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2025-122

Niemand sollte zur Antidepressiva Einnahme gedrängt werden

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Fallbeschreibung:

Fehldiagnose Depression: Unverträglichkeit von Antidepressiva

Ich bekam die Diagnose Depression, obwohl ich körperlich erschöpft war. Daraufhin Behandlung mit Antidepressiva. Diese vertrug ich gar nicht und wurde durch diese psychisch krank.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Ich wurde trotz Schilderung meiner Symptome in die psychisch kranken Schublade getan.

Verbesserungsvorschläge:

Den Patienten glauben und die zum Experten ihrer selbst machen lassen.

Weitere Infos:

Es sollte niemand massiv dazu gedrängt werden, Antidepressiva einzunehmen.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Diagnose zu erhalten, die sich nicht richtig anfühlt, kann sehr belastend sein – besonders dann, wenn man das Gefühl hat, mit den eigenen Beschwerden nicht vollständig gehört zu werden. In manchen Situationen werden körperliche Erschöpfungszustände und psychische Erkrankungen wie eine Depression in ihren Symptomen als ähnlich wahrgenommen, was die Einordnung für alle Beteiligten schwierig machen kann. Gleichzeitig können Medikamente wie Antidepressiva (also Arzneimittel, die zur Behandlung von Depressionen eingesetzt werden) nicht von allen Menschen gleich gut vertragen werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer das Gefühl hat, dass die eigene Schilderung der Beschwerden nicht vollständig berücksichtigt wird, hat verschiedene Möglichkeiten.

  • Es ist möglich, die eigenen Symptome schriftlich festzuhalten – zum Beispiel in Form eines kurzen Tagebuchs – und diese Aufzeichnungen beim Gespräch mit dem Behandlungsteam vorzulegen. Konkrete Beispiele können helfen, das eigene Erleben verständlicher zu machen.
  • Wenn eine Diagnose oder ein Behandlungsvorschlag Unsicherheit auslöst, kann eine Zweitmeinung bei einer anderen Fachärztin oder einem anderen Facharzt eingeholt werden. Das ist ein legitimer und in der medizinischen Versorgung vorgesehener Schritt.
  • Wer das Gefühl hat, zu einer Behandlung gedrängt zu werden, kann nachfragen: „Welche anderen Möglichkeiten gibt es, und was spricht für oder gegen sie?“ Eine Entscheidung für oder gegen ein Medikament kann nach einem solchen Gespräch bewusster getroffen werden.
  • Treten nach Beginn einer Medikamenteneinnahme neue oder verstärkte Beschwerden auf, ist es möglich, dies zeitnah dem Behandlungsteam zu melden – auch wenn die Symptome zunächst unspezifisch erscheinen. Eine Anpassung oder ein Wechsel der Behandlung kann dann gemeinsam besprochen werden.

Worauf Sie achten können

  • Körperliche Ursachen für Erschöpfung – etwa Schilddrüsenerkrankungen, Vitaminmangel oder andere organische Erkrankungen – können vor einer psychiatrischen Diagnose durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen werden. Danach zu fragen ist möglich.
  • Bei neu verschriebenen Medikamenten kann nachgefragt werden, welche Nebenwirkungen bekannt sind und ab wann eine Rückmeldung ans Behandlungsteam sinnvoll ist.
  • Das Recht auf eine zweite ärztliche Meinung besteht in Deutschland ausdrücklich – eine entsprechende Überweisung oder Empfehlung kann eingefordert werden.
  • Eine Vertrauensperson zur Seite zu haben, die bei Gesprächen mit dem Behandlungsteam anwesend ist, kann helfen, Informationen besser aufzunehmen und die eigene Perspektive zu vertreten.

Sie sind nicht allein

Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung für Menschen, die Fragen zu ihrer medizinischen Versorgung haben – erreichbar unter 0800 011 77 22. Eigene Erfahrungen können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym berichtet werden, um anderen Betroffenen und dem Gesundheitswesen zu helfen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: Keine Angabe
Art der Einrichtung:Krankenhaus, sonstiger Bereich
Geschlecht: keine Angabe

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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