2024-1543
Sozialmedizinisches Gutachten weist Fehler auf und ist unvollständig
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Einige Angaben in dem Gutachten nicht korrekt und unvollständig.
1.
Es wurden nicht alle Unterlagen aufgezählt, die bei der Anmeldung eingescannt wurden.
2.
Ein Termin wurde angegeben, an dem ich nicht erschienen sein soll, dieser ist mir nicht bekannt. Ich erhielt lediglich am eine Einladung zu einem anderen Termin, dieser wurde von mir sowohl telefonisch als auch schriftlich abgesagt. Es ist mir auf meiner Erkrankung nicht möglich so kurzfristigen Terminen nachzukommen, zudem benötige ich Begleitung durch eine mit der Erkrankung vertraute Person. Am Mittwoch Nachmittag und durch einen Feiertag war es mir auch nicht möglich den angeforderten Bericht von meiner Hausärztin bis Freitag Vormittag zu besorgen.
3.
Falsche wöchentliche Arbeitszeit
4.
Die im Gespräch erfragten schwerwiegendste Symptome wurden bei der Diagnose nicht aufgeführt.
5.
Durch ärztliche Befunde nachgewiesene Diagnosen fehlten
6.
Falsche nicht belegte Diagnosen wurden aufgeführt.
Ein sozialmedizinisches Gutachten – also ein ärztlicher Bericht, der die Arbeitsfähigkeit oder den Gesundheitszustand einer Person für Behörden oder Versicherungen bewertet – kann weitreichende Folgen für das Leben der betroffenen Person haben. Wenn ein solches Gutachten fehlerhafte Angaben enthält, nicht belegte Diagnosen aufführt oder nachgewiesene Befunde übergeht, ist das belastend und kann das Vertrauen in das Verfahren erheblich erschüttern.
Fehler in Gutachten können verschiedene Ursachen haben: Übertragungsfehler, unvollständige Dokumentation oder Missverständnisse während des Gesprächs. Gleichzeitig sind Betroffene in solchen Verfahren oft in einer angespannten Lage – besonders dann, wenn eine Erkrankung die Vorbereitung und Teilnahme zusätzlich erschwert.
Wer ein Gutachten erhält, das inhaltlich nicht korrekt erscheint, hat Möglichkeiten, aktiv darauf zu reagieren.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
CIRS-Fall: Bei der Behandlung einer Facialisparese häuften sich Fehler – falsche Befunde, dreifach überhöhte Dosis, fehlerhafte Therapieanweisung.
Fall lesen →Ein Arzt erlebt nach einer Dickdarm-OP ein schweres Lungenödem. Der Fall zeigt: Offene Fehlerkultur und verpflichtende Meldesysteme können Leben retten.
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Fall lesen →Ein fehlerhafter Entlassungsbericht nach der Reha wurde dem Patienten zum Nachteil ausgelegt. Was das bedeutet und wie man sich schützt.
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Die Betriebskrankenkassen:
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Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team