2025-246
Erpressung zur weiteren Behandlung
Dieser Fall hilft die Patientensicherheit für alle zu verbessern. Sie möchten ebenfalls einen Fall melden? Zum Meldeformular
Eine unfassbare Frechheit meinen Mann psychisch soweit zu missbrauchen, damit unterlagen für eine Magensonde unterschrieben werden sollen. Diese Maßnahme ist schlecht unbegründet und für die angebliche Besserung unzureichend. Wir werden täglich erpresst und in Angst versetzt. Meinem Mann geht es psychisch noch schlechter als zuvor.
Eine Pflegerin hat sich verplappert, dass das Ziel dieses Krankenhauses ist, die Patienten zur Dauerkunden zu machen. Fazit: Krankenkasse abzukassieren ohne einen triftigen Grund.
Die Hygienezustände sind dramatisch. Mein Mann hat einen Luftröhrenschnitt, der nach belieben von jedem Pfleger anders behandelt wird. Oft wird kein zweiter Handschuh benutzt. Die Sachen fallen auf den Boden. Die werden aufgehoben und einfach wieder beim Patienten eingesetzt.
Wenn ein nahestehender Mensch schwer krank ist und intensivmedizinisch behandelt wird, ist das für alle Beteiligten eine außerordentlich belastende Situation. Wenn in dieser Zeit zusätzlich das Gefühl entsteht, dass Informationen widersprüchlich sind, Einwilligungen unter Druck zustande kommen sollen und Hygienestandards nicht eingehalten werden, kann das tief greifendes Misstrauen und Angst auslösen – und das ist eine vollkommen nachvollziehbare Reaktion.
Dieser Fall beschreibt mehrere Bereiche, die in der stationären Versorgung schwerwiegende Probleme darstellen können: den Umgang mit der Einwilligung in medizinische Maßnahmen (sogenannte informierte Einwilligung – also das Recht, einer Behandlung erst nach vollständiger Aufklärung zuzustimmen oder sie abzulehnen), die Hygienepraxis bei invasiven Versorgungsmaßnahmen wie einem Luftröhrenschnitt sowie die Kontinuität und Verlässlichkeit ärztlicher Kommunikation. Wichtig zu benennen: In einer Situation wie dieser – mit einem schwer kranken, intensivpflichtigen Patienten und einem institutionellen Gefälle zwischen Krankenhaus und Angehörigen – sind die Handlungsmöglichkeiten real begrenzt. Das anzuerkennen ist wichtig.
Erfahrungen wie diese – mit dem Gefühl, nicht gehört zu werden und für eine nahestehende Person kämpfen zu müssen – können sehr erschöpfend sein. Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) und das Portal mehr-patientensicherheit.de bieten Unterstützung, Informationen zu Patientenrechten und die Möglichkeit, Erlebnisse anonym zu melden, damit andere davon lernen können.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Norovirus-Infektion, verunreinigte Wasserquellen und fehlende Handhygiene: Ein CIRS-Fall zeigt, wie Hygienemängel im Krankenhaus Patienten gefährden.
Fall lesen →Eine Patientin bemerkt Hygienemängel bei der Blutentnahme. Der CIRS-Fall zeigt, wie wichtig Handschuhwechsel und Desinfektion sind.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Hinweisschilder zur Maskenpflicht wurden ignoriert – mit Risiken für eine immungeschwächte ME/CFS-Patientin. Was daraus zu lernen ist.
Fall lesen →Eine Patientin erlebte eine Blutentnahme ohne Desinfektion der Einstichstelle. Was das bedeutet und wie solche Fehler verhindert werden können.
Fall lesen →CIRS-Fall: Mehrfachverwendung steriler Einmalartikel, unkontrollierte Infusionen und fehlerhafte Antibiotikalagerung gefährdeten Patienten.
Fall lesen →Kein Händewaschen, keine Handschuhe, Gelnägel: Ein CIRS-Fall zeigt, wie Hygieneverstöße bei der Blutabnahme Patienten und Personal gefährden.
Fall lesen →Ein Patient berichtet von wiederholt fehlerhafter Desinfektion bei Blutentnahmen. Was bei der Hygiene beachtet werden muss und wie Risiken vermieden werden.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt: Mangelhafte Desinfektion im Krankenhaus kann Patienten ernsthaft schädigen. Was passiert, wenn Hygiene zur Ausnahme wird?
Fall lesen →Verkeimte Waschbeckenabflüsse in Kliniken gefährden Patienten. Ein CIRS-Fall zeigt: Biofilme mit Pseudomonas-Bakterien werden oft geduldet – trotz bekanntem Risiko.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team