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2024-1332

Falsche Diagnose, später fragwürdige Medikamente

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Fallbeschreibung:

Meine Angehörige hatte plötzlich gehäuft blaue Flecken, meist ohne ersichtlichen Grund. Ihre Hausärztin verwies darauf sich auch ab und an zu stoßen und es nicht mehr zu wissen. Daraufhin geschah fast ein halbes Jahr nichts. Trotz mehrmaliger Nachfrage und Konsultation der Ärztin. Schließlich war selbige im Urlaub und meine Angehörige kam zum Glück zu ihrer Vertretung. Diese veranlasste ein Blutbild und übermittelte nach den Ergebnissen sofort in die Notaufnahme. Nach mehreren Tests, Knochenmarkspunktierungen und der Gleichen wurde festgestellt, dass eine Autoimmunkrankheit vorliege bei der der eigene Körper das Blut angreift. Also Resultat hieß es gebe es keine Trombozyten mehr. Der Klinikaufenthalt dauerte weit über 15 Wochen, in zwei Krankenhäusern. Am Ende riet die behandelnde Ärztin sogar zur Palliativstation mit den motivierenden Worten: Das Jahr schaffen sie nicht mehr. Weiterhin würden starke Medikamente verschrieben, die laut Nebenwirkungen eine geringere Trombozyten Zahl aufweisen können. Also das Gegenteil einer Besserung bewirken können. Auch ein Notarzt meinte zwischenzeitlich, die Medikamente könne er sich nicht erklären. Allen negativ Nachrichten zum trotz lebt meine Angehörige noch. Immer wieder muss sie sich aber anhören, dass sie bald nicht mehr da sei. Die Behandlung der Ärztin ist in keinem Fall angemessen und erst Recht nicht menschlich. Das schlimmste ist, verschiedene Fachärzte meinen, mit einer Knochenmarksspende hätte eine Heilung erfolgen können, dafür sei es nun aber zu spät. Meine Angehörige ist zu schwach. Aktuell muss sie einmal in der Woche Blut und Trombozyten im MVZ bekommen. Da hin und wieder andere Krankheiten das einnehmen von Antibiotika erfordern, ist in diesem Zeitraum häufiger Blut zu verabreichen. Die behandelnde Ärztin sieht dies aber sehr oberflächlich und meinte erst heute. Es bringe nichts mehr und sie beendet die Behandlung. Unterlassene Hilfeleistung wie ich meine. Auf Drängen von uns wurde meine Angehörige von der Palliativstation (mit der Meinung sie komme nicht mehr nach Hause) wieder auf die normale Station verlegt und bekommt Blut/Trombozyten. Es ging ihr daraufhin besser. Was das alles Seelisch bedeutet mag man sich nicht vorstellen. Von der Ärztin hieß es: Ein Missverständnis. Alles in allem: Falsche/ausbleibende Diagnose der Hausärztin. Fehlende Informationen und Behandlungspläne der Ärztin im Krankenhaus. Fragwürdige Medikamente durch die Ärztin im Krankenhaus. Unterlassene Hilfe der Ärztin wegen oberflächlicher Betrachtung des aktuellen Zustandes. Fehlen jeglichen Mitgefühls und von Menschlichkeit im Umgang mit Patientin und Angehörigen.

Gut gelaufen:

Die Schwestern und Pfleger kümmern sich in der Regel gut.

Schlecht gelaufen:

Der Umgang von behandelnder Oberärztin/Ärztin mit Patientin und Angehörigen. Die Verpflegung/Qualität des Essens im Krankenhaus (führt zu Depression und Appetitlosigkeit). Die Absprache zwischen verschiedenen Ärzten und Einrichtungen.

Verbesserungsvorschläge:

Die Besetzung der Oberarztstelle. Die Versorgung in ländlichen Regionen. Die Qualität der Nahrungsmittel und Zubereitung im Krankenhaus. Der Umgang miteinander.

Weitere Infos:

Wahrscheinlich wird meine Angehörige nicht mehr gesund. Aber die betroffenen Ärzte sollten nicht weiter andere Menschen in Gefahr bringen bzw. beraten.

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 80+ Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis, Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), anderer Bereich, Krankenhaus, Normalstation
Geschlecht: weiblich

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