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2024-1573

Katarakt OP: falsche Linse implantiert

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Fallbeschreibung:

Falsche Linse bei Katarakt-OP implantiert – CIRS-Fall

Im Vorfeld war vereinbart, daß beide Augen eine monofokale Linse erhalten, die in der Ferne scharf fokussiert und für den Nahbereich eine Lesebrille erforderlich sei.

Nach der 1. OP wurde festgestellt daß eine Linse eingebaut wurde, die nur im Nahbereich scharf ist.

Gut gelaufen:

OP an sich war in Ordnung.

Schlecht gelaufen:

Falsche Linse, die meine Lebensqualität extrem einschränkt. Der Versuch des Arztes, den Fehler zu vertuschen.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Augenoperation wie die Katarakt-OP (Grauer-Star-Operation, bei der die getrübte Augenlinse durch eine Kunstlinse ersetzt wird) ist ein häufiger und in der Regel sicherer Eingriff. Umso belastender ist es, wenn nach der Operation festgestellt wird, dass nicht die vereinbarte Linse eingesetzt wurde – und die Sehfähigkeit dadurch im Alltag stark beeinträchtigt ist. Solche Verwechslungen können in der Praxis vorkommen und sind nicht allein auf eine einzelne Ursache zurückzuführen.

In diesem Fall war vor dem Eingriff eindeutig festgelegt worden, welcher Linsentyp verwendet werden sollte. Dennoch wurde eine Linse mit anderen Eigenschaften implantiert, was die Lebensqualität des Betroffenen erheblich einschränkt.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich auf einen solchen Eingriff vorbereitet, kann an verschiedenen Stellen aktiv zur eigenen Sicherheit beitragen – ohne dass dies eine Verpflichtung darstellt.

  • Die vereinbarte Linse schriftlich festhalten lassen: Es ist möglich, vor dem Eingriff zu fragen, welche Linse konkret geplant ist, und sich den genauen Linsentyp (z. B. Hersteller, Modell, Brechkraft) im Aufklärungsgespräch schriftlich bestätigen zu lassen.
  • Kurz vor dem Eingriff nachfragen: Direkt im OP-Vorbereitungsraum kann es helfen, die geplante Linse noch einmal zu benennen – zum Beispiel mit den Worten: „Können Sie mir kurz bestätigen, welche Linse heute eingesetzt wird?“ Solche Rückfragen sind im medizinischen Bereich ausdrücklich erwünscht.
  • Unterlagen aufbewahren: Alle Dokumente rund um das Aufklärungsgespräch – auch eigene Notizen – können nach der Operation als Grundlage dienen, falls es zu Unstimmigkeiten kommt.
  • Bei Unsicherheiten nach der OP eine zweite Meinung einholen: Wenn das Sehergebnis nicht dem entspricht, was besprochen wurde, ist es möglich, eine andere ophthalmologische Praxis (Augenarztpraxis) aufzusuchen, um eine unabhängige Einschätzung zu erhalten.

Worauf Sie achten können

  • Vor der Operation: Welcher genaue Linsentyp wurde vereinbart – und ist das schriftlich dokumentiert?
  • Im Aufklärungsgespräch: Wurde erklärt, was die Linse leistet und was nicht (z. B. Nah- oder Fernsicht, Notwendigkeit einer Brille)?
  • Nach der Operation: Entspricht die Sehqualität dem, was vorab besprochen wurde? Falls nicht, ist eine Rücksprache oder eine zweite Meinung möglich.
  • Bei Problemen: Betroffene können sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – die UPD berät kostenlos und unabhängig zu medizinischen und rechtlichen Fragen rund um die Gesundheitsversorgung.

Sie sind nicht allein

Wer nach einem Eingriff das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt oder dass Fragen offenbleiben, kann sich jederzeit Unterstützung holen – bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter www.patientenberatung.de oder durch eine Meldung ähnlicher Erfahrungen auf mehr-patientensicherheit.de. Jeder Bericht kann dazu beitragen, die Versorgung für andere sicherer zu machen.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Ambulante Praxis, Arztpraxis
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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