2024-1028
Mangelhafte Desinfektion bei Blutentnahmen
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Ich muss wegen regelmäßiger Untersuchungen ca. 2- bis 4-mal im Jahr Blut abgeben. In etwa 80% der Fälle ist die Desinfektion fehlerhaft. Beispiele: Die Sprechstundenhilfe beschäftigt sich vor der Blutabnahme mit verschiedenen Unterlagen anderer Patienten und Patientinnen.
Dann kommt sie zu mir, das übliche Prozedere am Arm.. u.a. wird ein Mittel auf die Einstichstelle gesprüht, anschließend mit einem kleinen Tupfer darüber gewischt – und jetzt kommt’s- und dann wird noch einmal die Vene, genau die Stelle, in die man gleich einstechen wird, mit den „dreckigen“ Fingern abgetastet!
Meine – vorsichtig und höflich formulierten – Einwände lösen Reaktionen aus wie „Das muss ich so machen!“, „Das machen wir immer so und niemand ist daran gestorben“ usw..
Oder, anderer Fall: Es wird Blut entnommen, dann wird ein kleiner Tupfer darauf gedrückt, den die Sprechstundenhilfe zuvor auf dem Tisch liegen hatte. Einwände meinerseits werden abgetan.
Es fehlt anscheinend das Bewusstsein, dass die Stelle, in die man einsticht, eine potentielle Eintrittsporte ist und entsprechend behandelt werden muss.
Nach meinen jahrelangen Erfahrungen läuft in den Praxen niedergelassener Ärzte und Ärztinnen nur etwa jede 4. oder 5. Blutentnahme vollkommen korrekt ab, während sie in Laboren fast immer korrekt ausgeführt wird. Ärgerlich auch, dass Kritik, auch wenn sie nur vorsichtig und höflich formuliert wird, fast nie akzeptiert wird.
Wer regelmäßig medizinische Eingriffe wie Blutentnahmen benötigt, ist dabei auf die Sorgfalt des Fachpersonals angewiesen – und erlebt es manchmal als belastend, wenn eigene Bedenken nicht ernst genommen werden. Die Einstichstelle bei einer Blutentnahme ist eine sogenannte Eintrittspforte: eine kurzfristig geöffnete Stelle in der Haut, über die im ungünstigen Fall Keime in den Körper gelangen können. Damit das nicht passiert, gelten für Blutentnahmen klare Hygieneregeln – etwa das vollständige Trockenlassen des Desinfektionsmittels und der Verzicht auf Berühren der desinfizierten Stelle.
Wer möchte, kann in solchen Momenten aktiv das Gespräch suchen – ruhig und ohne Vorwurf, aber bestimmt.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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