2024-801
Kein Augenarzttermin für Kleinkind in Großstadt möglich
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Unser Kinderarzt empfahl uns mit unserem Kind >3 Jahre, einen Augenarzt aufzusuchen. Zur Routine. Ich musste über eine Stunde, mehr als 10 Augenärzte durchtelefonieren, bis ich einen Termin erhalten habe. Dieser fand mehrere Monate später statt. Wir leben in einer größeren Stadt Deutschlands und es war uns kaum möglich einen Termin zu erhalten obwohl wir uns bei den Telefonaten maximal zeitlich flexibel zeigten.
Die Sorge um das Sehvermögen des eigenen Kindes ist belastend – und diese Sorge wird größer, wenn trotz intensiver Bemühungen kein zeitnaher Facharzttermin zu finden ist. Dass Eltern in einer solchen Situation an strukturelle Grenzen stoßen, ist eine Erfahrung, die viele Familien kennen und die nichts mit fehlendem Engagement der Betroffenen zu tun hat.
Kinderärztliche Überweisungen zu Augenärztinnen und Augenärzten sind häufig Routineempfehlungen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen (sogenannte U-Untersuchungen). Gleichzeitig ist die augenärztliche Versorgungskapazität – besonders für Kleinkinder – in vielen Regionen begrenzt. Lange Wartezeiten entstehen dabei nicht durch Gleichgültigkeit einzelner Praxen, sondern durch ein systemisches Ungleichgewicht zwischen Bedarf und Angebot.
Einige Wege können die Suche nach einem Termin erleichtern oder beschleunigen, auch wenn sie keine Garantie bieten.
Wer nach einem belastenden Versorgungserlebnis Orientierung sucht, findet Unterstützung bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) unter 0800 011 77 22 (kostenfrei). Weitere Informationen und die Möglichkeit, eigene Erfahrungen anonym zu teilen, bietet mehr-patientensicherheit.de.
Jeder einzelne Bericht hilft die Patientensicherheit zu verbessern und konkrete Tipps daraus abzuleiten. Bitten haben Sie dafür Verständnis, dass wir aufgrund der hohen Fallzahlen nicht mehr alle Berichte veröffentlichen und individuell kommentieren. Wir sichten aber jeden einzelnen Bericht und aus jedem Fall nutzen wir wichtige Inhalte für unsere Tipps, Fokusfälle und Erklärfilme. Die bisher erstellten Dokumente auf Basis Ihrer Fälle finden Sie hier:
Ein Patient wartet 6 Monate auf einen Kardiologen-Termin – ohne Gespräch, ohne Anamnese. Was bei der Herzinsuffizienz-Abklärung schiefläuft.
Fall lesen →Ein Patient mit Aortenklappenstenose wartet über ein Jahr auf einen Kardiologen-Termin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken für Kassenpatienten.
Fall lesen →Trotz Überweisung und Termin abgewiesen: Ein PTBS-Betroffener schildert 5 Jahre Kampf um psychotherapeutische Versorgung – ein CIRS-Fall über Versorgungslücken.
Fall lesen →Dringlichkeitsüberweisung, kein Termin: Ein Patient wartet 6 Monate auf eine Magenspiegelung – die Diagnose lautete Magendurchbruch.
Fall lesen →Patient mit Bandscheibenvorfall wartet 3,5 Stunden in der Notaufnahme – ein Fall über Triage, Schmerzversorgung und Kapazitätsgrenzen.
Fall lesen →Eine Patientin mit Schwäche und starkem Husten wurde in der Hausarztpraxis abgewiesen. Erst die Notaufnahme erkannte: bakterielle Lungenentzündung und Grippe.
Fall lesen →Ein Patient wartet bis zu 13 Monate auf einen Kardiologen-Termin. Wie Vermittlungscodes und Dringlichkeitsvermerke den Zugang zur Versorgung beeinflussen.
Fall lesen →Nach einer Augen-OP wartet ein Patient seit 2 Monaten auf einen Folgetermin – ohne Rückmeldung. Ein Fall über Kommunikationslücken im Gesundheitswesen.
Fall lesen →Patient mit akuten Ohrenschmerzen wird abgewiesen – kein Hausarzt, kein Notfalltermin. Ein CIRS-Fall über Versorgungslücken im deutschen Gesundheitssystem.
Fall lesen →Eine pflegebedürftige Patientin wird trotz schmerzhaftem Hautausschlag in der Sprechstunde abgewiesen. Was das für Betroffene bedeutet.
Fall lesen →
Die Betriebskrankenkassen:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patient:innen und Angehörige,
Vielen Dank für Ihre wichtigen Meldungen. Unser System ist aufgrund der zahlreichen Eingänge im Moment an der Belastungsgrenze. Es ist daher zur Zeit nicht möglich, eine Meldung abzugeben. Wir arbeiten daran, das Problem zu lösen. Bitte versuchen Sie es in wenigen Stunden wieder.
Vielen Dank für Ihr Verständnis, Ihr Mehr-Patientensicherheit-Team