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2024-869

keine spezialisierte Anlaufstelle für Kindsbettdepresionen als Folge von Notsectio

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Fallbeschreibung:

Bei der Geburt unseres Sohnes. Es fing damit an das meine Frau einen Termin zur Einleitung hatte, dabei ist im Wartezimmer die Fruchtblase geplatzt- 22:00 Uhr, da Jedoch meine Frau keine Wehen hatte hat sie ein Medikament bekommen, die die Wehen Verstärken sollen. Da im Jahr 2021 Corona ein Thema war, durfte ich nicht bei Ihr sein, erst wenn sich die Geburt ankündigt. Um 2:00 Uhr habe ich den Anruf erhalten dass sich der Muttermund auf 4 cm geöffnet hat und das ich kommen darf. Um 3:30 Uhr waren die Wehen so stark, dass bei meiner Frau eine PDA durchgeführt worden ist. Erst 2 mal gestochen von einer Jung-Ärztin, dann der 3te Versuch vom einer älteren Ärztin. Dann hatte meine Frau 20 min Ruhe. Wehen wurden immer stärker, Muttermund öffnete sich, war offen, Kindskopf schon fast durch den Muttermund um 4 Uhr fielen die Herztöne unseres Kindes ab, bzw. die Hebamme konnte diese nicht wahrnehmen. Dann wurden alle hektisch. In der Hektik wurde vergessen Ihr zu sagen das nun ein Kaiserschnitt gemacht werden muss. Mir wurde es mitgeteilt als ich zur Türe hinausgeschoben worden bin, aus dem Aufzug kamen OP-Schwestern mit Rollcontainer angerannt und stürmten alle in den Kreißsaal meiner Frau. Da zu diesem Zeitpunkt die zwei OP-Säle belegt waren, wurde ein Notkaiserschnitt im Kreißsaal durchgeführt. Um 4:15 hatte ich unsere kerngesundes Kind in den Armen. Jedoch bei meiner Frau sie weiß nur noch ihr wurde eine Maske in das Gesicht gepresst, sie schrie noch ich kann nicht atmen und weg war sie. Als Sie wieder aufwachte durften wir wieder zu ihr. Jetzt meinte man alles gut – das Desaster ging weiter. Eine Woche Aufenthalt, Entlassung, 2 Tage zu Hause dann öffnete sich die Naht und es kam nur stinkender Eiter. Wunde wurde dann wieder täglich ambulant in der Frauenheilkunde in der gleichen Klinik gespült teilweise mit 3-4 Std. Wartezeit an den Wochenenden. Und Dank Corona durfte wir nicht zum Stillen ins Krankenhaus. Ich und unser Kind haben uns mit gekauftem Muttermilchersatz versucht den Hunger und Durst zu stillen. Durch die Notsectio kam es bei meiner Frau zu einer Depression, Sie konnte unser Kind nicht lieben. Hat dann von Ihrer Frauenärztin eine Überweisung zu einem Psychologen bekommen und durfte dank der Dringlichkeit direkt am nächsten Tag hingehen. Unser Kind war noch nie ein guter Schläfer, auf alle Fälle wurde immer wieder vom Psychologen geraten dem Kind Ritalin zu geben. Der Psychologe war ein Mann und meine Frau fühlte sich gar nicht wohl, da er nie ein Geburtserlebnis selbst hatte. Bis heute 3 Jahre später klagt sie immer noch über Schmerzen an der Kaiserschnittnarbe, Ultraschall sagt jedoch alles gut nur Narbengewebe zu sehen. Bis heute bekommt meine Frau immer noch Angst sobald wir an dem Krankenhausschild vorbeifahren bzw. wenn unser Sohn wegen Corona 42 Grad Fieber in die Kinderklinik muss, kann sie das nicht da die Klinik beides zusammen ist.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Leider gibt es keine spezialisierte Anlaufstelle für Kindsbettdepresionen. Oder Gespächsgruppen die eine Geburt aufarbeiten können.

Verbesserungsvorschläge:

Mütter mit ganz kleinen Kindern dürfen nicht in ein Wartezimmer warten müssen Leider gibt es keine spezialisierte Anlaufstelle für Kindsbettdepresionen. Oder Gespächsgruppen, die eine Geburt aufarbeiten können.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus, Geburt, Hausgeburt, Kreißsaal
Geschlecht: weiblich

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