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2024-1032

Von Hausarzt abgewiesen trotz starker Schmerzen

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Fallbeschreibung:

Bauchschmerzen ignoriert: Gallensteinkrise nach Hausarztabweisung

Mit starken Bauch, Brust und Rückenschmerzen seit ein paar Tagen bat ich um Hilfe bei meinem Hausarzt um meine Beschwerden abzuklären. Ich stellte ihn meine Beschwerden vor, auch erzählte ich ihn das ich deswegen schon mehrmals in der letzten Zeit den Notarzt rufen musste mit Verdacht auf Herzinfarkt.

Er schickte mich nach Hause, veranlaßte keine Untersuchung, meine nur, er würde sich strafbar machen, wenn er mir Medikamente geben würde. Auch eine Überweisung ins Krankenhaus wäre nicht angebracht.

Ich sollte mich ausruhen, und ich könnte wieder kommen wenn ich noch Beschwerden hätte. Später folgte erneut ein RTW Einsatz akut ins KH wegen starken Beschwerden und akuten Gallensteine.

Gut gelaufen:

Gelernt habe ich daraus, nicht bei starken Schmerzen zum Hausarzt zu gehen, sondern gleich ins Krankenhaus. Es spart Zeit, Geld und Nerven.

Schlecht gelaufen:

Keine Lust vom Hausarzt, als Vertreter für meine Hausärztin tätig zu werden.

Verbesserungsvorschläge:

Mehr Kommunikation unter den Ärzten in einer Praxis. Jeder sollte im Bilde sein über seine Patienten in einer Gemeinschaftspraxis.

Weitere Infos:

Am Vormittag ins Krankenhaus zu gehen erfordert viel Durchsetzungsvermögen und Erklärungen, warum man hier ist, obwohl der Hausarzt ja offen hat.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Starke Schmerzen, die immer wieder auftreten und bereits mehrfach einen Notarzteinsatz erfordert haben, sind für Betroffene eine große körperliche und emotionale Belastung. Wenn man in einer solchen Situation das Gefühl hat, in der Arztpraxis nicht ernst genommen zu werden und ohne klare Abklärung nach Hause geschickt zu werden, kann das zutiefst verunsichernd sein.

In Gemeinschaftspraxen – also Praxen, in denen mehrere Ärztinnen und Ärzte gemeinsam tätig sind – kann es vorkommen, dass eine Vertretungskraft die Krankengeschichte einer Patientin oder eines Patienten nicht vollständig kennt. Das kann dazu beitragen, dass die Dringlichkeit bestimmter Beschwerden im Gespräch nicht ausreichend erkannt wird.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer wiederkehrende oder starke Beschwerden hat, kann sich auf verschiedene Weisen Gehör verschaffen – sowohl in der Praxis als auch auf anderen Wegen.

  • Bei starken oder wiederkehrenden Schmerzen ist es möglich, die Notaufnahme eines Krankenhauses direkt aufzusuchen – auch wenn der Hausarzt geöffnet hat. Die Notaufnahme steht grundsätzlich allen offen, die sich in einer akuten oder unklaren Situation befinden. Eine vorherige Überweisung ist dafür nicht erforderlich.
  • Es kann hilfreich sein, die eigene Krankengeschichte kurz schriftlich zusammenzufassen – zum Beispiel auf einem Zettel mit den wichtigsten Informationen: welche Beschwerden auftreten, seit wann, und ob es bereits frühere Notarzteinsätze gab. So lässt sich sicherstellen, dass auch eine unbekannte Ärztin oder ein unbekannter Arzt schnell einen Überblick bekommt.
  • Wenn man das Gefühl hat, nicht ausreichend untersucht worden zu sein, ist es möglich, direkt nachzufragen – zum Beispiel: „Welche Untersuchungen kommen angesichts meiner Beschwerden in Frage, und warum wird darauf verzichtet?“ Eine solche Frage ist berechtigt und kann zu mehr Klarheit im Gespräch beitragen.
  • Bei anhaltenden Unsicherheiten ist es möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – zum Beispiel bei einer anderen Praxis oder in einer Ambulanz.

Worauf Sie achten können

  • Starke Schmerzen in Brust, Bauch oder Rücken – vor allem in Kombination mit früheren Notarzteinsätzen – können ein Hinweis auf eine abklärungsbedürftige Erkrankung sein. Bei solchen Beschwerden ist es möglich, direkt die Notaufnahme aufzusuchen.
  • In einer Gemeinschaftspraxis ist es möglich, darum zu bitten, dass die Vertretungsärztin oder der Vertretungsarzt Zugang zur eigenen Akte erhält oder dass die Krankengeschichte kurz geschildert wird, bevor das Gespräch beginnt.
  • Wenn eine ärztliche Reaktion unklar oder unvollständig erscheint, ist es möglich, nach einer schriftlichen Begründung zu fragen oder einen neuen Termin bei der gewohnten Ärztin oder dem gewohnten Arzt zu vereinbaren.
  • Eigene Beobachtungen und Erfahrungen – wie die Erkenntnis, bei starken Beschwerden direkt die Notaufnahme aufzusuchen – können wertvoll sein und anderen helfen. Solche Erlebnisse lassen sich auf mehr-patientensicherheit.de anonym teilen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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