2024-1107
Überlastung des Pflegepersonals
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Ich wurde mit dem Verdacht auf TIA zunächst auf einer Stroke Unit aufgenommen, dann nach wenigen Tagen auf eine Normalstation verlegt.
Auf Rückfrage erklärte mir die Oberärztin/ der Oberarzt, ich bräuchte mir keine Sorgen machen, mein Blutdruck sei auch wieder komplett normal. Auf meine irritierte Rückfrage, wo sie/ er diese Information her nehmen würde, verwies sie/ er auf Blutdruckwerte in meiner Akte vom morgen.
Dieser war aber seit Verlegung vor zwei Tagen nicht mehr gemessen worden, so dass ich davon ausgehen musste, dass einfach ein „passender Wert“ eingetragen wurde.
Auf der Station mit ca. 30 Betten war an beiden Tagen im Früh- und Spätdienst nur eine Pflegekraft anwesend. Möglich, dass die Zeit nicht ausreichte, um alle Patienten adäquat zu betreuen, da hätte ich Verständnis, wenn man sich zunächst um Patienten kümmert, denen es schlechter geht. Dass aber einfach ein Wert eingetragen wird, halte ich für extrem gefährlich, da dieser zu einer falschen/unzureichenden Behandlung führen kann.
Eine Verlegung von einer spezialisierten Überwachungsstation auf eine Normalstation ist ein wichtiger Schritt in der Genesung – aber auch ein Moment, in dem die Intensität der Betreuung abnimmt. Wenn Pflegepersonal stark überlastet ist, können Routinemaßnahmen wie das Messen von Blutdruck und Puls (sogenannte Vitalzeichen) in den Hintergrund geraten, obwohl sie für eine sichere Behandlung unverzichtbar sind.
In dem geschilderten Fall stellte eine betroffene Person fest, dass in ihrer Akte Blutdruckwerte dokumentiert waren, die offensichtlich nicht aktuell erhoben worden sein konnten. Das ist eine Situation, die das Vertrauen in die Versorgung erschüttern kann – und die zugleich auf ein strukturelles Problem hinweist: eine zu geringe Personalbesetzung, die Einzelpersonen in eine kaum lösbare Lage bringt.
Wer möchte, kann aktiv nachfragen und so zur eigenen Sicherheit beitragen – das erfordert keine medizinischen Vorkenntnisse.
Hinweis: Die Vorschläge zu den Präventionsmaßnahmen wurden mit KI-Unterstützung erstellt.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
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