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2026-065

Opiatabhänig nach mehreren Operationen

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Fallbeschreibung:

Opioidabhängigkeit nach Wirbelsäulen-OP: Ein CIRS-Fall

Mein Bruder wurde operiert: Bandscheibenversteifung und er musste danach nochmals notoperiert werden. Er wurde Oxycodon Abhängig bis heute und er wurde in die Rente geschickt

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Die Nachbehandlung und das mein Bruder Tablettenabhängig wurde

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Es ist sehr belastend, mitzuerleben, wie ein nahestehender Mensch nach schweren Operationen in eine Abhängigkeit gerät und dadurch sein Leben grundlegend verändert. Starke Schmerzmittel – darunter sogenannte Opioide wie Oxycodon – werden nach aufwendigen Eingriffen wie einer Bandscheibenversteifung häufig eingesetzt, um starke Schmerzen zu lindern. Bei längerem Gebrauch kann sich jedoch eine körperliche und psychische Abhängigkeit entwickeln, die ohne gezielte Nachsorge schwer zu überwinden ist.

In einer Situation wie dieser – mit mehreren Operationen in kurzer Folge, starken Schmerzen und medizinischem Stress – hatten weder der Betroffene noch seine Angehörigen einen einfachen Spielraum, die Entwicklung zu verhindern. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

Wenn Sie als Angehöriger bemerken, dass jemand nach einer Behandlung dauerhaft starke Schmerzmittel einnimmt, gibt es Möglichkeiten, aktiv Unterstützung zu suchen:

  • Es ist möglich, gemeinsam mit dem Betroffenen das Gespräch mit der behandelnden Praxis oder Klinik zu suchen – zum Beispiel um zu fragen: „Wie ist der weitere Plan für die Schmerzbehandlung, und wann wird die Dosierung überprüft?“
  • Eine Überweisung zu einer spezialisierten Schmerzambulanz oder einer Suchtberatungsstelle kann beantragt werden – oft ist dies über die Hausarztpraxis möglich.
  • Angehörige können Auffälligkeiten dokumentieren – etwa wie oft und wie viel Schmerzmittel eingenommen werden – um bei einem Arztgespräch konkrete Informationen beizusteuern.
  • Es ist möglich, professionelle Unterstützung für sich selbst als Angehörige:r zu suchen, zum Beispiel bei der Caritas, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband oder einer Angehörigenberatung für Suchtbetroffene.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Vor oder nach einer Operation lässt sich gezielt nach einem Nachsorgeplan für die Schmerztherapie fragen – also: Wie lange wird das Schmerzmittel gegeben, wie wird es reduziert?
  • Eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung kann im Vorfeld erstellt werden, damit Angehörige im Notfall handlungsfähig sind und Wünsche des Betroffenen bekannt sind.
  • Eine Notfallkarte oder Medikamentenliste lässt sich anlegen, auf der alle eingenommenen Medikamente vermerkt sind – das erleichtert die Kommunikation zwischen verschiedenen Behandlungsstellen.
  • Es ist möglich, bei der Entlassung aus dem Krankenhaus aktiv nach einer Weiterbetreuung zu fragen – zum Beispiel durch eine Schmerzpraxis, eine psychiatrische oder psychosomatische Facheinrichtung.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie als Angehörige:r Unterstützung suchen oder Fragen zur Versorgung Ihres Bruders haben, hilft die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und neutral weiter – telefonisch sowie online. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und können Ihre Erfahrungen anonym melden, damit andere daraus lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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