2024-1160
Falsche Behandlung, viel zu hochdosierte Medikamente
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Nach einem Sektenausstieg und starkem psychischem, sowie emotionalem Missbrauch, freiwillig in eine Psychiatrie eingeliefert. Ich hatte 2-3 Wochen jeweils nur 2 Stunden geschlafen. Man stellte nach 4 Wochen die Diagnose paranoide Schizophrenie, da ich weiterhin Ängste und innere kommentierende Stimmen hatte. Ich hatte jedoch nie akustische, weder optische Halluzinationen. Es stellte sich später heraus, dass diese inneren Stimmen mit einem Täterintrojekt und dissoziativer Störung verglichen werden konnte. Man wechselte die Medikamente wöchentlich. Ich hatte vorher nie so einen psychosehnlichen Zustand erlebt (Ich war stark Ängstlich und durch die Sekte sehr verwirrt, wusste aber dass was mit mir nicht stimmte).
Es gab kaum Psychotherapie weil die Ärzte ständig Angst hatten. Jedesmal wenn ich die Sekte erwähnte, wurde mir gesagt ich sei weiterhin psychotisch und erhöhte die Medikamente, da man dachte dass sei ein Psychotischer Wahn, was aber nicht so war. Ich bekam direkt bei der Aufnahme 2 stark hochdosierte Medikamente mit Beruhigungsmittel und hatte so starke Nebenwirkung dass ich nicht mehr gerade aus laufen konnte. Wir haben in unserer Familie eine genetische Veranlagung, dass wir Medikamente kaum vertragen und starke Nebenwirkungen haben. Es gab starke Antipsychotika direkt am ersten Tag ohne dies hochzudosieren, was bei einer erst Psychose Leitlinien sind. War hoch traumatisierte durch die Sekte aber man hatte es nicht ernst genommen. Die Klinik konnte ich nicht wechseln, da Einzugsgebiet und Corona.
Der Aufenthalt war für mich so traumtisierend dass ich bis heute eine PTBS habe (auch durch die Sektenerfahrung). Ich lief 1,5 Jahre mit der Diagnose Schizophrenie zum Psychologen, wo man mir aber nicht helfen konnte, erst 1,5 Jahre später wurde die Problematikverstanden. Auch in einem weiteren Klinikaufenthalt verstand man, was geschah und bestätigte die PTBS. Ein Gutachten durch die Ärztekammer wurde gestellt, was jedoch meiner Meinung nach, eine Frechheit war und man sich meiner Geschichte nicht angenommen hat. Nun ist die Frage, ob ich gerichtlich gegen die Klinik vorgehe.
Wer nach einer tiefgreifenden Gewalterfahrung – wie dem Ausstieg aus einer Sekte – psychiatrische Hilfe sucht, befindet sich in einer extrem verletzlichen Lage. Es ist wichtig anzuerkennen: In einer Situation wie dieser – geprägt durch schwere psychische Erschöpfung, Traumatisierung, Desorientierung und fehlende Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Einrichtung – gab es für die Betroffene keinen realistischen Spielraum, um die Behandlung wirksam zu beeinflussen oder zu korrigieren.
Der Fall zeigt, wie komplex traumabedingte Symptome sein können: Schlafentzug, dissoziative Zustände (das sind Zustände, bei denen das Erleben von sich selbst oder der Umwelt vorübergehend verändert ist) und sogenannte Täterintrojekte (innere Stimmen, die Täter:innen widerspiegeln) können oberflächlich psychosenahen Zuständen ähneln. Eine fehlerhafte Diagnose kann dazu führen, dass die eigentliche Ursache – das Trauma – unbehandelt bleibt und die Betroffene stattdessen hochdosierte Medikamente erhält, die starke Nebenwirkungen verursachen.
Wer nach einer solchen Erfahrung Orientierung sucht – sei es zu rechtlichen Möglichkeiten, zur weiteren Behandlung oder zum Umgang mit einer möglicherweise falschen Diagnose – kann sich kostenlos und unabhängig an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden. Weitere Informationen und Berichte aus ähnlichen Situationen finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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