2024-249
Lungenentzündung und Nierenversagen verspätet erkannt – Vater verstirbt
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Mein Vater (Anfang 80 J.) war zuhause gestürzt. Mit dem Krankenwagen wurde er in eine Klinik gebracht. Von dort wurde er mehrere Stunden später wieder mit dem Krankenwagen nach Hause gebracht. Diagnose: Alles in Ordnung. Aber er konnte nicht mehr alleine laufen.
Die Sanitäter riefen in der Notaufnahme an und schilderten das. Der behandelnde Arzt sagte, dass das nicht sein könne. Die Sanitäter rieten mir, am nächsten Tag noch mal den Krankenwagen zu rufen, wenn es ihm nicht besser ging. Das habe ich getan und ihn in ein anderes Krankenhaus bringen lassen. Diagnose: Lungenentzündung und Nierenversagen. Er wurde ein paar Tage später von der Intensivstation auf die gerontologische Abteilung verlegt, wo er dann verstarb.
Diese Klinik hat nichts falsch gemacht und die Ärzte haben mir zugehört! Nur am Tag vor seinem Tod hat mich die Krankenschwester zurechtgewiesen, weil sie der Meinung war, dass ich mir den (ihrer Meinung nach respektlosen) Ton meines Vaters „nicht gefallen lassen“ sollte. – Vor diesem Vorfall hatte ich monatelang versucht, den Hausarzt meines Vaters dazu zu bewegen, einen Hausbesuch zu machen, weil der Husten meines Vaters einfach nicht weggehen wollte. Ich wurde immer wieder vertröstet.
Der Verlust eines Elternteils ist ein tiefer Einschnitt – besonders dann, wenn man als pflegender Angehöriger über Monate hinweg für ihn eingetreten ist und dabei immer wieder auf Hindernisse gestoßen ist. Situationen wie diese zeigen, wie viel Aufmerksamkeit, Ausdauer und Beobachtungsgabe Angehörige täglich aufbringen.
In diesem Fall gab es mehrere Stationen: eine Hausarztpraxis, die trotz wiederholter Anfragen keinen Hausbesuch durchführte, eine erste Notaufnahme, in der eine Lungenentzündung und ein Nierenversagen zunächst nicht erkannt wurden, und schließlich eine zweite Klinik, die die Erkrankungen diagnostizierte und den Patienten ernst nahm. Solche Verläufe – mit Verzögerungen an verschiedenen Stellen – kommen vor und können für Betroffene und ihre Familien außerordentlich belastend sein.
Wenn Angehörige das Gefühl haben, dass Beschwerden nicht ausreichend ernst genommen werden, gibt es einige Möglichkeiten, die sich in solchen Situationen als hilfreich erwiesen haben.
Erfahrungen wie diese – mit all ihrer Erschöpfung, Trauer und dem Wunsch, dass es anders hätte laufen können – verdienen Gehör. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und neutrale Beratung für Patientinnen, Patienten und Angehörige an – auch wenn es darum geht, Erlebnisse einzuordnen oder nächste Schritte zu überlegen.
Auf mehr-patientensicherheit.de ist es möglich, eigene Erfahrungen anonym zu berichten – denn solche Berichte helfen dabei, das Versorgungssystem besser zu verstehen und Verbesserungen anzustoßen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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