2026-216
Nicht erkannte Leberzirrhose – Vater wenige Monate später verstorben
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Mein Vater hatte sich im Sommerurlaub vor einigen Jahren im EU Ausland wg. geschwollener fuesse ans Krankenhaus gewandt wo er von Kopf bis fuss untersucht wurde und dann mitgeteilt wurde, dass er leberzirrhose im Endstadium hatte (!). Er ist dann 6 Monate später verstorben (!) Zurück in Deutschland hatte ich seinen Hausarzt aufgesucht und mir all seine Akten geben lassen und ihn gefragt, wie solch eine Krankheit nicht diagnostiziert werden konnte, obwohl er regelmäßig beim Hausarzt war und schon Blutergebnisse schlecht waren und sogar in übersandten Akten seines Hausarztes aus anderem Bundesland wegen Umzug bereits ein Verdacht auf Leberzirrhose stand. Seine Antwort: ja das muss er wohl übersehen haben, er habe ja immer nur 15 Minuten Zeit für seine Patienten und könne ja da nicht alle Dokumente durchlesen (!), die mein Vater im Übrigen ja nie mit bekommen hatte, so dass man da mal hätte drauf schauen können … das verblieb ja immer beim Hausarzt, dem man ja vertraut (!). Bis dato bin ich nicht tätig geworden, weil es meinem Vater nicht zurückbringen würde, aber evtl. rüttelt dieses beispiel die gkv wach (!) .Der gl. Arzt hatte auch schon mal meine Mutter bei sich zu sitzen und dabei die völlig falsche Patientenakte offen (!). Völlige Überfoderung wie es scheint.
Den Vater zu verlieren ist ein tief einschneidendes Erlebnis – und es ist verständlich, dass die Frage, ob ein anderer Verlauf möglich gewesen wäre, lange nachhallt. Fälle wie dieser zeigen, wie wichtig eine lückenlose Kommunikation zwischen verschiedenen Arztpraxen und eine konsequente Auswertung aller vorliegenden Befunde für die Versorgungsqualität sind.
In der ambulanten Versorgung werden Patient:innen häufig über Jahre von einer Praxis begleitet. Dabei können Befunde und Vorbefunde aus anderen Einrichtungen – zum Beispiel nach einem Umzug – im Alltag einer Praxis untergehen, ohne dass jemand dies beabsichtigt. Gleichzeitig erhalten Patient:innen nicht immer automatisch alle Unterlagen, die sie selbst betreffen. Beides zusammen kann dazu führen, dass wichtige Hinweise auf eine ernsthafte Erkrankung, wie eine Leberzirrhose (eine fortgeschrittene Vernarbung der Leber), zu spät erkannt werden.
Wer nahestehende Menschen bei der medizinischen Versorgung begleitet oder eigene Gesundheitsangelegenheiten im Blick behalten möchte, hat verschiedene Möglichkeiten.
Wer als Angehörige:r mit solchen Erfahrungen umgeht oder rechtliche und emotionale Unterstützung sucht, kann sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos und unabhängig unter www.patientenberatung.de. Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen, finden sich auf mehr-patientensicherheit.de – damit ähnliche Fälle sichtbar werden und zur Verbesserung der Versorgung beitragen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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