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2024-1549

Post Covid Verschlimmerung

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Fallbeschreibung:

Post-Covid & Bereitschaftsdienst: Wenn Hilfe ausbleibt

Ich bin zu einem ärztlichen Bereitschaftsdienst gefahren und habe dringend um Hilfe gebeten, weil ein Coronatest leicht angeschlagen hatte.

Ich habe beschrieben, dass ich seit Jahren unter Post covid leide und dies sich mit jeder Infektion verschlimmert. Ich hatte beschrieben, dass ich gehört habe, es gebe antivirale Mittel, die den Verlauf und die Folgen der Infektion abmildern könnten.

Zur Antwort bekam ich von dem Arzt die Aussage : „Es gibt keine Mittel, die einen Verlauf abmildern. Gehen Sie nach Hause und nehmen Sie Ibuprofen „

Auch ein Test zur offiziellen Feststellung meiner Erkrankung (und Dokumentation, sowie evtl Pcr Test um die Variante zu erfahren) wurde mir verweigert. Wenn der Selbsttest leicht positiv ausfallen, sei das schon eindeutig. und müsse genügen.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Durch verweigerte Behandlung hatte ich einen sehr heftigen, zu Hause noch behandelbaren Verlauf UND eine weitere Verschlechterung meiner Post covid me/cfs. Meine Belastbarkeit ist wieder ein Stück abgesunken. Durch das nicht-in-die-Akte-eintragen werde ich nicht offiziell als Covid Fall geführt und kann die auf Grund der Infektion anfallenden nötigen Langzeit-Behandlungen nicht einfordern. Ich werde also in meiner Verschlimmerung nicht ernst genommen, obwohl ich meinen Alltag nicht mehr stemmen kann!

Verbesserungsvorschläge:

1. Informieren der Patienten über ihre Rechte als Patient. Ich WUSSTE NICHT, dass ich einen Pcr-Test hätte einfordern dürfen. Und ich wusste auch nicht, dass es unbedingt nötig ist, die Infektion in den Akten festzuhalten um ernst genommen zu werden. 2. Anweisung an Ärzt*innen, o.g. Vorgehensweisen den Patienten anzubieten!

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wer mit einer Vorerkrankung eine neue Infektion erlebt und gezielt Hilfe sucht, bringt wichtiges Wissen über den eigenen Körper mit – das verdient Gehör. Es kann sehr belastend sein, wenn dieses Wissen im Gespräch mit medizinischem Fachpersonal nicht aufgegriffen wird und man ohne die erhofften Maßnahmen nach Hause geht.

In manchen Situationen werden diagnostische Schritte – zum Beispiel ein PCR-Test (ein Labortest, der eine Infektion genauer nachweist und dokumentiert) oder die Aufnahme in die Patientenakte – nicht angeboten oder abgelehnt. Für Betroffene kann das weitreichende Folgen haben: Eine fehlende offizielle Dokumentation erschwert es, im weiteren Behandlungsverlauf auf diese Infektion und ihre Folgen Bezug nehmen zu können.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Es gibt Möglichkeiten, das eigene Anliegen in einer solchen Konsultation konkret zu benennen – auch wenn das in einer belastenden Situation nicht immer leichtfällt.

  • Es ist möglich, gezielt nach einer offiziellen Dokumentation der Infektion in der Patientenakte zu fragen – zum Beispiel so: „Ich bitte darum, dass diese Infektion in meiner Akte festgehalten wird, da ich eine Vorerkrankung habe, die sich dadurch verschlechtern kann.“
  • Wer von antiviralen Medikamenten (Mittel, die die Vermehrung von Viren im Körper hemmen können) gehört hat, kann nachfragen, ob diese im eigenen Fall in Betracht kommen – und sich dabei auf die eigene Vorerkrankung beziehen: „Gibt es angesichts meiner Post-Covid-Erkrankung eine Indikation für antivirale Mittel?“
  • Es kann hilfreich sein, vor einem Arztbesuch schriftlich festzuhalten, welche Vorerkrankungen bestehen, welche Symptome aktuell vorliegen und welche konkreten Fragen oder Wünsche man hat – das erleichtert es, nichts Wichtiges zu vergessen.
  • Wenn ein Anliegen im Gespräch abgewiesen wird, ist es möglich, eine Zweitmeinung bei einer anderen Praxis oder einer spezialisierten Einrichtung (z. B. einer Post-Covid-Ambulanz) einzuholen.

Worauf Sie achten können

  • Als Patient:in besteht das Recht, Einsicht in die eigene Patientenakte zu nehmen – so lässt sich prüfen, ob eine Infektion oder Behandlung dokumentiert wurde.
  • Ein PCR-Test kann auf eigenen Wunsch angefragt werden; bei Ablehnung ist es möglich, nach dem Grund zu fragen und diesen festhalten zu lassen.
  • Wer an Post Covid oder ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom – eine schwere chronische Erkrankung, die oft nach Infektionen auftritt) erkrankt ist, kann bei spezialisierten Anlaufstellen behandelt werden, die mit dem Krankheitsbild vertraut sind.
  • Alle Arztbesuche, Symptome und Testergebnisse lassen sich auch selbst dokumentieren – etwa in einem einfachen Tagebuch oder einer Notiz-App – um bei späteren Behandlungen darauf verweisen zu können.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie das Gefühl haben, mit Ihrem Anliegen nicht ernst genommen worden zu sein, können Sie sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – die UPD berät kostenlos und unabhängig zu Patientenrechten und konkreten Fragen rund um Ihre Versorgung. Auf mehr-patientensicherheit.de finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen – damit andere von Ihren Erlebnissen profitieren können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Bereitschaftsdienstpraxen, Ambulante Praxis
Geschlecht: weiblich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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