2024-358
Orthopäde renkt ungefragt ein – Folge chronische Schmerzen
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Vor etwa 2 Jahren wurde ich wegen kleinerer Rückenbeschwerden ungefragt und unvorbereitet auf der Behandlungsliege eingerenkt. Zuerst wurden die Rückenschmerzen für wenige Wochen etwas besser, doch seither sind sie chronisch geworden.
Ich bin sportlich, Anfang 30 und arbeite wechselweise körperlich stehend wie auch entspannt sitzend.
Eine Behandlung, die ohne Vorbesprechung und ohne Einverständnis durchgeführt wird, kann sich für Betroffene überwältigend und verletzend anfühlen – besonders wenn danach anhaltende Beschwerden entstehen. Solche Erfahrungen sind belastend, und es ist verständlich, wenn sie das Vertrauen in medizinische Versorgung nachhaltig erschüttern.
In diesem Fall wurde eine manuelle Behandlung – das heißt eine Behandlung, bei der die Wirbelsäule durch gezielte Handgriffe bewegt wird – durchgeführt, ohne dass die betroffene Person vorab informiert wurde oder zustimmen konnte. Die Aufklärung über eine geplante Behandlung sowie das ausdrückliche Einverständnis der Patient:in sind jedoch grundlegende Bestandteile jeder medizinischen Versorgung.
Wer sich in einer ähnlichen Situation befindet oder eine solche Behandlung erwartet, kann im Vorfeld aktiv Informationen einholen und Grenzen benennen.
Wenn Sie eine Behandlung erlebt haben, die ohne Ihre Zustimmung erfolgte, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – sie berät kostenlos und unabhängig zu Ihren Rechten als Patientin oder Patient. Ihre Erfahrung können Sie außerdem anonym auf mehr-patientensicherheit.de melden – damit andere von ähnlichen Situationen erfahren und sich besser vorbereiten können.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Nach einer Katarakt-OP erlitt ein Patient einen bleibenden Sehschaden. Aufklärungsgespräche waren dokumentiert, fanden aber nie statt. Ein Lernfall.
Fall lesen →Jahrelange Schmerzen nach Brückenversorgung im Oberkiefer – ein CIRS-Fall über unzureichende Aufklärung, verzögerte Diagnose und schwere Folgeschäden.
Fall lesen →Eine 85-Jährige erhielt während einer OP ohne Rücksprache eine Harnleiterschiene. Was sagt das zu Aufklärung, Einwilligung und Patientenrechten?
Fall lesen →Ein Patient musste seine Darmspiegelung zweimal absagen, weil Clopidogrel nicht rechtzeitig abgesetzt wurde. Was dieser CIRS-Fall für die Patientensicherheit lehrt.
Fall lesen →Dreimal MRT mit Gadolinium, kein Arztgespräch, monatelange Beschwerden: Ein Patientenbericht über Kontrastmittelnebenwirkungen und fehlende Aufklärung.
Fall lesen →Nach einer Prostata-OP unter Vollnarkose litt ein Patient lange an Hüftschmerzen. Ein CIRS-Fall über mögliche Lagerungsschäden im OP.
Fall lesen →Patientenverfügung beim Aufnahmegespräch übergeben – und ignoriert. Dazu eine misslungene Leistenbruch-OP. Ein CIRS-Fall über Patientenrechte.
Fall lesen →Patient sollte Biopsie an der Mandel erhalten – aufgewacht ohne Mandel. Dazu ungeplante Narkosemethode. Ein CIRS-Fall über Aufklärungsmängel.
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team