2026-200
kein Ernst nehmen schwerer Medikamentennebenwirkungen
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Nach dem Medikament Aknenomin habe ich schwerste Vergiftungssymptome entwickelt wie auch Halluzinationen, blaue Flecke, schwerste migränische Schübe und sonstiges über WOCHEN. Anstatt dass mein Arzt, obwohl auf dem Beipackzettel steht, „dieses Medikament nicht mehr nehmen“, es akzeptiert hat, hat er gesagt ich solle es doch einfach ein bisschen niedriger dosieren, dann wird das schon.“ (Ich hatte 6 Tage lang 20 mg eingenommen und bereits ab Tag 1 Symptome.) Ich habe aber gemerkt dass es für mich absolut nichts bringt, weil das Risiko zu hoch ist, dass mir was passiert. Da hat er gesagt, tja wenn du das halt nicht machen kannst, kann ich da gar nichts mehr machen, weil du dann austherapiert bist also nimm es einfach und steh da drüber.
Wenn der eigene Körper auf ein Medikament mit starken Beschwerden reagiert, ist das eine belastende und verunsichernde Erfahrung – besonders dann, wenn diese Beschwerden von medizinischem Fachpersonal nicht ernst genommen werden. In solchen Situationen entsteht ein schwieriges Spannungsfeld: Die betroffene Person erlebt deutliche Symptome, die Beipackzettelinformation warnt klar, und dennoch wird der Wunsch, das Medikament abzusetzen, nicht als legitime Entscheidung anerkannt.
Aknenomin (Wirkstoff: Isotretinoin) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament zur Behandlung schwerer Akne. Es ist bekannt dafür, dass es ausgeprägte Nebenwirkungen verursachen kann – darunter Kopfschmerzen, Stimmungsveränderungen und weitere körperliche Symptome. Beipackzettel enthalten Hinweise zu Symptomen, bei deren Auftreten das Medikament nicht weiter eingenommen werden soll. Diese Hinweise sind Teil der offiziellen Sicherheitsinformation des Herstellers.
Für Menschen in einer vergleichbaren Lage gibt es verschiedene Möglichkeiten, die eigene Situation zu stärken und Gehör zu finden.
Wenn Sie sich in einer ähnlichen Situation befinden oder eine solche erlebt haben, können Sie sich jederzeit an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – kostenlos, anonym und ohne Verpflichtung. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, Erfahrungen zu teilen, damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und Sicherheitslücken im System erkannt werden können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Nach Einnahme von Ciprofloxacin gegen Blasenentzündung trat ein schmerzhaft geschwollenes Knie auf. Was Patienten über Antibiotika-Risiken wissen sollten.
Fall lesen →Ein 14-jähriges Kind erhielt Atomoxetin und Fluoxetin kombiniert – mit schweren Folgen. Dieser CIRS-Fall zeigt, warum Wechselwirkungen geprüft werden müssen.
Fall lesen →Ein falsch liegender Venenzugang wurde trotz Hinweis nicht korrigiert – Propofol gelangte ins Gewebe. Ein CIRS-Fall über übersehbare Risiken.
Fall lesen →Nach einer Bandscheibenversteifung und Notoperation entwickelte ein Patient eine Oxycodon-Abhängigkeit. Ein CIRS-Fall über Schmerztherapie-Risiken.
Fall lesen →Patient mit schlechten Leberwerten erhielt im Krankenhaus wiederholt Paracetamol angeboten – obwohl dies kontraindiziert war. Was dieser Fall lehrt.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt, wie ein Propofol-Paravasat zur schmerzhaften Nekrose führte und warum frühes Erkennen so wichtig ist.
Fall lesen →Brennende Schmerzen bei Narkoseeinleitung, stundenlange Übelkeit, stationäre Aufnahme – ein CIRS-Fall zeigt, wie wichtig Kommunikation und Kontinuität sind.
Fall lesen →Propofol lief ins Gewebe statt in die Vene – eine Patientin entwickelte eine schwere Entzündung am Arm. Was dieser CIRS-Fall über Aufklärung lehrt.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt, wie unzureichende Osteoporose-Diagnostik und Cortisontherapie zu schweren Mehrfachfrakturen führen können – und was das verhindert hätte.
Fall lesen →Ein Paravasat mit Doxorubicin führte zu schwerer Nekrose und Brustamputation. Dieser CIRS-Fall zeigt, wie wichtig frühes Handeln bei Chemotherapie-Zwischenfällen ist.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team