2024-1360
Medikamentenversorgung / Terminschwierigkeiten
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
1.
Kein (bisher eingenommenes) Osteoporose-Medikament erhältlich / Lieferschwierigkeiten. Das Ersatz-Medikament war leider von mir nicht verträglich.
2.
Nach Oberarm-Bruch keinen Termin für Physio bekommen / Personalmangel! Als endlich Termine ergattert wurden, waren diese nur 10 Minuten lang (bei immer unterschiedlichen Therapeuten). Bericht gelesen, guten Tag gesagt, Termin war vorbei!
Gleich zwei belastende Situationen gleichzeitig zu erleben – eine Versorgungslücke bei einem wichtigen Medikament und langwierige Schwierigkeiten bei der Rehabilitation nach einem Knochenbruch – kann sehr zermürbend sein. Solche Erfahrungen zeigen, wie sehr Versorgungsengpässe und strukturelle Probleme den Alltag von Patient:innen beeinflussen können.
Lieferengpässe bei Medikamenten sind ein bekanntes, systemisches Problem. Wenn ein gewohntes Präparat – etwa ein Medikament gegen Osteoporose (einer Erkrankung, bei der die Knochendichte abnimmt und das Bruchrisiko steigt) – plötzlich nicht verfügbar ist, kann die Suche nach einer verträglichen Alternative viel Zeit und Kraft kosten. Gleichzeitig ist es nach einer Operation am Oberarm wichtig, zügig und kontinuierlich mit einer geeigneten Physiotherapie zu beginnen – kurze Termine mit wechselnden Therapeut:innen ohne aufeinander aufbauende Behandlung können diesen Prozess deutlich erschweren.
Wer mit ähnlichen Hürden konfrontiert ist, kann verschiedene Wege nutzen, um die eigene Versorgung aktiv mitzugestalten.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose, unabhängige Beratung bei Fragen rund um Medikamente, Rehabilitation und den Umgang mit Versorgungsproblemen – erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, Mo–Fr 8–22 Uhr, Sa 8–18 Uhr). Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie eigene Erfahrungen anonym melden und damit dazu beitragen, dass ähnliche Situationen künftig besser erkannt werden.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Nach einer Knie-OP blieben Schmerzmedikamente, Eisentabletten und Heparinsalbe aus. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken im Krankenhaus.
Fall lesen →Ein Online-Portal ermöglichte die Bestellung von medizinischem Cannabis ohne Rezept und Prüfung. Wie diese Sicherheitslücke entstand und was sie bedeutet.
Fall lesen →Ein transplantierter Patient erhielt zwei Wochen lang lebenswichtige Medikamente nicht vollständig. Ein CIRS-Fall über Arzneimittelversorgung im Krankenhaus.
Fall lesen →CIRS-Fall: Quetiapin-Retardtablette wurde aus Medikamentenmangel geteilt – mit Verlust der Depotwirkung. Was das bedeutet und wie solche Fehler vermieden werden.
Fall lesen →Ein COPD-Patient berichtet: Sultanol ist seit Monaten nicht lieferbar. Ersatzmittel werden nicht vertragen. Was bedeutet das für die Sicherheit?
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Fehlende Nachbestellung von Medikamenten führte zur verzögerten Gabe. Was daraus gelernt werden kann.
Fall lesen →Ein Patient sollte vor einer Knie-OP seine gewohnten Schmerzmittel nicht behalten dürfen. Was das bedeutet und was Betroffene wissen sollten.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team