2026-015
Grenzverletzendes Verhalten des Arztes
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Arzt nimmt ungefragt mein Bein, um es auf das Stuhlpodest hochzustellen. Bei der Untersuchung setzt er sich so, das mein Knie in seinen Genitalbereich drückt. Er fasst mich mehrfach am Knie an, um den Stuhl zu drehen. Meine Ohren/Trommelfelle bezeichnet er mehrfach als „jungfräulich“ und „wunderschön“. Er fordert mich auf, meinen Finger in mein Ohr zu stecken, um zu spüren, wie eng das Ohr mit dem Kiefer verbunden sei und drückt meinen Finger tiefer rein. Er bleibt die gesamte Besprechung unangenehm nah.
Durch den Untersuchungsstuhl kann ich nicht zurückweichen und mehr Abstand zu ihm herstellen.
Medizinische Untersuchungen erfordern körperliche Nähe – das macht es manchmal schwer, einzuordnen, wann etwas nicht mehr in Ordnung ist. Wenn sich Berührungen, Kommentare oder die körperliche Nähe einer Behandlungsperson unangemessen anfühlen, ist dieses Gefühl ernst zu nehmen.
In diesem Fall erlebte eine Patientin während eines Praxisbesuchs mehrfache körperliche Berührungen ohne vorherige Ankündigung oder Einverständnis, sexualisierende Kommentare sowie anhaltende körperliche Nähe, aus der sie sich durch den Behandlungsstuhl nicht entfernen konnte. Erschwerend kam hinzu, dass der Arzt nach außen hin freundlich wirkte – das kann es besonders schwierig machen, das eigene Unbehagen klar einzuordnen und anzusprechen. In einer solchen Situation ist der Handlungsspielraum für Betroffene sehr begrenzt: Der Körper reagiert auf Grenzverletzungen oft mit Starre oder Sprachlosigkeit – das ist eine natürliche Schutzreaktion, keine persönliche Schwäche.
Für zukünftige Situationen – oder wenn Ähnliches wieder erlebt wird – gibt es einige Möglichkeiten, die Betroffene für sich nutzen können, wenn sie das möchten.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und vertrauliche Beratung – auch bei Fragen zu Beschwerdemöglichkeiten nach Grenzverletzungen in der Behandlung. Auf mehr-patientensicherheit.de können Erfahrungen anonym gemeldet werden, um anderen Betroffenen zu helfen und auf Probleme aufmerksam zu machen.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall zeigt, wie eine schwer kranke Patientin mit ME/CFS in der Arztpraxis unter Druck gesetzt wurde. Was schief lief und was das bedeutet.
Fall lesen →Eine Patientin wurde im Krankenhaus wiederholt zur Liquorpunktion gedrängt. Dabei hätte ein einfacher Bluttest gereicht. Ein CIRS-Fall über Aufklärung.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
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