2025-330
Gutachten DRV – Diagnostik von ME/CFS
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Eine Begutachtung der DRV zum Post-Covid-Syndrom aus der Fachrichtung Psychiatrie
Es fehlte jegliche Anamnese der Covid-Erkrankungen (mehrere an der Zahl – Verlauf der einzelnen Erkrankungen etc., gar nichts dazu)
PEM wurde nicht untersucht, keine Handkraftmessung, kein Nasa-Lean-Test.
Eine Begutachtung jenseits bestehender Leitlinien und Qualitätssicherung.
Für eine Qualitätssicherung ist es notwendig, dass Ärzte in dem Gebiet, in dem sie begutachten sollen, ausgebildet sind. Dieser Arzt konnte keine Weiterbildung in ME/CFS und Post-Covid-Syndrom nachweisen und stellte eine völlig neue Diagnose aus seinem Fachgebiet.
Durch die falsche psychiatrische Diagnosestellung und das Nicht-für-möglich-Halten der Erkrankungsgeschichte, wurde die Rente zunächst abgelehnt.
Ein Widerspruch war nur unter starker Verschlechterung der Erkrankung mit Hilfe möglich. Durch das lange Verfahren (ca. 2 Jahre) landet der Betroffene fast in der Obdachlosigkeit, da alle Gelder ausgelaufen sind (Krankengeld, Nahtlosigkeit). Der Betroffene muss seit über zwei Jahren in einer durch Wasserschaden stark gesundheitlich beeinträchtigte Wohnung liegen. Für Widersprüche hat er kaum Kraft. Oft fehlt ihm die Kraft, Nahrung zu sich zu nehmen. Ärzte aufzusuchen ist kaum möglich. Soziale Kontakte sind kaum da, weil er irgendwie versucht es zu den Ärzten zu schaffen und danach immer wieder erneut im Crash landet.
Dieser Fall beschreibt eine außerordentlich belastende Situation: Ein schwer erkrankter Mensch mit Post-Covid-Syndrom und dem Verdacht auf ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom – eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die u. a. durch extreme Erschöpfung und eine Verschlechterung nach Belastung gekennzeichnet ist) wurde im Rahmen eines Rentenverfahrens der Deutschen Rentenversicherung (DRV) begutachtet. Das Gutachten berücksichtigte weder die Krankheitsgeschichte noch krankheitsspezifische Untersuchungsverfahren, die in der medizinischen Leitlinie für ME/CFS vorgesehen sind – etwa die Messung der Handkraft oder der sogenannte NASA Lean Test (ein Verfahren zur Messung der Kreislaufregulation im Stehen). Die daraus resultierende Ablehnung der Rentenleistung und das langwierige Widerspruchsverfahren haben die gesundheitliche und soziale Lage des Betroffenen erheblich verschlechtert.
Für Menschen mit schwerer ME/CFS oder Post-Covid-Erkrankung bestehen in solchen Verfahren kaum realistische Möglichkeiten, selbst einzugreifen – körperliche Erschöpfung, kognitive Einschränkungen und die Gefahr einer Verschlechterung durch jede Aktivität (sogenanntes Post Exertional Malaise, kurz PEM) machen eigenständiges Handeln oft unmöglich. Das ist ausdrücklich anzuerkennen.
Wenn Sie oder ein Angehöriger in einer ähnlichen Situation sind, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenlos, auch auf Arabisch und Türkisch) vertrauliche Beratung zu medizinischen und rechtlichen Fragen. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie Erfahrungen wie diese anonym melden und damit dazu beitragen, dass solche Versorgungslücken sichtbar werden und sich langfristig etwas verändert.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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