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2026-146

Nerv verletzt durch Venenstripping

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Fallbeschreibung:

Nervverletzung nach Venenstripping – CIRS-Fallbericht

Ich hatte Probleme in den Beinen, einen Artztermin bekam ich erst in sechs Monaten; daraufhin bin ich in einem Krankenhaus gefahren zur Untersuchung meiner Venen . Es wurde mir mitgeteilt, dass ich im linken Unterschenkel ein Hämatom hätte, ebenso sei die Vene undicht. Es wurde mir zu einem Venen Tripping geraten. Wegen des Hämatom hatte ich Angst vor einer Lungenembolie. Das Venen Tripping wurde gemacht, nach einem älteren Verfahren, wie ich später erfuhr nach der Konsultation bei einem Venenspezialisten sechs Monate später . Dadurch Habe ich nun im Oberschenkel einen Venen stumpf. Im Unterschenkel in der Nähe des Fußes wurde ein Nerv verletzt, er tut mir heute noch weh nach zwei Jahren. Man hat mir Lymphdrainage verordnet, dadurch wird es etwas erträglicher. Außerdem erfuhr ich auch noch, dass man heute nicht mehr so tief den Schnitt ansetzt, sondern höher wegen der Verletzung von Nerven. Außerdem wär’s gefährlich noch einmal zu operieren dann könnten andere Nerven verletzt werden. Es wäre schön, wenn ich einen Spezialisten finden könnte, der sich diese Sache noch einmal ansehen kann und mir vielleicht doch helfen kann. Übrigens, meine Beinbeschwerden waren damit nicht behoben. Ich ging zu einem Orthopäden, der ein MRT angeordnete bei dem festgestellt wurde, dass ich an drei Stellen eine Spinalkanalverengung hatte und das mittlerweile schon eineinhalb Jahre. Ich wurde dann am Spinalkanal operiert und mittlerweile werden die Beschwerden in den Beinen weniger.

Gut gelaufen:

Keine Angaben

Schlecht gelaufen:

Falsche Diagnose, unnötige Operation am linken Unterschenkel, am Ereignistag nach fast zwei Jahren noch Schmerzen durch Nerven, Einklemmung oder Verletzung als Folge der Venenoperation.

Verbesserungsvorschläge:

Ich wünsche mir einen Spezialisten, der mit einem hochauflösenden Gerät den eingeklemmten Nerv nach meiner erwähnen OP freilegen kann durch einen minimalinvasiv Eingriff vielleicht.

Weitere Infos:

Es wäre schön, wenn bei akuten Beschwerden in den Beinen, alle zuständigen Spezialisten kurzfristig kontaktiert werden könnten, um eine genauere Diagnose zu bekommen, bevor operiert wird.

Präventionsmaßnahmen:

Was in solchen Situationen passieren kann

Anhaltende Schmerzen nach einer Operation, die die ursprünglichen Beschwerden nicht gelindert hat – das ist eine belastende Erfahrung, die das Vertrauen in die eigene Versorgung erschüttern kann. Solche Situationen entstehen nicht immer durch einzelne Fehler, sondern können auch dann auftreten, wenn Diagnosen komplex sind und mehrere Fachrichtungen betroffen sind.

In diesem Fall lagen die eigentlichen Ursachen der Beinbeschwerden in einer Spinalkanalverengung – einer Einengung des Wirbelkanals, durch die Nerven unter Druck geraten. Diese Ursache wurde erst später erkannt. Zwischenzeitlich wurde eine Venenoperation durchgeführt, bei der ein Nerv verletzt wurde, der bis heute Schmerzen verursacht. Dass verschiedene Erkrankungen gleichzeitig vorliegen können und sich in ähnlichen Beschwerden äußern, macht die Diagnosestellung in solchen Fällen besonders schwierig.

Was in einer ähnlichen Situation helfen kann

Wenn Beinbeschwerden länger andauern und die Ursache unklar bleibt, gibt es Möglichkeiten, aktiv zur Klärung beizutragen.

  • Bei länger anhaltenden Beinbeschwerden ist es möglich, gezielt nach einer fachübergreifenden Abklärung zu fragen – also einer Untersuchung, die sowohl Gefäße als auch Nerven und die Wirbelsäule einbezieht. Ein möglicher Einstieg: „Könnte meine Beschwerde auch eine andere Ursache haben, die noch nicht untersucht wurde?“
  • Vor einem geplanten Eingriff kann eine Zweitmeinung eingeholt werden – also die Einschätzung eines weiteren Facharztes oder einer weiteren Fachärztin. Das ist ein anerkanntes Recht und kein Misstrauensbekundung. Manche Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür.
  • Es ist möglich, vor einer Operation gezielt zu fragen, welche Risiken mit dem Eingriff verbunden sind und ob es neuere oder schonendere Verfahren gibt. Eine hilfreiche Formulierung kann sein: „Gibt es aktuelle Alternativen zu diesem Verfahren, und was spricht in meinem Fall dafür oder dagegen?“
  • Wenn nach einer Operation neue oder anhaltende Beschwerden auftreten, kann eine Vorstellung bei einem spezialisierten Zentrum – etwa einer Schmerzambulanz oder einer gefäßchirurgischen Fachklinik – weitere Möglichkeiten eröffnen. Auch minimalinvasive Verfahren zur Nervenbehandlung werden an spezialisierten Einrichtungen angeboten.

Worauf Sie achten können

  • Bei unklaren oder anhaltenden Beinbeschwerden ist es möglich, mehrere Fachrichtungen einzubeziehen – zum Beispiel Neurologie (Nervenheilkunde), Orthopädie und Gefäßchirurgie – bevor eine Entscheidung für einen Eingriff fällt.
  • Vor einer Operation kann es hilfreich sein, sich schriftlich bestätigen zu lassen, welches Verfahren angewendet wird – und ob es dazu neuere Alternativen gibt.
  • Anhaltende Schmerzen nach einer Operation sind ein Zeichen, das ernst genommen werden darf. Eine Vorstellung in einer Schmerzambulanz oder bei einem Nervenfacharzt (Neurologen) ist jederzeit möglich.
  • Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) bietet kostenlose und neutrale Beratung – auch bei Fragen zur Weiterversorgung oder zur Suche nach geeigneten Spezialisten.

Infos zum Fall:

Perspektive: Patientin oder Patient
Alter: 70-79 Jahre
Art der Einrichtung:Krankenhaus
Geschlecht: weiblich

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