2025-271
Auf Schlaganfallsymptome wurde trotz Hinweis von Angehörigen zu spät reagiert
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Mein Vater wurde mit Verdacht auf einen Schlaganfall durch den Notarzt in das Krankenhaus, eingeliefert. Der Verdacht bestätigte sich durch eine CT/MRT-Untersuchung. Am fünften Tag nach dem Schlaganfall besuchte ich meinen Vater gemeinsam mit zwei weiteren Familienangehörigen. Während des Besuchs klagte er über ein zunehmendes Kribbeln im rechten Arm. Aufgrund der Symptomatik bat ich im Schwesternzimmer darum, mit einem Arzt sprechen zu können. Mir wurde mitgeteilt, dass dies nicht möglich sei, da die Ärzte sich in einer Dienstbesprechung befänden – man würde den Arzt jedoch informieren. Etwa 30 Minuten später erschien eine andere Schwester im Patientenzimmer. Ich erkundigte mich erneut nach dem Arzt. Die Schwester teilte mir mit, dass der Arzt über die Beschwerden meines Vaters informiert sei und dieser am nächsten Tag nochmals ins MRT solle. Die Antwort erfolgte in einem für mich unpassend genervten Tonfall. Da sich der Zustand meines Vaters weiter verschlechterte – das Kribbeln nahm zu, er wurde unruhig und fühlte sich unwohl – sprach ich zum dritten Mal eine Schwester an. Diese erklärte mir, dass der Stationsarzt bereits Feierabend habe und sie lediglich den Arzt der Notaufnahme informieren könne. Dieser würde vorbeikommen, sobald er Zeit hätte. Ich schilderte nochmals eindringlich meine Sorge, dass mein Vater möglicherweise erneut einen Schlaganfall erleidet, da zusätzlich auch Schwindel auftrat. Das war gegen 17:15 Uhr. Als ich um 19:15 Uhr telefonisch erneut Kontakt zur Station aufnahm, wurde mir mitgeteilt, dass der Arzt aus der Notaufnahme bei meinem Vater ein weiteres MRT veranlasst habe, da sich sein Zustand weiter verschlechtert habe. Mein Vater wird jetzt daraufhin (nach 2 Stunden) zur weiteren Abklärung in ein anderes Klinikum verlegt. Dabei wurde mir allerdings nicht mitgeteilt, dass bereits ein zweiter Schlaganfall festgestellt worden war. Nach Aussage des behandelnden Arztes wurde der zweite Schlaganfall jedoch bereits im Krankenhaus diagnostiziert.Von einem Arzt im Krankenhaus auf dieser Station sollte man erwarten können, dass er die Symptome eines Schlaganfalles erkennt. Insbesondere wenn der Patient 5 Tage zuvor schon einen Schlaganfall erlitten hatte. Es wäre eine umgehende ärztliche Reaktion auf neu auftretende Symptome zwingend erforderlich gewesen. Diese Station verdient nicht mal einen Stern, aber das geht leider nicht. Das ist wirklich sehr beängstigend wie man auf dieser Station arbeitet, zumal bei einem Schlaganfall jede Minute zählt – Verzögerungen können schwerwiegende und dauerhafte Folgen haben. Die bleibenden Folgen für meinen Vati, kann ich heute leider noch nicht abschätzen.
Wenn ein nahestehender Mensch im Krankenhaus liegt und sich sein Zustand sichtbar verschlechtert, ist die Sorge als Angehörige oder Angehöriger sehr groß – und das Gefühl, nicht gehört zu werden, kann besonders belastend sein. In manchen Situationen gelingt es trotz wiederholter Hinweise nicht, schnell eine ärztliche Einschätzung zu erwirken, obwohl neue Symptome auf eine ernste Entwicklung hindeuten können.
Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, bei dem Zeit ein entscheidender Faktor ist. Menschen, die bereits einen Schlaganfall erlitten haben, tragen ein erhöhtes Risiko für ein erneutes Ereignis. Neue oder sich verstärkende Symptome wie Kribbeln, Schwindel oder Unruhe können auf einen solchen Verlauf hinweisen und erfordern eine rasche ärztliche Beurteilung.
Als Angehörige oder Angehöriger kennen Sie Ihren Vater oder Ihre Mutter oft besser als das Stationspersonal – Ihre Beobachtungen sind wertvoll und können aktiv eingebracht werden.
Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder Unterstützung suchen, steht Ihnen die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und neutral zur Verfügung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Ihre Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass solche Situationen künftig besser erkannt und verhindert werden.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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