anerkannt. Was bei der Versorgung schiefläuft.
Fall lesen →Falsche Angaben in Arztberichten von Institutsambulanzen können gefährlich sein. Ein CIRS-Fall zeigt, wie Patientensicherheit gefährdet wird.
Fall lesen →Eine Patientin berichtet von 25 Jahren Fehldiagnostik, Medical Gaslighting und mangelnder Anerkennung chronischer Schmerzen. Was das System verbessern muss.
Fall lesen →Eine Patientin mit Borderline und schwerer Darmerkrankung wird jahrelang nicht ernst genommen. Ein CIRS-Fall über Diskriminierung und Versorgungslücken.
Fall lesen →Eine Patientin schildert, wie ihre Symptome nach dem Absetzen der Pille nicht ernst genommen wurden. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →Eine Patientin wartete fast 10 Jahre auf ihre Rheuma-Diagnose. Der Fall zeigt, wie Symptome bei Frauen zu schnell als psychisch abgetan werden.
Fall lesen →Eine Patientin berichtet von drohender Frühentlassung nach komplizierter Oberschenkelfraktur-OP – und den Folgen für ihre Sicherheit.
Fall lesen →CIRS-Fall: Patientin mit Dissoziativer Identitätsstörung erlebt Ablehnung ihrer Diagnose im Krankenhaus. Was das für die Patientensicherheit bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team