2024-1463
Vom Arzt verbal bedrängt Nervenwasser abnehmen zu lassen
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2023 konnte ich ohne Schmerzen nicht mehr problemlos gehen (re. Bein). Als Fahrerin ins Auto einzusteigen war über viele Wochen ein großes Problem (ich fahre Automatik).
Treppen steigen wurde zur täglichen Prüfung.
Nach einigen Wochen ging ich mit dem Problem zur Hausärztin.
Dort hieß es dann ich müsse ins Krankenhaus zwecks meinem D-Dimer-Wert.
Samstag früh dort eingecheckt wurde am Freitagvormittag eine Nervenmessung durchgeführt die nichts erbracht hat und Freitagnachmittag wurde ich nach Hause entlassen.
Einige Wochen vor meiner Krankenhauseinlieferung hatte ich einen Zeckenbiss. Dies habe ich im Krankenhaus erwähnt. Jeden Tag mehrmals hat mich der Arzt verbal bedrängt um dies abzuklären soll ich mir Nervenwasser abnehmen lassen.
Keine Silbe kam vom Arzt, dass dies auch über eine BE möglich ist, festzustellen.
Privat habe ich mich telefonisch von Krankenhaus aus kundig gemacht und dies mehrfach abgelehnt. Der Arzt hat mir gegenüber äußerst ungehalten reagiert.
Nach meiner Entlassung – die Beinschmerzen hatte ich noch immer – hat eine BE bei der Hausarztpraxis ergeben, dass die Zecke bei mir nichts angestellt hatte.
Ein Krankenhausaufenthalt, der keine Antworten auf die eigentlichen Beschwerden liefert, kann sehr belastend sein – erst recht, wenn man sich dabei nicht respektiert fühlt. Wenn Ärztinnen oder Ärzte eine bestimmte Untersuchung wiederholt drängerisch einfordern und dabei keine Alternativen nennen, kann das für Betroffene verunsichernd und einschüchternd wirken.
In diesem Fall bestand der Verdacht auf eine Borreliose (eine durch Zeckenbisse übertragbare Infektionskrankheit). Zur Abklärung ist neben einer Lumbalpunktion – also der Entnahme von Nervenwasser aus dem Rückenmark – in bestimmten Situationen auch eine Blutuntersuchung (Blutentnahme, kurz BE) möglich. Dass diese Alternative offenbar nicht von sich aus angesprochen wurde, hat die Entscheidungssituation für die Betroffene unnötig erschwert.
Wer sich in einer vergleichbaren Lage befindet, kann von folgenden Möglichkeiten Gebrauch machen:
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und unabhängige Beratung zu Patientenrechten an – auch bei Fragen rund um Aufklärung, Einwilligung und den Umgang mit dem Gesundheitspersonal. Weitere Informationen und Berichte aus der Praxis finden Sie auf mehr-patientensicherheit.de.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein CIRS-Fall schildert körperliche und verbale Grenzverletzungen während einer ärztlichen Untersuchung. Was Betroffene wissen sollten.
Fall lesen →Ein CIRS-Fall zeigt, wie eine schwer kranke Patientin mit ME/CFS in der Arztpraxis unter Druck gesetzt wurde. Was schief lief und was das bedeutet.
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Die Betriebskrankenkassen:
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