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2024-1482

Falsche Ernährung für Nierenkranke

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Fallbeschreibung:

Falsche Ernährung bei Nierenerkrankung im Pflegeheim

Guten Tag. Ich schreibe über ein Problem, das in Pflegeheime, Krankenhäusern usw., überall wo Patienten mit Nahrung versorgt werden, häufig auftritt. Wir wissen Alle, und so wird es auch von der KK propagiert, wie wichtig und gesundheitsfördernd die richtige Ernährung ist. Bei Kranken um so wichtiger. Bekommen diese die falsche Ernährung, kommt das die Patienten und die KK teuer zu stehen. Konkreter Fall ( davon gibt es aber ganz viele) : Ein Mann, der im Pflegeheim wohnt und schwer Nierenkrank, geistig aber voll da ist. Er kauft sich selbst, zumindest für Frühstück und Abendessen, einen Teil seiner Lebensmittel, weil die Angebote im Pflegeheim schlecht, gesundheitsgefährdent, für die Nierenkranken ist.

Warmes Essen kann er sich selbst natürlich nicht leisten. Warum wird in den Küchen solcher Einrichtungen nicht auf die Krankheiten der Patienten reagiert? Die gesundheitlichen Schäden, die anschließend durch ärztlichen Aufwand wieder ausgeglichen werden müssen, sind doch sehr viel kostspieliger als gute Versorgung mit passender Ernährung.

Mir ist es selbst auch schon so gegangen. Ich war, als Insulinintensivierter Diabetiker in ambulanter Reha. Ich hätte meinen Insulin Bedarf an den BE der Nahrung ausrechnen müssen. Doch die Krankenhaus Küche schaffte es nicht die BE der Mahlzeiten anzugeben.

Das finde ich ist ein wichtiges und großes Thema für alle KKs und Pflegekassen. Machen Sie ein Projekt daraus. Bei so vielen Pflegebedürftigen Patienten mit falscher, gedundheitsschädigender Ernährung, kann viel Leid und Beitragsgeld gespart werden wenn auch die Ernährung von Pflegebedürftigen und Kranken ins Blickfeld genommen wird.

Gut gelaufen:

Gute, passende Ernährung hält gesünder, macht die Patienten zufriedener, fördert freundlichen, Wertschätzenden Umgang zwischen Patienten und Pflegekräften

Schlecht gelaufen:

Die Patienten werden durch falsche Ernährung noch kranker. Die Unzufriedenheit wächst usw.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Wenn Menschen mit schweren Erkrankungen in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern versorgt werden, ist die Ernährung ein wesentlicher Teil ihrer Behandlung. Gerade bei Erkrankungen wie einer chronischen Niereninsuffizienz (einer dauerhaften Einschränkung der Nierenfunktion) oder Diabetes mellitus kann ungeeignete Kost den Gesundheitszustand erheblich beeinflussen – auch dann, wenn alle anderen Aspekte der Pflege stimmen.

Im vorliegenden Fall lebte ein nierenkranker Mann in einem Pflegeheim und stellte fest, dass die angebotenen Mahlzeiten seiner Erkrankung nicht angepasst waren. Um sich zu schützen, kaufte er sich Teile seiner Lebensmittel selbst – für warme Mahlzeiten war das jedoch keine Lösung. Dieses Problem ist kein Einzelfall: Auch bei der Versorgung von Menschen mit Diabetes in der Rehabilitation kann es vorkommen, dass wichtige Angaben fehlen – etwa die Broteinheiten (BE, eine Maßeinheit für den Kohlenhydratgehalt von Speisen), die für die Berechnung der Insulindosis nötig sind.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer selbst oder als Angehörige oder Angehöriger eine solche Situation erlebt, kann verschiedene Wege nutzen, um auf die eigenen Ernährungsbedürfnisse hinzuwirken.

  • Das Gespräch mit der Einrichtungsleitung oder Pflegedienstleitung suchen: Es ist möglich, die ernährungsbedingten Anforderungen der Erkrankung schriftlich oder mündlich zu schildern und gezielt nach einer individuellen Ernährungsanpassung zu fragen – zum Beispiel: „Welche Möglichkeiten gibt es, die Mahlzeiten an meine Nierenerkrankung anzupassen?“
  • Ärztliche Unterstützung einbeziehen: Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt kann eine diätische Empfehlung schriftlich formulieren. Ein solches Dokument kann dabei helfen, gegenüber der Einrichtung konkrete Anpassungen einzufordern.
  • Heimvertrag und Leistungsbeschreibung prüfen: In vielen Heimverträgen ist geregelt, welche Leistungen zur Verpflegung gehören. Es ist möglich zu prüfen, ob krankheitsgerechte Ernährung darin ausdrücklich erwähnt ist – und was bei Abweichungen gilt.
  • Eine Beschwerde einreichen: Pflegeheime unterliegen der Aufsicht durch die zuständigen Heimaufsichtsbehörden der Bundesländer. Eine Beschwerde dort ist möglich, wenn ernährungsbezogene Sicherheitsmängel wiederholt auftreten und intern keine Lösung gefunden wird.

Worauf Sie achten können

  • Bei Aufnahme in eine Einrichtung kann die bestehende Ernährungsform (z. B. kaliumarme Kost bei Nierenerkrankung, kohlenhydratdefinierte Kost bei Diabetes) aktiv angesprochen und im Pflegeplan dokumentiert werden.
  • Es ist möglich zu fragen, ob die Einrichtung eine Diätassistenz oder eine ernährungsmedizinische Beratung anbietet oder vermitteln kann.
  • Bei Diabetes und Insulintherapie ist es hilfreich zu klären, ob und wie die Küche Informationen zu den Kohlenhydratmengen (Broteinheiten) der Mahlzeiten bereitstellt.
  • Angehörige können bei Besuchen aufmerksam darauf achten, ob das Essen sichtbar von der ärztlich empfohlenen Ernährungsform abweicht, und dies dokumentieren – etwa durch kurze Notizen mit Datum.

Sie sind nicht allein

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Ernährungsbedürfnisse oder die einer nahestehenden Person in einer Einrichtung nicht ausreichend berücksichtigt werden, bietet die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) kostenlose und unabhängige Beratung an. Eigene Erfahrungen – positive wie negative – können außerdem auf mehr-patientensicherheit.de gemeldet werden, damit andere von diesen Berichten profitieren können.

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Angehörige oder Angehöriger einer Patientin oder eines Patienten
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Pflege, Stationäre Langzeitpflege (Pflegeheim)
Geschlecht: männlich

Vielen herzlichen Dank für Ihren wichtigen Fallbericht!

Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:

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