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2025-288

Facialisparese

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Fallbeschreibung:

Facialisparese: Mehrere Fehler bei ambulanter Versorgung

Ambulante Versorgung einer Facialisparese im Krankenhaus:
– Ergebnisse nicht durchgeführter Untersuchung im Arztbrief
– 3fach zu hohe Dosierung eines Medikaments
– Physiotherapie-Anweisungen inadequat

Gut gelaufen:

Es wurden vielfältige Untersuchungen vorgenommen und bezüglich Lumabalpunktion klar dargelegt, was dafür und was dagegen spricht. Die Rückmeldung zum fehlerhaften Arztbrief wurde umgehend bearbeitet und mir wurde eine geänderte Version zugestellt.

Schlecht gelaufen:

Der Arztbrief enthielt den Hinweis, dass eine Lumbalpunktion durchgeführt wurde und die Ergebnisse aus dieser Untersuchung – obwohl dieser Test von mir abgelehnt wurde. Das Prednisolon-Rezept war auf die dreifache Dosis im Vergleich zur Behandlungsleitlinie und den Angaben der Packungsbeilage ausgestellt. Die angeordnete „Physiotherapie“ bestand aus einem äußerst schlecht kopierten Zettel, dessen Schrift unleserlich klein war und dessen Bilder nicht erkennen ließen, worum es geht, sowie mit dem Hinweis, ich solle mich auf YouTube ein paar Videos suchen.

Verbesserungsvorschläge:

Keine Angaben

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Facialisparese – die plötzliche Lähmung von Gesichtsmuskeln auf einer Seite – ist eine belastende Diagnose, die rasches Handeln erfordert. In solchen Situationen werden viele Informationen in kurzer Zeit vermittelt, was sowohl für Betroffene als auch für das medizinische Personal eine Herausforderung darstellt.

In diesem Fall enthielt der Arztbrief die Dokumentation einer Untersuchung – einer Lumbalpunktion (Entnahme von Nervenwasser aus dem Rückenmarkskanal) –, die von der Patientin ausdrücklich abgelehnt worden war und daher nicht stattgefunden hatte. Gleichzeitig war das ausgestellte Rezept für Prednisolon – ein entzündungshemmendes Medikament, das bei der Facialisparese eingesetzt wird – mit einer dreimal so hohen Dosis ausgestellt wie in der medizinischen Leitlinie vorgesehen. Hinzu kam, dass die angeordneten Übungen zur Physiotherapie auf einem nicht lesbaren Zettel ausgehändigt wurden, ergänzt durch den Hinweis, eigenständig Videos im Internet zu suchen.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich mit einigen konkreten Schritten vorbereitet, kann dazu beitragen, solche Unstimmigkeiten frühzeitig zu erkennen oder anzusprechen.

  • Arztbrief aufmerksam durchlesen: Es ist möglich, den Arztbrief vor dem Verlassen der Einrichtung – oder spätestens zu Hause – sorgfältig zu lesen und zu prüfen, ob die dort beschriebenen Untersuchungen tatsächlich durchgeführt wurden. Bei Unstimmigkeiten lässt sich direkt nachfragen, etwa so: „Ich habe diese Untersuchung abgelehnt – wie ist sie trotzdem im Brief vermerkt worden?“
  • Dosierungsangabe auf dem Rezept prüfen: Die verordnete Dosis eines Medikaments lässt sich mit der Packungsbeilage oder mit zuverlässigen Informationsquellen wie dem Beipackzettel vergleichen. Bei auffälligen Abweichungen kann man in der Apotheke nachfragen – Apotheker:innen sind eine gute erste Anlaufstelle für solche Fragen.
  • Therapiematerial einfordern: Wenn Übungen oder Anleitungen nicht verständlich sind, ist es möglich, klare und lesbare Materialien zu erbitten oder eine mündliche Erklärung anzufragen: „Können Sie mir zeigen, wie diese Übungen korrekt ausgeführt werden?“
  • Rückmeldungen geben: Wie in diesem Fall geschehen, lässt sich ein fehlerhafter Arztbrief umgehend bei der ausstellenden Stelle reklamieren. Eine schnelle Korrektur – wie hier erfolgt – ist möglich und trägt dazu bei, dass der Brief in der weiteren Behandlung korrekte Informationen enthält.

Worauf Sie achten können

  • Stimmen die im Arztbrief genannten Untersuchungen mit dem überein, was tatsächlich stattgefunden hat – einschließlich abgelehnter Maßnahmen?
  • Entspricht die Dosierung auf dem Rezept den Angaben in der Packungsbeilage oder den Informationen, die im Gespräch genannt wurden?
  • Sind ausgehändigte Therapie- oder Übungsanleitungen gut lesbar und verständlich – und ist klar, wie die Übungen korrekt ausgeführt werden?
  • Besteht die Möglichkeit, bei Unklarheiten eine Kontaktperson oder Anlaufstelle in der Einrichtung zu erreichen – zum Beispiel für Rückfragen nach dem Termin?

Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt. 

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 30-49 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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