2025-234
Fehlende Medikamentengabe auf Station
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Mein Vater hat sich einer OP aufgrund eines Osteosarkoms im Kiefer unterzogen. Die darauffolgende Zeit auf der Normalstation im Krankenhaus ist immer wieder sehr schwierig verlaufen in der Pflege. Die Sondennahrung musste immer wieder angefragt werden, es gab keine regelmässigen Zeiten wie für „normales“ Essen und es wurde auch nicht immer geliefert. Einmal wurde er einen Tag lang vergessen, als er nachts das Zimmer wechseln musste. Auch für die Wasserversorgung über die Magensonde müssen wir immer wieder nachfragen und bekommen teilweise nicht sehr höfliche Kommentare der Schwestern (z.B. dass er kein Wasser braucht, in der Sondennahrung sei genug Flüssigkeit enthalten). Er ist noch in der Generation aufgewachsen, dass er sich nicht beschweren darf und niemanden zur Last fallen soll. Am schwerwiegendsten war allerdings dass nach der Entfernung und Verschluss des Tubus vergessen wurde, ihm Antibiotika zu geben (die vom Arzt verordnet worden waren). Jetzt hat er sich eine schwere Infektion eingefangen, was den Krankenhausaufenthalt wieder verlängert.
Ein langer Krankenhausaufenthalt nach einer schweren Operation ist für Betroffene und ihre Angehörigen bereits eine große Belastung. Wenn in dieser Zeit grundlegende Versorgungsschritte wie die Gabe von Sondennahrung, Flüssigkeit oder verordneten Medikamenten (also vom Arzt angeordneten Arzneimitteln) wiederholt ausbleiben, kann das zu ernsthaften gesundheitlichen Folgen führen – wie in diesem Fall zu einer schweren Infektion, die den Aufenthalt erheblich verlängerte.
Solche Versorgungslücken entstehen häufig durch Übergabefehler zwischen Schichten, fehlende systematische Kontrollen oder unzureichende Dokumentation – und nicht durch den Wunsch, jemandem zu schaden. Gleichzeitig ist es wichtig anzuerkennen, wie zermürbend es für Betroffene und Angehörige sein kann, täglich für selbstverständliche Versorgungsleistungen eintreten zu müssen.
Angehörige können in solchen Situationen eine wichtige unterstützende Rolle übernehmen – auch wenn das nicht ihre Aufgabe sein sollte und viel Kraft kostet. Folgende Möglichkeiten gibt es:
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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Die Betriebskrankenkassen:
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