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2024-1541

Hochgradige Stenose Herzkranzgefäß nicht diagnostiziert und erst Monate später erkannt

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Fallbeschreibung:

Koronarstenose übersehen: Fast tödliche Fehleinschätzung

Im Frühjahr 2023 bekam ich während eines Einkaufs so starke Atemnot, daß ich nicht mehr in der Lage war, weiterzugehen. Ich habe mich mit größter Anstrengung zum Auto geschleppt und bin sofort zum Hausarzt gefahren.

Dieser kontrollierte die Sauerstoffsättigung, lachte und sagte, es „gar nichts“ weil diese gut sei.
Ich bekam keine weitere Abklärung. Bei weiteren Terminen im Laufe des Jahres habe ich immer wieder darauf hingewiesen, daß ich bei körperlicher Belastung wie Bergaufgehen Atemnot habe.

Wiederum keinerlei Diagnostik. Ich könne ja mal zum Kardiologen, warum nicht. Aber eine Dringlichkeit dazu sah der Hausarzt nicht gegeben. Ende Herbst bekam ich dann beim Kardiologen einen Termin. Eine hochgradige Stenose von 99% des Hauptversorgungsgefäßes wurde festgestellt.

Binnen zwei Tagen wurde dann in der Klinik ein Stent gesetzt. Mir wurde seither mehrfach von Fachärzten (weiterer Kardiologe, Lungenarzt) bestätigt, ich hätte nur um ein Haar überlebt, da diese Stenose den sofortigen Tod bei Verschluß bedeutet hätte.

Das habe ich dem Hausarzt so mitgeteilt. Dieser hielt sich vollkommen bedeckt. Als ich sagte, ob nicht dieser Atemnotsvorfall Anfang des Jahres zu weiterer diagnostischer Abklärung hätte führen müssen, sagte er mir, Atemnot sei ja gar kein Symptom für eine solche Problematik. Das stimmt objektiv ganz und gar nicht. Ich bin der Ansicht, daß der Arzt damals schon weitere diagnostische Abklärungen hätte machen oder veranlassen müssen. Ich sehe in der Unterlassung weitere Schritte einen groben Behandlungsfehler, den ich fast mit dem Tod bezahlt hätte.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Plötzliche starke Atemnot bei körperlicher Belastung ist ein Erlebnis, das zutiefst verunsichern kann – und das ernst genommen werden möchte. Wenn solche Beschwerden über Monate bestehen bleiben und eine weiterführende Abklärung ausbleibt, kann eine ernsthafte Erkrankung unentdeckt bleiben, bis sie sich in einem gefährlichen Stadium befindet.

Atemnot unter Belastung kann viele Ursachen haben. Eine davon ist eine Stenose (Verengung) der Herzkranzgefäße – also der Blutgefäße, die den Herzmuskel versorgen. Solche Verengungen machen sich nicht immer mit dem klassischen Brustschmerz bemerkbar, sondern können sich auch als Atemnot oder Erschöpfung zeigen. Eine Abklärung durch einen Kardiologen (Herzspezialisten) ist in solchen Fällen möglich und steht Patientinnen und Patienten offen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer bei körperlicher Belastung wiederholt Atemnot erlebt, kann verschiedene Wege nutzen, um eine weiterführende Untersuchung in Gang zu bringen.

  • Beschwerden konkret und wiederholt beschreiben: Es kann helfen, Symptome möglichst genau zu schildern – wann sie auftreten, wie stark sie sind und ob sie zunehmen. Ein Satz wie „Ich bekomme beim Bergaufgehen regelmäßig Atemnot, die mich am Weitergehen hindert – das bereitet mir Sorgen“ macht deutlich, dass es sich nicht um ein einmaliges Ereignis handelt.
  • Direkt nach weiterer Diagnostik fragen: Patientinnen und Patienten können gezielt fragen, ob eine Untersuchung des Herzens oder der Lunge in Betracht käme – zum Beispiel: „Gibt es Tests, die ausschließen können, dass hinter meiner Atemnot etwas Ernstes steckt?“
  • Eigenständig einen Facharzt aufsuchen: In Deutschland ist es möglich, ohne Überweisung einen Kardiologen oder Lungenfacharzt aufzusuchen. Eine Überweisung kann den Weg erleichtern, ist aber in vielen Fällen keine Voraussetzung.
  • Ein Beschwerdetagebuch führen: Wer Symptome schriftlich festhält – mit Datum, Auslöser und Intensität – hat bei Arztterminen eine gute Grundlage, um das Gespräch zu führen und zu zeigen, dass Beschwerden sich häufen oder verschlimmern.

Worauf Sie achten können

  • Atemnot bei körperlicher Belastung, die neu auftritt oder zunimmt, ist ein Symptom, das kardiologisch (das heißt: mit Blick auf das Herz) abgeklärt werden kann – unabhängig davon, ob Brustschmerzen vorhanden sind oder nicht.
  • Wenn das Gefühl entsteht, mit einem Anliegen nicht gehört zu werden, ist es möglich, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen – bei einem anderen Hausarzt oder direkt bei einem Facharzt.
  • Wer vermutet, dass ein Behandlungsfehler vorliegt, kann sich kostenlos und unabhängig beraten lassen – etwa bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) oder bei den Gutachterkommissionen der Ärztekammern.
  • Das Melden solcher Erfahrungen auf Plattformen wie mehr-patientensicherheit.de kann dazu beitragen, dass ähnliche Situationen künftig erkannt und verhindert werden.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: weiblich

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