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2025-113

Fehlende Kenntnisse über Symptome bei Post Covid

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Fallbeschreibung:

Post-Covid-Reha: Wissenslücken gefährden Patientensicherheit

Beim Aufnahmegespräch in der Rehaklinik sofortige Massregelung der Stationsärztin ,alle aktuell bestehenden Symptome haben nichts mit Post Covid zu tun. Stellt Aussagen der Patienten völlig falsch dar,keinerlei Vorbereitung auf Aufnahme der Patienten. Festgelegte Therapiepläne sind vollkommen kontraproduktiv, führen zur Verschlimmerung der Symptome der Patienten. Geht leider nur um Abrechnung gegenüber der DRV und keinesfalls um den einzelnen Patienten.

Gut gelaufen:

Einzelne Therapeuten haben sich mit dem Krankenbild beschäftigt und können mit den Symptomen umgehen (Pacing, Crash usw. )

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Weiterbildung der Ärzte dringend erforderlich um für den einzelnen Patienten gute Fortschritte zu erzielen und individuelle Lösungen anzubieten

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Rehabilitation soll Erholung und Fortschritt bringen – umso belastender ist es, wenn Betroffene das Gefühl haben, mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen zu werden. Post-Covid (auch Long Covid genannt) bezeichnet anhaltende oder neu auftretende Beschwerden nach einer Covid-19-Erkrankung; dieses Krankheitsbild ist vergleichsweise jung, und der Wissensstand im medizinischen Fachpersonal ist noch uneinheitlich. In manchen Einrichtungen sind einzelne Therapeutinnen und Therapeuten bereits gut informiert, während andere Teammitglieder weniger Erfahrung mit dem Thema mitbringen – das kann dazu führen, dass Therapiepläne nicht zur individuellen Situation der Betroffenen passen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich auf eine Reha vorbereitet oder sich während einer Reha in seiner Situation nicht gut aufgehoben fühlt, kann verschiedene Möglichkeiten nutzen.

  • Eigene Symptome schriftlich festhalten: Eine kurze, übersichtliche Beschreibung der aktuellen Beschwerden – einschließlich typischer Post-Covid-Phänomene wie Post-Exertional Malaise (PEM, also eine Verschlechterung der Symptome nach Belastung) oder Crashes (plötzliche Erschöpfungseinbrüche) – kann beim Aufnahmegespräch als Grundlage dienen. Es ist möglich, diese Liste dem ärztlichen und therapeutischen Team auszuhändigen.
  • Gezielte Fragen zur Behandlungsplanung stellen: Es ist möglich, zu Beginn der Reha nachzufragen, ob der Therapieplan auf die individuellen Belastungsgrenzen abgestimmt ist. Ein Beispiel für eine solche Frage: „Ist in meinem Therapieplan berücksichtigt, dass starke körperliche Belastung meine Symptome verschlechtern kann?“
  • Kontakt zu gut informierten Therapeutinnen und Therapeuten suchen: Wenn einzelne Fachkräfte in der Einrichtung bereits Erfahrung mit Post-Covid-spezifischen Konzepten wie Pacing (bewusstes Einteilen der eigenen Energie) haben, ist es möglich, um deren Einbindung in die eigene Behandlung zu bitten.
  • Patientenfürspreche oder Beschwerdestelle nutzen: Die meisten stationären Einrichtungen haben eine interne Anlaufstelle für Rückmeldungen. Es ist möglich, dort anzusprechen, wenn Therapieinhalte als unpassend oder belastend erlebt werden – das ist kein Beschwerdeweg gegen einzelne Personen, sondern ein legitimes Mittel zur Verbesserung der eigenen Versorgung.

Worauf Sie achten können

  • Wird beim Aufnahmegespräch aktiv nach dem aktuellen Beschwerdebild und individuellen Belastungsgrenzen gefragt?
  • Wird der Therapieplan erklärt, und ist es möglich, Anpassungen anzusprechen, wenn einzelne Maßnahmen die Symptome verschlechtern?
  • Gibt es in der Einrichtung mindestens eine Ansprechperson mit Kenntnissen zu Post-Covid-spezifischen Konzepten wie Pacing oder PEM?
  • Ist eine interne Beschwerde- oder Rückmeldestelle bekannt und erreichbar?

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Rehaeinrichtung, stationär
Geschlecht: weiblich

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