2024-1567
Wechselwirkungen Medikamente – Folge innere Blutungen
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Ich hatte vor einigen Jahren einen Reizerguss im LWS Bereich lt. MRT.
Der seinerzeitige Orthopäde ging in Urlaub und auf meine Frage, was ich machen soll, sagte er nur, der Reizerguss geht auch wieder weg. Eine zu der Zeit mitbehandelnde Internistin wollte helfen und hat mir Ibuflamm in hohen Dosen für 9 Tage verschrieben.
Fehler:
Die Internistin hat nicht nach weiteren Medikamenten gefragt (und zu der Zeit hatte ich mich noch nicht über Wechselwirkungen informiert).
Ich hatte zu der Zeit Kortison 20 mg genommen.
Nach 1 1/2 Wochen habe ich massive innere Blutungen bekommen und bin als Notfall ins Krankenhaus gekommen.
Dort hat man sofort Magen- und Darmspiegelung sowie eine Dünndarmkapselendoskopie veranlasst.
Letztendlich hörte die Blutung nach Weglassen des Ibuflams auf.
Durch die fahrlässige Behandlung ist ein unnötiger Notfall mit Krankenhaus entstanden.
Wenn mehrere Ärztinnen oder Ärzte an der Behandlung beteiligt sind, kann es vorkommen, dass nicht alle denselben Überblick über die aktuelle Medikation haben. Solche Situationen sind im Gesundheitsalltag nicht selten – und sie können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, wie dieser Fall eindrücklich zeigt.
Bestimmte Medikamentenkombinationen bergen ein erhöhtes Risiko für schwere Nebenwirkungen. Ibuprofen (ein Schmerzmittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika, kurz NSAR) und Kortison (ein entzündungshemmendes Steroidhormon) können in Kombination die Magenschleimhaut stark belasten und im schlimmsten Fall zu inneren Blutungen führen. Diese Wechselwirkung ist medizinisch bekannt – sie bleibt jedoch manchmal unbeachtet, wenn bei einer neuen Verordnung keine vollständige Medikamentenanamnese, also eine genaue Erfassung aller aktuell eingenommenen Mittel, stattfindet.
Wer möchte, kann sich aktiv in die Sicherheit der eigenen Medikation einbringen – unabhängig davon, wie viele Fachpersonen an der Behandlung beteiligt sind.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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