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2024-935

Nicht nachvollziehbare Behandlung bzw. fehlende Behandlung

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Fallbeschreibung:

Vitamin-B12-Mangel übersehen: Lücken in der Hausarztversorgung

Es geht um eine nicht nachvollziehbare Aussage eines Hausarztes am Wohnort.
Der Patient wurde nicht behandelt bzw. die dem Arzt/ der Ärztin vorliegende Akte aus dem Krankenhaus und aus den folgenden Berichten ehemaliger Ärzte bzw. Krankenhaus nicht gelesen.
Der Patient/ Die Patientin sollte auf Empfehlung des Krankenhauses dringend eine Untersuchung des Vitamin 12 Spiegels und der Folsäure gemacht werden da festgestellt wurde, dass der Patient/ die Patientin an Anämie und grossen Entzündungswerten im Körper leidet. Laut dieses Arztes/ dieser Ärztin sei der Patient/ die Patientin völlig gesund was nicht der Fall ist und er/ sie auch mittlerweile Pflegestufe 2 hat. Wie kann ein Arzt/ eine Ärztin so leichtsinnig mit der Gesundheit eines Patienten/ einer Patientin umgehen. Es ist bekannt, wenn ein Mensch völlig den Vitamin B12 Speicher aufgebraucht hat genauso den Folsäurespiegel leer ist das so ein Zustand auch massiv Demenz fördert. Auch eine Überweisung zu einem Neurologen hat er/ sie nur widerwillig ausgestellt mit dem Hinweis auf familiärer Meinung. Ich muss auch dazu sagen, dass der Patient/ die Patientin schon 3 Schlaganfälle gehabt hat . Schlafapnoe und massive Athrose hat.
Es wurden keinerlei Termine gemacht von diesem Arzt/ dieser Ärztin um den Patienten/ die Patientin im Auge zu behalten denn der Patient/ die Patientin hat zunehmend keine Ambitionen von alleine einen Arzt aufzusuchen, weil Verdacht auf massive Durchblutungsstörungen im Gehirn, man könnte auch sagen auf Verdacht einer Demenz.
Was ist hier los in diesem Ort, wo man mittlerweile schon von Ortsansässigen Bestätigung bekommen hat, dass die ärztliche Versorgung nicht nachvollziehbar ist. Es kann ja nicht nur an der Politik liegen.
Auch wenn Ärzte nicht mehr den goldenen Löffel verdienen, heisst das aber nicht, dass sie sich nicht um die Patienten kümmern sollen. Erst recht wenn ein Arzt/ eine Ärztin auf die Notaufnahme verweist auf so einem Zustand, wie es meinem Patienten ergeht. Was soll ich denen dann in der Notaufnahme erzählen? Aus was für einem Grund halte ich einen Notaufnahmebetrieb auf der doch eigentlich wie der Name schon sagt für Notfälle sein soll. Man kann nur abraten, hier hin umzuziehen wo die Füchse sich gute Nacht sagen.

Gut gelaufen:

Nichts

Schlecht gelaufen:

Die oberflächliche Art und Weise dieser Ärzte

Verbesserungsvorschläge:

Das komplette Gesundheitssystem

Weitere Infos:

Ja man muss Angst haben krank zu werden

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn ein Angehöriger schwer erkrankt ist und gleichzeitig immer weniger in der Lage ist, selbst für seine Gesundheitsversorgung einzutreten, kann die Situation für alle Beteiligten sehr belastend sein. Besonders dann, wenn das Gefühl entsteht, dass wichtige medizinische Informationen nicht ausreichend berücksichtigt werden, ist das für Angehörige oft schwer auszuhalten.

In Fällen wie diesem – mit einer Vorgeschichte von Schlaganfällen (Durchblutungsstörungen im Gehirn, die zu Hirnschäden führen können), Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf), Anämie (Blutarmut), erhöhten Entzündungswerten sowie einem Verdacht auf kognitive Einschränkungen – ist eine engmaschige ärztliche Begleitung medizinisch besonders bedeutsam. Der Patient selbst hat durch seine gesundheitliche Situation nur noch eingeschränkte Möglichkeiten, aktiv für seine eigene Versorgung einzutreten. In einer solchen Konstellation gibt es für die betroffene Person selbst keinen realistischen Spielraum, eigenständig einzugreifen – das ist wichtig anzuerkennen.

Was Angehörige oder Begleitpersonen tun können

Als Angehörige oder Begleitperson ist es möglich, eine aktive Rolle in der Koordination der Versorgung zu übernehmen. Folgende Schritte können dabei helfen:

  • Arzttermine aktiv begleiten: Es ist möglich, den Patienten zu Terminen zu begleiten und relevante Unterlagen – zum Beispiel Krankenhausberichte oder Empfehlungen früherer Behandelnder – selbst mitzubringen und direkt anzusprechen. Eine konkrete Formulierung kann sein: „Das Krankenhaus hat empfohlen, den Vitamin-B12-Spiegel und die Folsäure zu kontrollieren – können wir das heute veranlassen?“
  • Zweitmeinung einholen: Wenn Empfehlungen aus dem Krankenhaus nicht aufgegriffen werden, ist es möglich, eine andere Praxis aufzusuchen oder gezielt eine ärztliche Zweitmeinung zu erfragen. Ein Wechsel der Hausarztpraxis ist grundsätzlich jederzeit möglich.
  • Fachärztliche Termine selbst organisieren: Überweisungen zu Fachärztinnen und Fachärzten – etwa zur Neurologie (Nervenheilkunde) – können auch durch eine andere Hausarztpraxis ausgestellt werden. Es ist ebenfalls möglich, in bestimmten Fachrichtungen direkt ohne Überweisung einen Termin zu vereinbaren.
  • Kassenärztliche Vereinigung kontaktieren: Wenn die Versorgung vor Ort als unzureichend empfunden wird, ist es möglich, sich an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KV) zu wenden. Die KV ist für die Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung zuständig und kann in manchen Fällen bei der Vermittlung helfen. Die Telefonnummer ist auf den regionalen KV-Webseiten zu finden.

Für die Zukunft: Was sich vorbereiten lässt

  • Eine Vorsorgevollmacht ermöglicht es einer Vertrauensperson, im Bedarfsfall rechtlich verbindlich medizinische Entscheidungen zu treffen oder Auskünfte einzuholen – sie lässt sich beim Notar oder über das Bundesjustizministerium (kostenfrei als Vordruck) erstellen.
  • Eine Notfallkarte oder ein Patientenpass mit den wichtigsten Diagnosen, Medikamenten und Kontaktdaten kann bei jedem Arztbesuch und im Notfall hilfreich sein und dafür sorgen, dass relevante Informationen vorliegen – auch wenn der Patient selbst sie nicht mehr benennen kann.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenfreie, unabhängige Beratung für Patienten und Angehörige – auch zu Fragen rund um Behandlungsansprüche und Versorgungslücken. Erreichbar ist die UPD unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr).
  • Ein strukturiertes Gesundheitstagebuch – mit Symptomen, Terminen, Laborwerten und Empfehlungen aus Krankenhausberichten – kann Angehörigen helfen, den Überblick zu behalten und bei Arztterminen gezielt nachzufragen.

Sie sind nicht allein

Situationen wie diese sind belastend – für den Patienten und ebenso für pflegende und begleitende Angehörige. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) und das Portal mehr-patientensicherheit.de bieten Informationen, Orientierung und die Möglichkeit, Erfahrungen zu teilen, die anderen Menschen in ähnlichen Situationen helfen können.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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