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2026-196

Aggressives und respektloses Verhalten gegenüber einem Kind und dessen Mutter

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Fallbeschreibung:

Respektloser Umgang in Kinderarztpraxis – CIRS-Fall

Ich war mit meinem minderjährigen Kind in einer kinderärztlichen Praxis. Nachdem wir einige Minuten vor der Tür gewartet hatten, klingelte ich mehrmals, weil ich dachte, unser Klingeln sei möglicherweise nicht gehört worden. Als der Arzt die Tür öffnete, schrie sie jedoch mein Kind laut und aggressiv an, obwohl ausschließlich ich geklingelt hatte. Mein Kind erschrak so sehr, dass es kurz davor war zu weinen.
Als ich erklärte, dass ich geklingelt hatte, reagierte der Arzt weiterhin sehr aggressiv. Sie fragte, warum ich überhaupt in die Praxis gekommen sei, warf schließlich unsere Unterlagen auf den Boden, forderte uns auf, die Praxis sofort zu verlassen und beleidigte mich als Elternteil.
Nach meiner Erfahrung wurden meinem Kind außerdem wiederholt Antibiotika über längere Zeiträume verschrieben, was mich zusätzlich verunsichert hat. Ich wünsche mir, dass ein solches Verhalten gegenüber Kindern und ihren Eltern nicht vorkommt und sorgfältig aufgearbeitet wird.

Gut gelaufen:

Es gab keine positiven Aspekte.

Schlecht gelaufen:

Der Arzt schrie ein Kind laut an, obwohl es keine Verantwortung für die Situation hatte. Das Kind bekam Angst. Anschließend verhielt sie sich weiterhin aggressiv gegenüber dem Elternteil, warf Unterlagen auf den Boden, beendete das Gespräch ohne Aufklärung und beleidigte den Elternteil. Ein solches Verhalten ist aus meiner Sicht mit einem respektvollen und professionellen Umgang mit Kindern und ihren Eltern nicht vereinbar.

Verbesserungsvorschläge:

Kinder sollten in einer Arztpraxis respektvoll, ruhig und geduldig behandelt werden. Konflikte sollten sachlich mit den Eltern besprochen werden und niemals auf Kosten eines Kindes ausgetragen werden. Außerdem sollten medizinische Entscheidungen verständlich erklärt und nachvollziehbar begründet werden.

Weitere Infos:

Ich hoffe, dass dieser Bericht dazu beiträgt, ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Außerdem wünsche ich mir, dass auch die medizinische Behandlung, insbesondere die wiederholte Verordnung von Antibiotika und andere Therapieentscheidungen, fachlich überprüft wird. Mein Ziel ist nicht eine persönliche Auseinandersetzung, sondern die Verbesserung der Patientensicherheit und ein respektvoller Umgang mit Kindern und ihren Familien.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Arztbesuche mit Kindern sind für alle Beteiligten oft anspruchsvoll – und können besonders belastend werden, wenn die Atmosphäre in einer Praxis nicht dem entspricht, was Kinder und ihre Eltern erwarten dürfen: respektvollen, ruhigen und sicheren Umgang. Wenn Kinder in medizinischen Einrichtungen laut angesprochen oder erschreckt werden, kann das nicht nur im Moment selbst verstörend wirken, sondern auch langfristig Ängste vor Arztbesuchen auslösen.

Solche Erlebnisse sind keine Kleinigkeit. Respektloser Umgang in einer Arztpraxis – gegenüber Kindern wie gegenüber Eltern – widerspricht grundlegenden Anforderungen an professionelles und patientensicheres Handeln. Es ist wichtig, dass solche Vorfälle benannt und dokumentiert werden.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer eine solche Situation erlebt, muss sie nicht einfach hinnehmen. Es gibt verschiedene Wege, auf die eigene Sicherheit und die des Kindes zu achten und den Vorfall weiterzumelden.

  • Den Vorfall zeitnah schriftlich festhalten: Nach einem belastenden Erlebnis ist es möglich, Datum, Uhrzeit, beteiligte Personen und den Ablauf so genau wie möglich zu notieren – auch die Reaktion des Kindes. Diese Aufzeichnung kann bei einer späteren Beschwerde hilfreich sein.
  • Eine Beschwerde bei der zuständigen Ärztekammer einreichen: Jede Ärztekammer (Landesebene) ist zuständig für Fragen der ärztlichen Berufsausübung und des Verhaltens von Ärztinnen und Ärzten. Dort ist es möglich, formlos schriftlich Beschwerde zu erheben. Eine Formulierung wie „Ich bitte um Prüfung des Verhaltens von [Name der Praxis] am [Datum] gegenüber mir und meinem Kind“ ist dafür ausreichend.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kontaktieren: Die UPD bietet kostenlose, unabhängige Beratung für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige an – auch zu Fragen des Umgangs in Arztpraxen und zu medizinischen Entscheidungen wie der wiederholten Verordnung von Antibiotika (Arzneimitteln gegen bakterielle Infektionen). Die UPD ist erreichbar unter 0800 011 77 22 (kostenlos, montags bis samstags).
  • Eine andere kinderärztliche Praxis aufsuchen: Es ist jederzeit möglich, die Praxis zu wechseln. Gerade wenn das Vertrauen in eine Behandlungsperson erschüttert ist, kann ein Wechsel dazu beitragen, dass sich das Kind in zukünftigen Arztterminen wieder sicher fühlt.

Worauf Sie achten können

  • Kinder haben das Recht, in Arztpraxen ruhig und respektvoll behandelt zu werden – das gilt auch dann, wenn es Unstimmigkeiten mit den Eltern gibt.
  • Bei Fragen zur medizinischen Behandlung – etwa zur wiederholten oder längerfristigen Gabe von Antibiotika – ist es möglich, eine verständliche Erklärung zu bitten oder eine zweite ärztliche Meinung (Zweitmeinung) einzuholen.
  • Beschwerden über ärztliches Verhalten können an die Ärztekammer, den Patientenbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes oder an Portale wie mehr-patientensicherheit.de gerichtet werden.
  • Wenn ein Kind nach einem belastenden Arztbesuch Ängste entwickelt, kann es helfen, das Erlebte altersgerecht zu besprechen und bei Bedarf Unterstützung zu suchen – etwa durch die Kinderärztliche Praxis des Vertrauens oder eine psychologische Beratungsstelle.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 5-14 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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