2024-270
Zu hohe Chemotherapie, Pathologiefehler, Enddarmkarzinom
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Diagnose meines Mannes: enddarmkarzinom nahe Schließmuskel.
Mein Mann verstarb, nachdem ihm zum einen eine „harte Chemotherapie“ in der Hoffnung, dass das Karzinom nahe am Schließmuskel sich zurückbildet, in einem Gespräch mit einem Professor / einer Professorin empfohlen, nachdem er ja mega gesunde Organe und Blutwerte hatte. Es wurde keine engmaschige Kontrolle angeordnet. Daraufhin kam es nach kurzer Zeit zum ersten Nierenversagen, mein Mann wurde 6 Wochen im Klinikum durchflutet, nahm 16 Kilogramm zu und musste das laufen wieder lernen. Dann konnte er dann endlich operiert werden, nach 6-stündiger OP kam der Chefarzt / die Chefärztin zu meinem Mann und gratulierte ihm, das Karzinom ist vollständig entfernt und er sei geheilt. Weit gefehlt, die Pathologie hatte ihre Untersuchung nicht richtig durchgeführt und der Krebs fing an zu wandern. Mehrere OP‘s später, bangen und hoffen – mein Mann hat diesen Kampf aufgrund
falscher Empfehlung eines Professors / einer Professorin und Komplettversagen der Pathologie verloren. Mein Mann war zur falschen Zeit am falschen Ort.
Den Verlust eines geliebten Menschen nach einer schweren Erkrankung zu tragen, ist eine der schwersten Erfahrungen, die es gibt – umso mehr, wenn der Weg dorthin von Rückschlägen und Enttäuschungen geprägt war. Fälle wie dieser zeigen, dass selbst bei engagierten Behandlungsteams schwerwiegende Fehler entstehen können: durch Entscheidungen zur Therapieintensität, durch ausbleibende Kontrolluntersuchungen oder durch fehlerhafte Befunde in der Pathologie (der fachärztlichen Untersuchung von Gewebeproben).
In einer Situation wie dieser gab es für den Betroffenen und seine Angehörigen keinen realistischen Spielraum, die medizinischen Abläufe entscheidend zu beeinflussen – das ist wichtig anzuerkennen. Die Verantwortung für Behandlungsplanung, Überwachung und Befundung lag vollständig beim medizinischen Personal.
Wer einen nahestehenden Menschen durch eine schwere Erkrankung begleitet, kann – wenn es die Umstände erlauben – an einzelnen Stellen aktiv mitwirken.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger das Gefühl haben, dass im Behandlungsverlauf Fehler gemacht wurden, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – sie berät kostenlos und unabhängig zu rechtlichen und medizinischen Fragen. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, Ihre Erfahrungen anonym zu teilen – damit andere davon lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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