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2024-1568

Nicht ernst genommen trotz starker Magenschmerzen

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Fallbeschreibung:

Magenschmerzen verkannt: Candidose zu spät erkannt

Mit starken Schmerzen im Magenbereich bin ich in der Arztpraxis gelandet. Die Schmerzen waren ähnlich der Endometrioseregelschmerzen, die ich kenne. Nach einer Tastuntersuchung erzählte mir der Arzt ich hätte ein Magenschleimhautentzündung und solle Weißbrot und kein Fett essen. Schonkost hatte ich schon eine Woche vorher angefangen, nahm schon diverse Medikamente, Sobrennenblocker, Lefax etc., nichts half, was der Arzt auch wusste.

Nach dem Arzttermin wurden die Schmerzen noch schlimmer trotz Behandlung der vermeintlichen Magenschleimhautentzündung, sodass ich eines Nachts beim Bereitschaftsdienst 116117 anrief, der mir ohne Zuhören erzählte ich hätte die Refluxkrankheit. Nach einem erneuten ambulanten Arzttermin, der ergebnislos blieb, erinnerte ich mich daran, dass ich nach einer ersten Covid Infektion schon einmal eine Candidose gehabt hatte.

Meine zweite Covidinfektion liegt jetzt 2 Monate zurück. Nachdem ich die jetzige Candidose (selbstdiagnose) behandele, sind meine Schmerzen und weiteren Beschwerden weg. Leider hatte sich die Candidose schon in meine Nieren ausgeweitet, da sie von zwei Allgemeinmedizinern nicht diagnostiziert wurde und über 1 1/2 Monate durch die falsche Behandlung (Weißbrot ist Nahrung für Candidapilze) ausweiten konnte.

Zu dem Zeitpunkt des zweiten Arzttermins habe ich 48 Stunden nichts mehr zu mir nehmen können. Auf die Frage, wie ich mich ernähren soll, sagte mir die zweite Ärztin „Da hab ich jetzt auch keine Ahnung. Aber ich kann Ihnen einen Ultraschalltermin in zwei Wochen anbieten.“

Gut gelaufen:

Ich hab mich selbst diagnostiziert und medikamentiert und siehe da, Beschwerden weg. Hat mir gezeigt, dass ich mich wieder nur auf mich selbst und nicht auf Ärzte verlassen kann.

Schlecht gelaufen:

Aus meiner Sicht hätte das vermieden werden können, wenn mir jemand beim Bericht meiner Krankheitsgeschichte tatsächlich zugehört hätte.

Verbesserungsvorschläge:

Dass Ärzte junge Frauen und ihre Schmerzen ernst nehmen und nicht auf Nerven (Magenschleimhautentzündung) zurückführen. Untersuchungen müssen bei akuten starken Schmerzen zeitnah durchgeführt werden und nicht Termine in zwei Wochen vergeben werden. Dass Ärzt:innen einen nicht ohne Diagnose weg schicken, wenn man nichts mehr zu sich nehmen kann und schon stark geschwächt ist.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende, starke Schmerzen sind belastend – körperlich und emotional. Besonders schwer wiegt es, wenn man das Gefühl hat, mit dem eigenen Erleben nicht gehört zu werden. Situationen wie diese, in denen eine Diagnose trotz mehrerer Arztkontakte lange ausbleibt, sind keine Einzelfälle und können ernsthafte Folgen für die Gesundheit haben.

Starke Bauchschmerzen können viele Ursachen haben, die sich äußerlich ähneln. Eine Candidose – das ist eine Pilzinfektion, meist ausgelöst durch den Hefepilz Candida albicans – kann den Verdauungstrakt betreffen und sich mit Beschwerden bemerkbar machen, die anderen Erkrankungen ähneln. Wird sie nicht erkannt und behandelt, besteht das Risiko, dass sie sich auf andere Organe ausweitet.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Beschwerden trotz Behandlung anhalten oder schlimmer werden, gibt es einige Möglichkeiten, die eigene Versorgung aktiv zu begleiten.

  • Es kann hilfreich sein, die eigene Krankengeschichte schriftlich festzuhalten – mit Datum, Symptomen, bereits eingenommenen Medikamenten und dem bisherigen Verlauf. So lässt sich beim Arztgespräch ein vollständiges Bild vermitteln, ohne dass im Stress wichtige Informationen fehlen.
  • Wenn Symptome sich trotz Behandlung verschlechtern, ist es möglich, dies klar und direkt anzusprechen: „Ich nehme die Medikamente seit X Tagen, aber die Beschwerden sind stärker geworden – was kann das bedeuten?“ Solche Fragen können helfen, das Gespräch gezielt auf den ausbleibenden Behandlungserfolg zu lenken.
  • Wer früher ähnliche Beschwerden hatte – zum Beispiel nach einer Infektion – kann diese Vorgeschichte gezielt einbringen: „Nach meiner letzten Covid-Infektion hatte ich eine Pilzinfektion. Könnte das jetzt wieder eine Rolle spielen?“
  • Bei Beschwerden, die sich rasch verschlechtern oder bei denen man nicht mehr essen oder trinken kann, ist es möglich, direkt eine Notaufnahme aufzusuchen – auch ohne Überweisung. Das ist kein übertriebener Schritt, sondern eine angemessene Reaktion auf eine sich zuspitzende Situation.

Worauf Sie achten können

  • Beschwerden, die trotz Behandlung gleichbleiben oder schlimmer werden, sind ein Signal, das ernst genommen werden kann – ein erneuter Arztkontakt oder eine zweite Meinung ist in solchen Fällen immer möglich.
  • Wenn Sie seit 24 Stunden oder länger nichts essen oder trinken können, ist das ein Zeichen, dass rasche ärztliche Hilfe sinnvoll sein kann – auch außerhalb regulärer Sprechzeiten, etwa in einer Notaufnahme.
  • Eigene Beobachtungen zu möglichen Zusammenhängen – etwa zwischen einer vorausgegangenen Infektion und aktuellen Beschwerden – können im Gespräch wertvoll sein und lohnen es, aktiv angesprochen zu werden.
  • Es ist möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – bei anhaltenden Beschwerden ohne klare Diagnose ist das ein normaler und sinnvoller Schritt.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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