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2025-217

Hälfte der lebenswichtigen Medikamente als transplantierter Patient nicht erhalten

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Fallbeschreibung:

Medikamentenmangel bei Transplantation im Krankenhaus

Krankenhaus, ich war zwei Wochen in dem Krankenhaus und beide Wochen müsste ich meine Medikamente nehmen und das Krankenhaus war nicht in der Lage mir die notwendigen Medikamente zu Verfügung zu stellen. Diese Medikamente sind für mich lebenswichtig da ich transplantiert bin. Bei der Nachfrage nach der Paracetamol Infusion habe ich als Antwort, wir müssen sparen und mir würden Tabletten angeboten, dabei die wissen das Infusionen bei schmerzen schneller wirkt. Mir wurden laut einem Arzt falsche Schmerzmittel verabreicht.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Das ich im Krankenhaus nur Dank meinen eigenen Tabletten überlebt habe. Auch wenn alle notwendigen Medikamente in meine Krankenakte vermerkt sind.

Verbesserungsvorschläge:

Die Ärzte sollten aufmerksamer die Krankenakte lesen.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Dieser Bericht beschreibt eine ernste und belastende Situation: Eine transplantierte Patientin erhielt während eines zweiwöchigen Krankenhausaufenthalts einen Teil ihrer lebenswichtigen Medikamente nicht – obwohl diese in ihrer Krankenakte dokumentiert waren. Für Menschen nach einer Organtransplantation sind bestimmte Medikamente, sogenannte Immunsuppressiva (Mittel, die das Immunsystem gezielt dämpfen, damit das neue Organ nicht abgestoßen wird), unverzichtbar. Ein Ausbleiben dieser Behandlung kann schwerwiegende Folgen haben.

In dieser Situation hatte die Patientin offenbar keinen vollständigen Einfluss darauf, welche Medikamente ihr durch das Krankenhaus verabreicht wurden. Gleichzeitig zeigte der Fall, dass eigenes Mitbringen von Medikamenten in einer solchen Lage eine entscheidende Rolle gespielt hat – ein Umstand, der nachdenklich stimmt und zeigt, wie wichtig es sein kann, auf eine solche Situation vorbereitet zu sein.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer mit einer Vorerkrankung wie einer Organtransplantation einen Krankenhausaufenthalt plant oder erwartet, kann sich auf verschiedene Weisen absichern.

  • Einen aktuellen Medikamentenplan mitbringen: Eine vollständige, aktuelle Liste aller einzunehmenden Medikamente – einschließlich Dosierungen und Einnahmezeitpunkten – kann beim Aufnahmegespräch übergeben werden. Es ist möglich, dabei ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass bestimmte Medikamente aus medizinischen Gründen nicht unterbrochen werden dürfen: „Diese Medikamente sind aufgrund meiner Transplantation unverzichtbar – ich bitte darum, sicherzustellen, dass sie täglich verfügbar sind.“
  • Eigene Medikamente in Absprache mitführen: In vielen Krankenhäusern ist es möglich, selbst mitgebrachte Medikamente in Absprache mit dem ärztlichen oder pflegerischen Personal weiterzunehmen. Es empfiehlt sich, dies frühzeitig zu klären – idealerweise bereits bei der Aufnahme.
  • Transplantationsausweis oder Notfallkarte vorzeigen: Ein Transplantationsausweis oder eine spezielle Notfallkarte kann bei der Aufnahme und bei jedem Arztkontakt vorgelegt werden. Solche Dokumente machen den besonderen Versorgungsbedarf auf einen Blick sichtbar.
  • Das Gespräch aktiv suchen, wenn etwas fehlt: Wenn ein gewohntes Medikament nicht verabreicht wird, ist es möglich, direkt nachzufragen und auf die Notwendigkeit hinzuweisen – etwa bei der zuständigen Ärztin oder dem Stationsarzt. Eine Angehörige oder ein Angehöriger kann dabei unterstützen, wenn das selbst schwerfällt.

Worauf Sie achten können

  • Liegt beim Krankenhausaufenthalt ein vollständiger, schriftlicher Medikamentenplan vor – am besten in zweifacher Ausfertigung?
  • Ist das Pflegepersonal und die zuständige Ärztin oder der zuständige Arzt über die Transplantation und die damit verbundenen Medikamentenpflichten informiert?
  • Werden alle gewohnten Medikamente tatsächlich täglich verabreicht – und ist das überprüfbar, zum Beispiel durch Nachfragen oder eine Vergleichsliste?
  • Gibt es eine Vertrauensperson – etwa eine Angehörige oder einen Angehörigen – die im Zweifel das Gespräch mit dem medizinischen Team aufnehmen und unterstützen kann?

Sie sind nicht allein

Wenn Sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder unsicher sind, wie Sie Ihre Rechte im Krankenhaus wahrnehmen können, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und neutrale Beratung an. Ihre Erfahrungen können Sie auch auf mehr-patientensicherheit.de anonym melden – damit andere von Ihrem Erlebnis lernen können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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