2024-1003
Kein respektvoller Umgang mit Patientenentscheidung
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Ich habe mich dazu entschieden lediglich die drei offiziell empfohlenen Ultraschalle in der Schwangerschaft vornehmen zu lassen, sofern keine medizinische Indikation für einen weiteren Ultraschall vorliegt. Das habe ich kommuniziert.
Erst am Telefon. Dort wurde ich an den Arzt/ die Ärztin weitergegeben, der/die mir sehr vehement sagte, ich hätte einen Termin und dementsprechend zu kommen und der (zusätzliche) Ultraschall sei wichtig.
Ohne mir die Gründe dafür deutlich zu machen. Ich kam dann tatsächlich zu dem Termin, da ich gerne meinen Mutterpass inklusive der Blutwerte mitnehmen wollte und eine normale Vorsorge wahrnehmen wollte. Ich wurde von dem Arzt/ der Ärztin weder begrüßt, noch wurde während des gesamten Aufenthalts nach meinem Befinden gefragt.
Das erste was er/sie sagte war: „Wir schauen erstmal nach dem Kind.“ Ich sagte freundlich, dass ich das nach wie vor nicht möchte. Daraufhin sagte er/sie wortwörtlich: „Sie wollen also nicht wissen, ob ihr Baby noch lebt.“ Er/Sie klärte mich zu keiner Zeit sachlich über die Gründe auf, weshalb er/sie den Ultraschall wichtig findet.
Ich war zum Glück informiert genug zu wissen, dass er/sie selbst wenn das Herz des Babys nicht mehr schlagen würde, er/sie nun ja auch nichts unternehmen könnte und sagte das. Ich nahm den Termin noch bis zum Ende wahr. Werde aber nie mehr in diese Praxis gehen und hoffe, dass sich keine andere Frau noch einmal so etwas anhören muss.
Eine Schwangerschaft ist eine besonders persönliche und bedeutsame Zeit – und der Wunsch, informierte, selbstbestimmte Entscheidungen zu treffen, ist ein grundlegendes Recht jeder Patientin. Wenn die eigene Entscheidung nicht respektiert wird und stattdessen mit angsteinflößenden Formulierungen reagiert wird, kann das sehr belastend sein und das Vertrauen in die medizinische Versorgung nachhaltig erschüttern.
In dieser Situation hatte die Betroffene ihre Entscheidung klar kommuniziert und war zudem gut informiert. Dennoch erfuhr sie keinen respektvollen Umgang mit ihrer Patientenautonomie – also ihrem Recht, nach ausreichender Aufklärung selbst über medizinische Maßnahmen zu entscheiden. Solche Erlebnisse sind keine Einzelfälle und verdienen es, benannt zu werden.
Wer ähnliche Entscheidungen trifft oder künftig in einer vergleichbaren Situation ist, findet hier einige Möglichkeiten, die eigene Position zu stärken.
Wer ein ähnliches Erlebnis hatte und sich beraten lassen möchte, kann die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlos und vertraulich kontaktieren – sie informiert über Patientenrechte und unterstützt bei Konflikten im Gesundheitswesen. Erfahrungen wie diese lassen sich außerdem anonym auf mehr-patientensicherheit.de melden – damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und davon profitieren können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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