2026-084
Angeordnete Medikamente nicht erhalten
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Ich habe nach einer Knie-Tep-OP im Krankenhaus stationär gelegen und hatte große Schmerzen. Die angeordneten Schmerzmedikamente führten zu Kreislaufstörungen mit Bewusstlosigkeiten. Trotzdem ich jede Visite (die gefühlt 90 Sekunden dauerte) das für mich wichtige
Thema angesprochen hatte, wurde nichts geändert. Ich konnte die Tabletten nicht mehr nehmen. Gleichzeitig hatte ich einen niedrigen HB-Wert auf Grund eines hohen Blutverlustes während der OP.
Der Arzt wollte Eisentabletten anordnen, diese habe ich nie erhalten. Ein großes Hämatom vom Oberschenkel bis zum Fussgelenk sollte mit Heparinsalbe behandelt werden. Nach mehrmaligen Rückfragen bei den Pflegekräften erfuhr ich, dass auf der Station diese Salbe nicht vorhanden war. Also habe ich diese nicht erhalten. Zur Erklärung: da mein Aufenthalt während der Ferien stattfand, wurde die chirurgische Station geschlossen wg. angeblichem Personalmangels.
Man lag dann auf der Station für Schmerztherapie, das Personal erklärte sofort, dass sie keine Erfahrung mit chirurgischen Patienten haben. Zusammenfassend hatte ich unerträgliche Schmerzen, war unglaublich geschwächt durch den Eisenmangel und musste meine Familie bitten, mir Salbe von zu Hause mitzubringen. Erschwerend war auch noch, dass ich den Aufenthalt mit einer dementen Pat. verbracht habe, die sehr unruhig war und nur redete, leider den ganzen Tag und die Nacht. Ich war körperlich und seelisch vollkommen am Boden und habe nach der Entlassung zu Hause vor Erschöpfung viel geweint. Ein Horroraufenthalt, nie mehr in dieses Krankenhaus.
Ein stationärer Aufenthalt nach einer großen Gelenkoperation ist körperlich und seelisch belastend – gerade dann, wenn Schmerzen stark sind und gleichzeitig das Gefühl entsteht, mit den eigenen Anliegen nicht gehört zu werden. Situationen wie diese, in denen angeordnete Medikamente nicht ankommen, Beschwerden in kurzen Visiten nicht aufgegriffen werden und das betreuende Personal nach eigener Aussage wenig Erfahrung mit der spezifischen Erkrankung hat, können für Betroffene eine erhebliche Belastung darstellen – körperlich wie emotional.
Eine Knie-TEP (Totalendoprothese, also der operative Ersatz des Kniegelenks durch eine Prothese) geht häufig mit relevantem Blutverlust, starken Schmerzen und eingeschränkter Mobilität einher. Wenn in dieser Phase zusätzlich angeordnete Behandlungen – etwa Eisenpräparate oder Salben – nicht verfügbar sind, fehlen wichtige Bausteine der Genesung. Solche Versorgungslücken entstehen nicht zwangsläufig durch Gleichgültigkeit, können aber durch strukturelle Engpässe – etwa bei personellen Engpässen in Ferienzeiten und Stationsverlegungen – begünstigt werden.
Wer möchte, kann auch als Patient:in aktiv dazu beitragen, dass angeordnete Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden – auch wenn das in einer geschwächten Situation zusätzliche Kraft kostet.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
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