2024-1340
Entzündungsherd und Herzinfarkt nach Gallen-OP mit Langzeitfolgen
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2023 kam ich mit starken Schmerzen im Oberbauch und dem Verdacht auf Gallensteine bzw. Gallenentzündung ins Krankenhaus. Am nächsten Tag wurde ich operiert und die stark entzündete und vereiterte Gallenblase wurde entfernt.
Unmittelbar nach der Narkose erlitt ich einen leichten Herzinfarkt. Es wurde eine Herzkathederuntersuchung durchgeführt und ein Stent gesetzt. Nach 9 Tagen Krankenhausaufenthalt wurde ich ohne abschließende Untersuchung nach Hause geschickt, obwohl ich äußerte, dass es mir nicht gut geht.
In den nächsten Tagen verschlechterte sich mein Gesundheitszustand zusehends; wieder musste ich ins Krankenhaus. Dort hat man dann festgestellt, dass sich an der Stelle, an der sich die Galle befand, ein großer Entzündungsherd entwickelt hatte, der auch die Leber befallen hatte. Eine erneute OP war
unumgänglich. Danach ging es mir denkbar schlecht. Ich konnte viele Tage lang weder essen noch trinken und habe in dieser Zeit ca. 17 kg abgenommen. Ich lag völlig erschöpft fast nur noch im Bett und bin nur zum Toilettengang und zur Körperpflege mühsam aufgestanden.
Seitens des Krankenhauses erhielt ich so gut wie keine Informationen über meinen Gesundheitsszustand. Erst später habe ich von meiner Hausärztin erfahren, dass meine Leberwerte mehr als 12 mal höher waren, als normal. Auch über die Medikation, die scheinbar immer wieder verändert wurde, hat mich das Krankenhauspersonal im Unklaren gelassen.
Nach sechs Tagen wurde ich ohne Rücksicht auf meinen schlechten Gesundheitszustand nach Hause entlassen. Danach ging es mir noch monatelang sehr schlecht. Wochenlang musste ich noch täglich mehrere Stunden im Bett verbringen. Erst so nach und nach habe ich mich etwas erholt. Die Folgen der schlechten Behandlung in diesem Krankenhaus spüre ich allerdings bis heute. Eine gewissen körperliche Schwäche sowie häufiges Zittern hauptsächlich in Armen und Beinen sind mir geblieben.
Eine Bauchoperation, ein Herzinfarkt direkt danach und dann eine erneute schwere Komplikation – was diese Person durchgemacht hat, ist außerordentlich belastend. Wenn sich körperliche Beschwerden nach einem Krankenhausaufenthalt weiter verschlechtern und Informationen über den eigenen Gesundheitszustand ausbleiben, kann das das Vertrauen in die Behandlung erheblich erschüttern.
Schwere Verläufe nach Bauchoperationen – etwa ein verbliebener Entzündungsherd (eine lokale Ansammlung von entzündetem Gewebe) oder Komplikationen an benachbarten Organen – kommen vor, auch wenn sie selten sind. Ebenso können Operationen bei vorerkrankten oder geschwächten Patient:innen das Herz belasten. Solche Entwicklungen sind nicht immer vorhersehbar. Was viele Betroffene zusätzlich belastet, ist das Gefühl, über den eigenen Zustand und die eigene Behandlung nicht ausreichend informiert worden zu sein.
Wer sich nach einem Krankenhausaufenthalt unwohl fühlt oder das Gefühl hat, nicht ausreichend informiert zu werden, kann aktiv nach Informationen fragen – das ist ein gutes Recht jeder Patientin und jedes Patienten.
Erfahrungen wie diese – schwere Verläufe, mangelnde Information, das Gefühl, nicht gehört worden zu sein – verdienen Gehör. Auf mehr-patientensicherheit.de können Sie solche Erlebnisse anonym melden und damit dazu beitragen, dass andere Betroffene besser geschützt werden.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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