2025-285
Frühzeitige Entlassung bei Herzinfarkt – Vater verstirbt zu Hause
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Mein Papa kam am Mittwoch mit dem RTW ins Krankenhaus.
Im Krankenhaus stellte man ein abgelaufenen Herzinfarkt mit einem perikard Erguss fest.
Er lag 2 Tage auf der Intensivstation.
Die Ärzte sagten uns dass der Zustand sehr kritisch und erst ist.
Sein Zustand besserte sich und er kam am Freitag auf die normale Station.
Am Samstag hat er plötzlich Schweißausbrüche bekommen und sein Blutdruck sank auf ca.80/60,sein Puls schwankte zwischen 35-100 Schlägen.
Ihm ging es sehr schlecht.
Die Pflegerinnen informierten einen Arzt,auf den wir vergeblich warteten.
Mein Papa schlief zwischenzeitlich und seine Atmung war sehr komisch,das hat mir sehr Angst gemacht und ich drückte den roten Knopf.
Eine Pflegerin kam genervt rein und sagte,dass es normal ist und der Blutdruck so niedrig sein muss.
Auf mein Bitten hat sie ihm eine Infusion mit ( es ist nur Flüssigkeit,nach ihrer Aussage)angeschlossene
Spät abends rief ich an,und sie sagten mir sein Kreislauf stabilisierte sich.
Am Montag sollte entschieden werden ob er ein herzkatheter bekommt oder nicht.
Die Ärzte entschieden sich gegen einen Herzkatheter und haben ihn plötzlich entlassen.
Am Dienstag fuhren wir um 10:45 Uhr mit meinem Papa zum Hausarzt den Entlassungsbericht vorbei zu bringen und Rezepte und Überweisungen abzuholen.gegen 12:00 uhr fuhr mein Papa nach Hause und wir verabredeten uns bei mir zuhause damit ich ihm seine Medikamente für die nächsten Tage portioniere.
Er kam nicht,da machte ich mich auf zu ihm um fand ihn dann leblos und kalt auf seinem Sofa liegen.gegen 17:01 stellte der Notarzt den Tod fest.
Die Ärzte hätten ihn nicht entlassen dürfen.
Wenn er eine Nacht länger im Krankenhaus geblieben wäre,dann würde er noch leben.
Den Vater zu verlieren – so plötzlich und so kurz nach einem Krankenhausaufenthalt – ist ein tief erschütterndes Erlebnis. Wer in einer solchen Situation als Angehöriger dabei war, hat oft alles versucht, um zu helfen, und trägt möglicherweise schwere Fragen mit sich.
Dieser Fall beschreibt, wie ein Patient nach einem Herzinfarkt und einem Perikarderguss – das ist eine Flüssigkeitsansammlung um den Herzmuskel – zunächst auf der Intensivstation behandelt wurde, sich zwischenzeitlich zu bessern schien, dann aber auf der Normalstation erneut besorgniserregende Zeichen zeigte. Nach seiner Entlassung verstarb er wenige Stunden später zu Hause. Die Tochter hatte in dieser Situation wiederholt Bedenken geäußert und aktiv um Hilfe gebeten – und war trotzdem mit der Situation allein. In einer solchen Lage, als Angehörige auf einer Station, bei der man auf ärztliche Entscheidungen wartet und sich Sorgen nicht gehört fühlt, sind die Möglichkeiten, einzugreifen, sehr begrenzt. Das verdient ausdrückliche Anerkennung.
Wenn Angehörige das Gefühl haben, dass Warnsignale nicht ausreichend wahrgenommen werden, gibt es einige Möglichkeiten, die Situation aktiv anzusprechen – auch wenn das in einem emotionalen Ausnahmezustand schwer fällt.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger eine ähnliche Erfahrung gemacht haben oder Fragen zu Ihren Rechten haben, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Beratung an – telefonisch und online. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie außerdem Ihre Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass solche Situationen künftig besser erkannt werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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