2024-1292
Komplikationen durch Kronenpräparation
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Leichte Zahnschmerzen im Bereich eines Zahns mit großer Füllung. (Eine Woche zuvor bei Routine Kontrolluntersuchung noch keine Beschwerden und seitens des ZA auch kein Befund).
ZA entdeckt Riss in der Füllung. Rät zur Krone. Röntgenbild wird angefertigt, kurze, allgemeine Info bzgl. der Kosten und Ablauf. Keine Aufklärung über mögliche Risiken.
1. Termin: Präparation bzw. Abschleifen des Zahns und Aufsetzen des Provisoriums. Starke, pochende Schmerzen unmittelbar nach Nachlassen der Anästhesie. Schmerzen lassen nicht nach, werden tärker, am übernächsten Tag Unwohlsein und Gliederschmerzen. Am darauffolgenden Tag beim ZA angerufen, Anliegen geschildert und Termin für den folgenden Tag erhalten.
2. Termin, 4 Tage nach 1. Termin: Schildere ZA die starken, unerträglichen Schmerzen, sowohl in Ruhe (Pochen), als auch nach Aufbiss in gesamte Gesichtshälfte ausstrahlend. Sieht es sich an, nimmt oberste Kappe des Provisoriums ab und sagt, mehr könne man nicht tun, da müsse ich durch. Das extreme Pochen und der Druck nehmen kaum merklich ab, Dauerschmerz aber weiterhin vorhanden.
3. Termin am übernächsten Tag (7 Tage nach Präparation): Krone ist da, Provisorium wird entfernt, Krone aufgesetzt. Unerträgliche Schmerzen während und nach der Behandlung, die kaum zu beschreiben sind. Pochen direkt am Zahn, Ziehen und Drücken in gesamtem betroffenen Kiefer. ZA entlässt mich mit dem Rat, direkt im Anschluss ein Schmerzmittel zu nehmen.
Schmerzen lassen auch Tage nach Einsetzen der Krone nicht nach, das Pochen im Bereich des betroffenen Zahns sind nach wie vor da. Aufbissschmerzen. Krone fühlt sich zu lang an.
Gehe am 4. Tag nach Kronenerhalt ohne Termin direkt morgens zum ZA, schildere mein Anliegen. ZA ist sich nicht sicher ob es der Zahnnerv ist oder durch die verspannte Kiefermuskulatur zu den Schmerzen kommt und probiert es mit „Heilinjektion“. Termin am übernächsten Tag vereinbart. Heilinjektion zeigt keinerlei Wirkung. Schmerzen lassen nur geringfügig nach und werden einige Stunden nach Injektion wieder stärker.
5. Termin am übernächsten Tag: ZA vermutet, dass Zahnnerv Beschwerden verursacht. Bekomme Injektion. Gehe davon aus, dass es noch einmal Heilinjektion ist. Habe bereits Watte im Mund und kann nichts fragen. Dann fängt ZA an zu bohren. Im Nachhinein erfahre ich, dass der Zahn/Krone eröffnet wurde und dabei Gase entwichen sind. ZA hat ein Medikament eingebracht und den Zahn „locker“ mit einer Füllung verschlossen, sodass Gase direkt entweichen können. Der Druck ist tatsächlich schwächer geworden und das Pochen lässt nach. Im Anschluss erhalte ich einen weiteren Termin am nächsten Tag und werde knapp mit einer Überweisung für eine Wurzelbehandlung an eine andere Praxis verwiesen.
Glücklicherweise erhalte ich dort einen Termin am nächsten Tag. Der zuvor vereinbarte Termin mit bisher behandelndem ZA wird abgesagt.
1. Termin in empfohlener Praxis: Schildere, was in den letzten 2 Wochen passiert ist und was ZA am Vortag vorgenommen hat. Neuer ZA vermutet, dass Nerv bei diesem Eingriff bereits gezogen wurde (obwohl ich sagte, dass nur aufgebohrt, ein Medikament eingebracht und wieder verschlossen wurde) und bohrt daraufhin die Füllung auf. Hierbei entstehen massive Schmerzen. Ich erhalte eine Betäubung. Das weitere Vorgehen ist weitestgehend schmerzfrei.
Es wurde ein Röntgenbild angefertigt auf dem 3 Wurzelkanäle ersichtlich wurden.
Der Nerv wurde entfernt, der Zahn soll bis zum nächsten Termin offen bleiben (ich war zwischenzeitlich im Urlaub, daher konnte keine frühere Behandlung erfolgen und der Zahn war nun 11 Tage offen). Ich erhielt ein Antibiotikum, welches ich im Falle von Entzündungsanzeichen einnehmen sollte (habe es aufgrund des Urlaubs und nach dringendem Anraten des Apothekers direkt eingenommen).
Am nächsten Termin (morgen) sollen dann die Wurzelkanäle gereinigt werden, ein Medikament eingebracht und der Zahn für weitere 2 Wochn offen gelassen werden.
Eine Kronenversorgung ist ein häufiger zahnärztlicher Eingriff – und doch kann der Weg dorthin mit unerwarteten Komplikationen verbunden sein, die körperlich und emotional sehr belastend sind. Wenn anhaltende oder zunehmende Schmerzen nach einer Behandlung auftreten und das Gefühl entsteht, damit nicht ausreichend gehört zu werden, ist das eine schwierige und zermürbende Situation.
Bei der Präparation (dem Abschleifen) eines Zahns für eine Krone kann der Zahnnerv – auch unbeabsichtigt – gereizt oder geschädigt werden. In manchen Fällen entwickelt sich daraus eine Entzündung, die eine Wurzelbehandlung (das Entfernen des Nervs und die Reinigung der Wurzelkanäle) notwendig macht. Wie schnell und eindeutig solche Komplikationen erkannt und kommuniziert werden, kann von Fall zu Fall erheblich variieren.
Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen, um aktiv zur eigenen Versorgung beizutragen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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