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2025-124

1 1/2 Jahre Wartezeit für Mammografie

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Fallbeschreibung:

Mammografie: 1,5 Jahre Wartezeit trotz Tastbefund

Gynäkologin ertastete einen Knubbel in der Brust und ich sollte einen Mammografie-Termin vereinbaren. Nach mehreren Telefonaten mit entsprechenden Praxen wäre der nächstmögliche Termin in 1 1/2 Jahren gewesen.

Gut gelaufen:

?

Schlecht gelaufen:

1 1/2 Jahre Wartezeit auf einen Termin mit einem med. Anlass heraus, ist nicht tragbar.

Verbesserungsvorschläge:

Mehr Ärzt*innen im ländlichen Raum. Praxen mit bildgebende Geräten sollten ihre Geräte rundum die Uhr und auch am Wochenende nutzen oder anderen zur Verfügung stellen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn eine Ärztin oder ein Arzt einen auffälligen Befund feststellt und eine bildgebende Untersuchung – wie eine Mammografie (Röntgenuntersuchung der Brust) – empfiehlt, ist die Erwartung verständlich, dass diese Untersuchung zeitnah stattfinden kann. Es kann jedoch vorkommen, dass trotz eines konkreten medizinischen Anlasses die nächste verfügbare Terminmöglichkeit viele Monate in der Zukunft liegt – besonders in ländlichen Regionen, wo entsprechende Praxen rar gesät sind. Diese Situation ist belastend und kann mit großer Unsicherheit verbunden sein.

In einem solchen Fall gab es für die betroffene Person nur begrenzte eigene Handlungsmöglichkeiten – die Ursache liegt in strukturellen Versorgungsengpässen, die Einzelne nicht selbst beheben können. Das ist wichtig anzuerkennen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Auch wenn die Situation strukturell bedingt ist, gibt es einige Wege, die es wert sein können, auszuprobieren:

  • Es ist möglich, die überweisende Ärztin oder den überweisenden Arzt um eine schriftliche Dringlichkeitsbegründung zu bitten. Manche Praxen reservieren Kapazitäten für dringliche Fälle – ein entsprechendes Schreiben kann dabei helfen, früher einen Termin zu erhalten. Eine mögliche Formulierung: „Gibt es eine Möglichkeit, meine Überweisung mit einem Dringlichkeitsvermerk zu versehen?“
  • Die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) sind gesetzlich verpflichtet, bei Überweisungen zu Fachärztinnen und Fachärzten innerhalb von vier Wochen einen Termin zu vermitteln. Der Kontakt zur zuständigen KV kann über die Telefonnummer 116 117 hergestellt werden.
  • Es ist möglich, gezielt nach größeren radiologischen Einrichtungen oder Brustzentren (spezialisierten Zentren für Brusterkrankungen) in einem weiteren Umkreis zu suchen – diese verfügen häufig über mehr Kapazitäten als kleinere Einzelpraxen.
  • Wenn das Warten auf den Termin mit starker Belastung oder körperlichen Veränderungen verbunden ist, kann es sinnvoll sein, erneut die überweisende Praxis zu kontaktieren und zu fragen, ob eine erneute Einschätzung oder eine alternative Untersuchungsmöglichkeit infrage kommt.

Worauf Sie achten können

  • Bei einem konkreten medizinischen Anlass für eine Fachuntersuchung: die Terminservicestelle unter 116 117 kontaktieren – sie ist auch online erreichbar.
  • Notieren, wann die Überweisung ausgestellt wurde und wann welche Praxen kontaktiert wurden – diese Dokumentation kann bei weiteren Schritten hilfreich sein.
  • Aktiv nachfragen, ob eine Einstufung als dringlicher Fall möglich ist – das ist ein legitimes Anliegen und keine Zumutung für das Praxispersonal.
  • Den Suchradius bei der Terminsuche ggf. ausweiten und auch Krankenhausambulanzen oder Brustzentren in der Umgebung anfragen.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie in einer ähnlichen Situation Orientierung oder Unterstützung suchen, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos zur Verfügung – telefonisch, online und in vielen Regionen auch persönlich. Ihre Erfahrungen können Sie außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden und damit dazu beitragen, dass solche Versorgungslücken sichtbar werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: Keine Angabe
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: keine Angabe

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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