2024-1090
Aggressives Verhalten und Ausschluss von Angehörigen
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Mein Vater befand sich Ende 2020 im Endstadium einer Krebserkrankung (Glioblastom, bösartiger Hirntumor) und brauchte pflegerische Hilfe. Seine Frau brachte ihn ins Klinikum auf die Palliativstation. Die leitende Ärztin hat dort die Aufnahme gemacht, hat meinen Vater und seine Frau auf das Krankenzimmer begleitet und wollte meinen Vater dort allein sprechen. Seine Frau betonte mehrfach, dass er wegen des fortgeschrittenen Tumors nicht sprechen könne. Sie bestand darauf, mit ihm allein zu sprechen und bat mit Nachdruck darum, dass seine Frau das Zimmer verlassen solle. Als sie wiederholte, warum sie dies nicht wollte, drückte die Ärztin sie aus dem Zimmer, nahm dazu die Tür zur Hilfe. Mein Vater wurde nach dem Gespräch nicht aufgenommen. Für ihn war dies ein Glücksfall, da wir an eine wunderbare ambulante Palliativversorgung gekommen sind, die ihn bis zum Tod sehr gut unterstützt hat. Diese hatte jedoch, und das möchte ich betonen, nichts mit dem Klinikum zu tun. Unglaublich, dass man so etwas in der Palliativpflege erleben muss. Palliativ bedeutet so etwas wie „umhüllen“, „schützen“. Die besagte Ärztin ist dort übrigens heute noch tätig.
Der Abschied von einem schwer kranken Angehörigen ist eine der belastendsten Erfahrungen, die Menschen durchleben können. Umso schwerer wiegt es, wenn in dieser Phase das Vertrauen in die Versorgung erschüttert wird – durch ein Erlebnis, das sich nicht mit dem vereinbaren lässt, was Betroffene und ihre Familien in einer palliativen Situation erwarten dürfen.
Palliativversorgung (Begleitung und Betreuung von Menschen mit unheilbaren, fortgeschrittenen Erkrankungen) zielt darauf ab, Würde, Wohlbefinden und die Einbeziehung nahestehender Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Angehörige übernehmen dabei oft eine unverzichtbare Rolle – sie kennen die Erkrankungsgeschichte, sie kennen die Person, und sie können sprechen, wenn der oder die Betroffene es nicht mehr kann. Wird diese Rolle nicht anerkannt, kann das für alle Beteiligten weitreichende Folgen haben.
In einer Situation wie dieser – ein Patient mit fortgeschrittenem Hirntumor, der sich verbal nicht mehr äußern konnte – war der Spielraum des Betroffenen selbst, auf das Geschehen Einfluss zu nehmen, stark eingeschränkt. Das ist wichtig anzuerkennen.
Wer eine nahestehende Person in eine Einrichtung begleitet, kann auf verschiedene Weise dazu beitragen, dass die eigene Rolle als Begleit- und Kommunikationsperson von Beginn an klar ist:
Wer ein belastendes Erlebnis in der medizinischen oder pflegerischen Versorgung gemacht hat, kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – telefonisch, online oder persönlich. Auf mehr-patientensicherheit.de ist es außerdem möglich, Erfahrungen anonym zu melden und damit dazu beizutragen, dass andere von ähnlichen Situationen geschützt werden.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team