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2025-096

Elektrisch aufgeladene Türklinken – Folge frische Wunde aufgerissen

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Fallbeschreibung:

Elektrostatik im Krankenhaus: Wunde durch Türklinke aufgerissen

Nach einer Ellenbogenoperation konnte ich das Krankenhaus verlassen.
Mit meinem gesunden Arm trug ich meine Tasche mit der Hand meines operierten Armes fasste ich die Türklinke meines Zimmers an, um die Tür zu öffnen.

Ich erhielt über die Türklinke eine Entladung / bekam „einen gewitscht“ und mein Arm machte eine unkontrollierte abrupte Bewegung.

2 Stunden später, als ich wieder zu Hause war, entdeckte ich, dass der Verband an einer Stelle durchgeblutet und also die frische Wunde durch das Ereignis wieder aufgerissen war.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Es ist schlecht,wenn die Einrichtung eines Krankenhauses so gestaltet ist, dass bei normalem Verhalten Personal, Patienten und Angehörige in der Gefahr sind, eine elektrische Entladung abzubekommen.

Verbesserungsvorschläge:

Material verarbeiten, das Entladung verhindert.

Weitere Infos:

Keine Angaben

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Eine Operation zu überstehen und das Krankenhaus auf eigenen Beinen verlassen zu können – das ist ein wichtiger Moment. Umso belastender ist es, wenn auf dem Weg nach Hause etwas Unerwartetes passiert, das die frische Genesung gefährdet. In diesem Fall löste eine elektrostatische Entladung – ein kurzer elektrischer Schlag über eine Türklinke – eine unwillkürliche Bewegung des operierten Arms aus, die dazu führte, dass die frische Wunde wieder aufriss.

Elektrostatische Entladungen entstehen, wenn sich elektrische Ladung auf Oberflächen oder Kleidung aufbaut und sich beim Berühren eines leitfähigen Gegenstands – etwa einer Metallklinke – schlagartig entlädt. In einem Alltag ohne frische Wunden oder Operationen ist das unangenehm, aber meist folgenlos. Für Menschen mit frisch operierten Gliedmaßen kann die reflexartige Schreckbewegung jedoch ernsthafte Folgen haben.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wer sich in einer ähnlichen Lage befindet, kann einige Dinge im Blick behalten, um das Risiko solcher Situationen zu verringern.

  • Beim Verlassen des Krankenzimmers – oder in anderen Bereichen, in denen metallene Türklinken oder Griffe vorkommen – ist es möglich, zunächst mit dem gesunden Arm oder dem Handrücken die Klinke zu berühren, bevor die Hand vollständig zugreift. So lässt sich eine mögliche Entladung abfangen, ohne dass der operierte Arm reflexartig reagiert.
  • Es kann hilfreich sein, beim Pflegepersonal oder an der Pflege-Station nachzufragen, ob im Bereich der Station bekannt ist, dass elektrostatische Entladungen auftreten – zum Beispiel: „Ist Ihnen aufgefallen, dass es an den Türgriffen hier manchmal zu elektrischen Entladungen kommt?“
  • Eine Begleitperson – ob Angehörige, Freund:innen oder eine Pflegekraft – kann beim Verlassen des Zimmers Türen öffnen und so dafür sorgen, dass frisch operierte Arme oder empfindliche Körperstellen nicht in Kontakt mit potenziell aufgeladenen Oberflächen kommen.
  • Auffällige Situationen wie diese lassen sich dem Krankenhaus direkt rückmelden – etwa über das Beschwerdemanagement oder einen Patientenfürsprecher (eine vom Krankenhaus unabhängige Anlaufstelle für Anliegen von Patient:innen). Solche Hinweise können dazu beitragen, dass das Problem erkannt und behoben wird.

Worauf Sie achten können

  • Ist der operierte oder verletzte Körperteil beim Verlassen des Zimmers vor unerwarteten Bewegungen oder Kontakten geschützt?
  • Ist eine Begleitperson verfügbar, die beim Tragen von Gepäck und beim Öffnen von Türen unterstützen kann?
  • Gibt es im Krankenhaus eine Anlaufstelle – etwa ein Beschwerdemanagement oder einen Patientenfürsprecher – an die sich Hinweise auf Sicherheitsrisiken richten lassen?
  • Ist der Verband nach der Entlassung noch einmal auf Auffälligkeiten wie Durchblutungen geprüft worden, bevor die Heimfahrt angetreten wird?

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 50-69 Jahre
Art der Einrichtung:Normalstation, Krankenhaus, sonstiger Bereich
Geschlecht: weiblich

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