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2024-1582

Kein zeitnaher OP-Termin bei Achillessehnenruptur

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Fallbeschreibung:

Achillessehnenruptur: Kein OP-Termin trotz dringlichem Befund

Mein erwachsener Sohn riss sich spätabends die Achillessehne. Dies wurde am nächsten Morgen in der Notfallambulanz eines Klinikums festgestellt. Er soll zeitnah operiert werden, allerdings hatte das Klinikum keine Op-Kapazität. Er wurde nach Hause geschickt. Er soll sich selbst darum kümmern, irgendwo einen Termin zu bekommen.

An welche Stelle er sich dafür wenden könne, könnte ihm nicht gesagt werden. Ein Anruf bei der KK war ebenfalls erfolglos. Er soll mal beim ärztlichen Notdienst unter 116117 anrufen oder Krankenhäuser abtelefonieren. Da bekam er teilweise zu hören, dass frühestens Ende Januar ein Termin frei sei. Sind sechs Wochen zeitnah bei einer Achillessehnenruptur?

Letztendlich ist er in anderem Klinikum gelandet, die ihm einen OpTermin für diese Woche in Aussicht stellen. Hoffentlich klappt das. Ich bin 250 km weit angereist, um meinen Sohn von Ort zu Ort zu fahren und dann stundenlang auf ihn zu warten. Diese Möglichkeit hat nicht jeder Patient.

Gut gelaufen:

Die Versorgung selbst war gut. Das Personal war trotz Stress freundlich.

Schlecht gelaufen:

Es kam keine Information, wie oder wo er sich hinwenden kann. Nur lapidar, da muss er halt selbst schauen, wo er anruft und wie er einen Termin bekommen kann.

Verbesserungsvorschläge:

Information, an welche Stelle man sich in diese Fall wenden kann

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Achillessehnenruptur – das ist der vollständige Riss der Sehne, die Ferse und Wade verbindet – ist eine Verletzung, die in der Regel operativ behandelt werden muss, und zwar möglichst innerhalb weniger Tage. Es ist belastend und verwirrend, wenn nach einer Diagnose unklar bleibt, wie es konkret weitergeht und an wen man sich wenden soll. Viele Betroffene und ihre Angehörigen stehen in dieser Situation vor einer aufwändigen Suche, für die sie weder Zeit noch Informationen haben.

Solche Versorgungslücken entstehen nicht selten an den Übergängen zwischen Einrichtungen – also dort, wo eine Diagnose gestellt wurde, die Behandlung selbst aber anderswo stattfinden soll. Die Koordination in diesen Zwischenphasen ist strukturell anspruchsvoll und kann für Betroffene sehr belastend sein.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Einige Wege und Anlaufstellen können dabei helfen, in einer solchen Situation schneller weiterzukommen.

  • Beim Verlassen der Notaufnahme ist es möglich, konkret nach einer schriftlichen Überweisung oder Verlegungsempfehlung zu fragen – und darum zu bitten, dass die Klinik selbst den Kontakt zu einer aufnehmenden Einrichtung herstellt. Ein möglicher Einstieg: „Können Sie uns direkt an eine Klinik mit freier OP-Kapazität weiterverweisen oder dort anrufen?“
  • Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des jeweiligen Bundeslandes ist eine weitere Anlaufstelle. Über die bundesweite Rufnummer 116 117 lässt sich nicht nur der ärztliche Bereitschaftsdienst erreichen – es ist auch möglich, nach Weitervermittlung zu fachspezifischen Terminservicestellen zu fragen, die bei dringenden Fällen unterstützen können.
  • Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf die sogenannte Terminservicestelle ihrer Krankenkasse oder KV. Bei akutem Behandlungsbedarf kann es sich empfehlen, dort ausdrücklich auf die medizinische Dringlichkeit hinzuweisen – zum Beispiel: „Es handelt sich um eine Achillessehnenruptur, die operativ dringlich behandelt werden muss.“
  • Wenn eine Begleitperson vorhanden ist, kann es sinnvoll sein, dass diese die Telefonate übernimmt – so kann sich die verletzte Person schonen und muss nicht selbst stundenlang in der Warteschleife bleiben.

Worauf Sie achten können

  • Lassen Sie sich bei der Entlassung aus einer Notaufnahme alle Befunde und Diagnosen schriftlich mitgeben – das erleichtert die Aufnahme in einer anderen Einrichtung erheblich.
  • Fragen Sie gezielt nach der empfohlenen Behandlungsfrist: „Wie viele Tage haben wir Zeit, bis die Operation stattfinden muss?“ – diese Information hilft dabei, den Dringlichkeitsgrad bei späteren Anfragen klar zu benennen.
  • Bei der Suche nach OP-Kapazitäten ist es möglich, sich an Kliniken mit einer unfallchirurgischen oder orthopädischen Fachabteilung zu wenden – diese sind häufig besser auf solche Eingriffe vorbereitet als allgemeine Krankenhäuser.
  • Wer keine Möglichkeit hat, selbst zu telefonieren oder zu fahren, kann die Krankenkasse ausdrücklich um Unterstützung bei der Vermittlung bitten – auch das ist eine Leistung, die in dringenden Fällen eingefordert werden kann.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Notaufnahme, Krankenhaus
Geschlecht: männlich

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