2025-208
Putzfrau / ungelernte Hilfskräfte führen Behandlungspflege durch
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In dem Pflegedienst, der meine Mutter versorgt, werden Katheter legen, Medikamente abgeben, Kompressionstrümpfe anziehen/ Kompressionsverbände, Wundversorgung, Injektionen, PORT-Versorgung etc u.v.m. von Putzfrauen, die mal schnell in der Pflege aushelfen, oder aber auch von Verwaltung und ungelernten Kräften durchgeführt. Die Fachkräfte gehen freiwillig, weil das nicht tragbar ist. Sagt man etwas, fliegt man raus.
Die Patienten wissen gar nicht, wie ihnen geschieht.
Fragt man die Chefin, heisst es: alle sind von ihr persönlich geschult.
Denen gehört das Handwerk gelegt, ist doch kein Wunder. Wenn es keine Fachkräfte mehr gibt. Wozu auch, wenn die Putzfrau Katheter legen oder Injektionen geben darf.
Es ist eine sehr belastende Situation, wenn man als Angehöriger Zweifel an der Qualität der Versorgung eines nahen Menschen hat – und gleichzeitig das Gefühl, nicht gehört zu werden. Dass Menschen, die auf professionelle Pflege angewiesen sind, möglicherweise nicht erkennen können, ob eine Behandlung von einer qualifizierten Fachkraft durchgeführt wird, macht diese Situation besonders ernst.
In der häuslichen Pflege sind bestimmte Tätigkeiten – darunter das Legen eines Katheters (eines kleinen Schlauchs zur Ableitung von Urin), das Verabreichen von Injektionen (Spritzen), die Versorgung eines PORTs (ein dauerhaft implantierter Zugang für Medikamente ins Blut) oder die Wundversorgung – sogenannte Behandlungspflegeleistungen. Diese dürfen in Deutschland ausschließlich von Personen mit entsprechender pflegerischer oder medizinischer Ausbildung durchgeführt werden. Werden sie von ungelernten Kräften übernommen, kann das zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen – etwa durch Infektionen, Verletzungen oder falsch dosierte Medikamente.
Wer als Angehöriger den Verdacht hat, dass in einem Pflegedienst Behandlungspflegeleistungen nicht von qualifiziertem Personal erbracht werden, hat mehrere Möglichkeiten:
Wer unsicher ist, welcher Schritt der richtige ist, oder wer einfach mit jemandem sprechen möchte, kann sich jederzeit an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden – vertraulich und kostenfrei. Weitere Informationen und Berichte aus der Praxis finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de – dort ist es auch möglich, eigene Erfahrungen anonym zu melden und damit zur Verbesserung der Versorgung beizutragen.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team