2026-155
Entscheidung für die Operation falsch
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Auf Grund der vor der OP ermittelten Blutwerte, z.B. zu niedrige Thrombozytenwerte, stimmten die Anästhesisten gegen die komplizierte OP wegen der zu erwartenden starken Blutung während der OP. Die Neurochirurgen operierten trotzdem mit verheerenden Folgen, die nach 7 Monaten zum Tod führten.
Der Verlust eines nahestehenden Menschen nach einer medizinischen Behandlung ist eine außerordentlich belastende Erfahrung – besonders dann, wenn im Nachhinein Fragen offenbleiben. Der vorliegende Fall zeigt eine Situation, in der medizinisches Fachpersonal intern unterschiedliche Einschätzungen zur Operationsbereitschaft hatte: Die Anästhesisten (Fachärzte für Narkose und Betäubung) bewerteten die Blutgerinnungswerte – konkret zu niedrige Thrombozytenwerte, also eine verminderte Anzahl der für die Blutgerinnung wichtigen Blutplättchen – als zu risikoreich für einen größeren Eingriff. Die Operation wurde dennoch durchgeführt, mit schwerwiegenden Folgen. Erst nach dem Eingriff wurde ein myelodysplastisches Syndrom (MDS) diagnostiziert, eine Erkrankung des Knochenmarks, die die Blutbildung beeinträchtigt und die auffälligen Laborwerte erklärte.
In einer Situation wie dieser – ein älterer Patient, ein komplexer Eingriff, ein interner Dissens unter Fachärztinnen und Fachärzten kurz vor der Operation – gab es für die betroffene Person selbst keinen realistischen Spielraum zum Eingreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Angehörige können in bestimmten Situationen eine wichtige Rolle einnehmen – nicht als medizinische Entscheidungsträger, aber als aufmerksame Begleitung und als Stimme der betroffenen Person.
Wenn Sie als Angehörige oder Angehöriger unsicher sind, ob eine Behandlung korrekt verlaufen ist, oder wenn Sie Fragen zu Ihren Rechten haben, ist die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenfrei) erreichbar. Erfahrungen wie die in diesem Fall beschriebenen können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de anonym gemeldet werden – jeder Bericht trägt dazu bei, die Versorgung für andere Menschen sicherer zu machen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team