2024-1493
Plazentainsuffizienz nicht erkannt
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Dies war meine dritte Schwangerschaft, zuvor hatte ich zwei lebende Kinder geboren.
Meine Risikofaktoren: Insulinpflichtige Gestationsdiabetes und Adipositas
Im Laufe der Schwangerschaft entwickelte ich dauerhaft Bluthochdruck und hatte Eiweiß im Urin sowie eine erhöhte Herzfrequenz, die als normal bezeichnet wurde (obwohl noch nie Bluthochdruck vorhanden war).
Bei der Feindiagnostik wurde eine Durchblutungsstörungen diagnostiziert, beim Folgetermin sei aber alles „im Rahmen“ gewesen.
In der 37SSW dann IUFT diagnostiziert, Todgeburt.
Befund der Obduktion: akute und chronische Plazentainsuffizienz.
Der Verlust eines Kindes durch eine Todgeburt ist ein erschütterndes Erlebnis, das Betroffene und ihre Familien tief trifft. In Schwangerschaften mit mehreren Risikofaktoren – wie einer insulinpflichtigen Schwangerschaftsdiabetes (ein durch die Schwangerschaft ausgelöster erhöhter Blutzucker, der mit Insulin behandelt wird) und Bluthochdruck – kann die Versorgung der Plazenta (Mutterkuchen) beeinträchtigt sein. Eine sogenannte Plazentainsuffizienz bedeutet, dass die Plazenta das ungeborene Kind nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Solche Verläufe sind komplex, und Symptome können schwer einzuordnen sein – sowohl für Betroffene als auch für medizinisches Fachpersonal.
In einer Situation wie dieser gab es für die Betroffene keinen realistischen Spielraum, selbst einzugreifen – das ist wichtig anzuerkennen. Neu auftretende Symptome wurden gemeldet und diagnostische Untersuchungen fanden statt. Dass die Einschätzungen der Befunde nicht zu einer anderen Entscheidung geführt haben, lag nicht im Einflussbereich der schwangeren Person.
Wer nach einer solchen Erfahrung Fragen zur Versorgung hat oder Unterstützung sucht, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und vertraulich unter 0800 011 77 22. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu teilen, finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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