Beim Vereinbaren der Termine, fällt ein Rauchgeruch in der gesamten Praxis auf.
Anmeldung zum ersten Termin bei der Sprechstundenhilfe. Der Therapeut kommt dazu und spricht die nächsten Schritte ab, dann sagt er „und danach kommt Frau X dran.“ Die Sprechstundenhilfe sagt „Sie heißt Frau Xs.“ Therapeut.: „Das ist mir doch scheißegal.“ Ab da spricht er mich immer mit „Frau X-s“ oder mit „Schatzi“ an.
Während ich im Wartebereich sitze, höre ich, wie er mit einer anderen Person und seiner Sprechstundenhilfe redet (alle Türen sind permanent offen und alle hören alles). Therapeut. „was bist du denn für eine Nullnummer?“ Er redet permanent sehr laut und sehr abwertend. Was genau er macht und ob er in einer Behandlung ist, ist nicht klar.
Ich komme dran. Ich lege mich nach Anweisung auf die Liege, der Therapeut schaut an mir herunter und murmelt. Zwischendurch ruft er immer wieder sehr laut und abwertend nach seiner Sprechstundenhilfe und sagt danach zu mir „die haut mich heute noch. Bestimmt haut die mich heute noch.“
Nach einigen Minuten fragt er mich, ob ich denn mal etwas erzählen möchte. Ich bin unsicher, auf er hinaus möchte und erzähle, wieso ich in seiner Praxis bin. Ich habe seit Wochen heftige Kopfschmerzen im Hinterkopf und Verspannungen in Schulter und Nacken, auf der Heilmittelverordnung steht, dass meine Halswirbel behandelt werden sollen. Der Therapeut meint daraufhin, dass das nicht sein kann, das Problem wäre unten. Dabei scheint er meine Hüfte zu meinen. Dann pöbelt er, ob ich denn noch nie bei einem Kollegen auf der Liege gelegen hätte. Ich berichte, dass es schon eine Weile her sei und ich aktuell nur regelmäßig Yoga mache. Er wird laut und sagt „das ist mir doch egal. Du kannst dich auch dreimal im Kreis drehen und auf einem Bein stehen. Interessiert mich nicht.“
Vorher oder nachher (ich bin mir nicht mehr sicher) sagt er, dass er alle mit „Schatzi“ ansprechen würde. Mich also auch. Ich müsse mich aber gar nicht erst darüber beschweren, da er geschlechtsunabhängig alle seine Patient:innen so ansprechen würde.
Als sich der Therapeut über mich beugt, merke ich, dass er stark nach Alkohol riecht. Er hat ein Kaugummi im Mund, das den Geruch jedoch nicht überdeckt.
Er sagt, dass er erst meine Hüfte behandeln wird und nicht, wie es im Rezept steht, die Halswirbel. Dann sagt er, ich solle nichts mit meinem Armen machen, ich solle die Arme locker lassen.
Als ich meine Arme vom Bauch neben mich auf die Liege lege, pöbelt er, dass ich einfach nichts machen soll. Es sei ihm egal, wo meine Arme seien, sie würden schon nicht herunterfallen. Dann renkt er ungefragt und ohne Ankündigung meine Halswirbel ein. Zwischendurch schreit er weiter nach seiner Sprechstundenhilfe, gefolgt von „Die haut mich heute noch.“
Ich soll mich auf einen Hocker setzen. Seine Sprechstundenhilfe kommt dazu und hält meine Beine fest. Der Therapeut renkt, wieder ohne Ankündigung, meine Brustwirbel und meine Lendenwirbel ein. Er sagt, dass alle Halswirbel und ein Teil der Brust- und Lendenwirbel verschoben waren.
Dann gibt er seine Sprechstundenhilfe die Anweisung, mir eine Eispackung zu machen und „ein Hängerchen“.
Da es inzwischen 17:50 ist, der Termin um 17:10 starten sollte und mit 20 Minuten angekündigt war, frage ich, ob das im nächsten Termin gemacht wird. Der Therapeut pöbelt mich an, dass das jetzt gemacht wird. Ich beziehe mich auf die angekündigten 20 Minuten, dann gibt er der Sprechstundenhilfe den Auftrag, die Eispackung 5, statt 10 Minuten zu machen und das „Hängen“ von 20 auf 10 Minuten zu verkürzen.
Ich gehe mit der Sprechstundenhilfe in eine andere Kabine, dort legt sie mir ein Eispack auf den unteren Rücken. Nach 5 Minuten nimmt sie diesen herunter und sagt, dass da eine Entzündung in meinem Rücken sei. Auf meine Frage, woran sie das erkennt, antwortet sie, dass die Haut an der Stelle hell bleibe, während die Haut unter Eis sonst rot würde. (meine Recherche im Anschluss ergab keine Ergebnisse, dass das stimmt). Anschließend wurden meine Beine in ein Gestell geschnallt und so hoch gezogen, bis meine Hüfte in der Luft hing.
Da alles (auch meine Behandlung) bei offenen Türen stattgefunden hat, hörte ich während dieser Zeit, wie der Therapeut eine weitere Frau behandelte. Er sprach sie mit „Hallo Frau XXX“ (hier dachte er sich eine Reihung von Buchstaben aus) an. Sie sagte, dass sie Y heiße (arabischer Name, an den ich mich nicht mehr erinnere), darauf sagt er „das ist mir egal. Sie heißen nicht Müller, Meyer oder Schmitt, also kein deutscher Name, also ist mir das egal.“ Dann gehen sie zusammen in die Kabine, in der ich vorher behandelt wurde und ich höre, alles, was sie besprechen. Dann höre ich, wie der Therapeut sagt, dass sie jetzt nichts machen solle, dann renkt er sie ohne Ankündigung und Einverständnis ein. Die Frau ist hörbar überrascht und hat scheinbar Schmerzen. Es ist ein Mix aus Weinen und krampfigen Lachen zu hören. Sie entschuldigt sich mehrfach. Der Therapeut fragt sie Belangloses zu ihrer Herkunft, während sie antwortet, renkt er sie wieder ein. Ihre Reaktion ist die gleiche, wie vorher. Er sagt, dass er sie mit dem Gespräch ablenken wollte. Der Therapeut sagt, dass die Frau eine Entzündung im Rücken habe. Dann verordnet er über die Sprechstundenhilfe ebenfalls eine Eispackung und „ein Hängerchen“.
Die Frau fragt, ob sie sich anziehen kann, um die Kabine zu wechseln. Der Therapeut sagt, dass sie so gehen kann, es seien gerade keine Männer da. Die Frau zögert, geht dann aber im BH in die benachbarte Kabine, dass sie an meiner offenen Kabine vorbei muss und ich sie sehen kann, wusste sie nicht. Der Therapeut sagt, dass das nichts anderes sei, als im Bikini im Schwimmbad unterwegs zu sein. Die Frau sagt, dass sie auch das nicht mache. Darauf er „na dann kann ich dir auch nicht helfen.“
Der Therapeut kommt zu mir, stellt sich neben meine Füße und schubst meine Hüfte an, die frei in der Luft hängt, dann fragt er „bin ich ein gemeiner Mensch?“ Ich zögere und versuche abzuwägen, was ich antworten kann, während ich festgeschnallt bin und mich nicht alleine bewegen kann. Also antworte ich, dass ich ihn nicht kenne, also nicht darauf antworten kann. Dann kitzelt er mich an den Füßen und sagt, dass er gemein sei. Ich reagiere nicht. Er ist sichtlich enttäuscht über meine fehlende Reaktion und sagt beim Rausgehen, dass ich eine langweilige Tulpe sei.
Während meine Behandlung beendet wurde und ich mich noch kurz mit der Sprechstundenhilfe absprach, fand am Empfang ein Gespräch zwischen dem Therapeuten und einer Frau statt. Sie wurde von ihrem erwachsenen Sohn begleitet. Der Therapeut fragt, warum sie da sei. Die Frau antwortet, dass sich ihr Bein komisch anfühle. Der Therapeut pöbelt sie an, dass er mit einer solchen Aussage nichts anfangen könne. Sie berichtet über Schmerzen und, dass ihr Sohn sie ins Bett bringen müsse. Der Therapeut fragt, in welche Position sie schlafe, sie antwortet, auf dem Rücken. Er schreit sie an, dass sie das gefälligst lassen solle. Sie müsse auf der Seite schlafen, dann wäre ihr Bein auch nicht komisch. Die Frau ist hörbar verunsichert und berichtet, dass sie nicht auf der Seite liegen könne, wegen des Beines und sie eh kaum schlafe. Der Therapeut pöbelt weiter, dass das nicht sein könne, alle würden schlafen, die Frau auch, wenn sie nicht liegen könne, solle sie halt im Sitzen schlafen. Die Frau sagt, dass sie das auch manchmal mache. Der Therapeut sagt, wenn sie auf dem Rücken liege könne, könne sie auch auf der Seite liegen und sie solle gefälligst aufhören, ihren Sohn damit zu belästigen, dass er sie ins Bett bringen müssen.
Am Folgetag habe ich in der Praxis angerufen und gesagt, dass ich die folgenden 5 Termine nicht wahrnehmen möchte und ich mein Geld abholen möchte, da ich bereits den gesamten Eigenanteil für alle 6 Termine gezahlt hatte. Die Sprechstundenhilfe sagt, dass sie das kurz mit dem Chef besprechen müsse. Als sie wieder ans Telefon kommt, fragt sie, wieso ich nicht wiederkommen möchte. Ich antworte, dass der Umgangston unangemessen ist und ich so nicht behandelt werden möchte und ich den Eindruck hatte, dass der Therapeut alkoholisiert war. Sie scheint nicht überrascht und sagt nur „ah, achso, ja ok.“ Dann sagt sie, dass das Geld nun verrechnet sei und will sich verabschieden. Ich hake nach, verstehe dennoch nicht, was genau wie verrechnet sein soll. Nach mehrmaligen fragen verstehe ich, dass mein Eigenanteil für 6 Termine mit der einen Behandlung, die gemacht wurde verrechnet werden soll.
Ich frage nochmal und sage, dass ich nur das eine mal da gewesen sei, dann sagt sie, dass da aber eine richtige Behandlung gemacht wurde und damit viel mehr und ganz anderes, als das, was auf dem Rezept stand. Darauf sage ich, dass ich weder darüber informiert wurde, noch mein Einverständnis eingeholt wurde und auch das ein Grund dafür sei, dass ich nicht wiederkommen möchte. Darauf rechnet die Sprechstundenhilfe irgend etwas und sagt, ich können 14,xx€ abholen.
Kurz danach bin ich in der Praxis, das Geld liegt schon bereit. Die Sprechstundenhilfe sagt, dass sie als Praxis nun draufzahlen würden, aber das sei jetzt halt so. Ich nehme mein Geld und gehe. Wie der Betrag zustande kommt, verstehe ich nicht. Ich hatte 27,xx€ Eigenanteil bezahlt.
Auf der Website der Praxis finde ich keinen Hinweis darauf, dass der Therapeut auch Chiropraktiker oder Heilpraktiker ist und „einrenken“ darf. Ich habe zu keinem Zeitpunkt einer Behandlung dieser Art zugestimmt.