2024-266
Limonade aus nicht ausgetrunkenen Gläsern zusammengemischt und weiterverwendet
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Habe zur Mittagszeit meine Schwägerin in der Kurzzeitpflege besucht. Alle Insassen sassen in Rollstühlen beim Essen. Als man mich entdeckt hatte wurde sie nach dem Essen zu mir hergefahren.
Meine Schwägerin wollte aber noch eine Limonade mit ins Zimmer nehmen. Da sagte die Schwester wir richten ihr eins her, warten sie bitte. Dann schüttete ein Pfleger alle Reste, die noch auf den Tischen standen in eine Flasche zusammen und noch einen Schluck Orangensaft, diese Reste wurden dann das Limo für meine Schwägerin.
Vorher war sie in einem Krankenhaus wo sie von einer Schwester in ein anderes Bett umgelagert wurde. Dabei schlug ihr Kopf an das obere Teil vom Bett, meine Schwägerin jammerte, darauf hin sagte die Schwester: stellen sie sich net so an sie sterben sowieso!
Wenn Angehörige Missstände in der Pflege beobachten, kann das tief erschütternd sein – besonders dann, wenn die betroffene Person selbst nicht in der Lage ist, für sich einzutreten. Solche Erlebnisse werfen berechtigte Fragen zur Qualität und Würde der Versorgung auf.
In Pflegeeinrichtungen können unter hohem Zeitdruck hygienische Grundregeln und Standards im Umgang mit Bewohner:innen manchmal nicht eingehalten werden. Das Zusammenmischen bereits benutzter Getränkereste und entwürdigende Aussagen gegenüber Pflegebedürftigen stellen Verstöße gegen grundlegende Hygienestandards und das Recht auf Würde dar. In einer solchen Situation – als pflegebedürftige Person im Rollstuhl, möglicherweise mit eingeschränkter Kommunikationsfähigkeit – besteht für Betroffene oft kein realistischer Spielraum, selbst einzugreifen. Das ist wichtig anzuerkennen.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) ist kostenlos erreichbar und unterstützt Angehörige dabei, sich in schwierigen Situationen zu orientieren und ihre Möglichkeiten zu kennen. Weitere Informationen und Berichte ähnlicher Erfahrungen finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient mit Schlaganfall-Vorgeschichte erhielt keine Mahlzeit und zu wenig Flüssigkeit. Was dieser CIRS-Fall über Patientensicherheit lehrt.
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Die Betriebskrankenkassen:
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